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Medizin

27. Februar 2020 Herzinsuffizienz und Eisenmangel: Hospitalisierung und Mortalität

Mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu an einer Herzinsuffizienz (HI) zu erkranken. In Nordamerika und Europa sind mehr als 80% der Herzinsuffizienz-Patienten 65 Jahre und älter (1, 2). Bis zu 80% der wegen einer akuten Herzinsuffizienz hospitalisierten Patienten können zugleich einen Eisenmangel aufweisen (3), der das Risiko für wiederholte Krankenhauseinweisungen (4) und Tod (5) erhöht.
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Bereits vor längerem wurde in den Studien FAIR-HF (6) und CONFIRM-HF (7) gezeigt, dass Patienten mit chronischer HI (CHI) und reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion (≤ 45%) sowie einem Eisenmangel von einer Therapie* mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) profitieren können. Demnach kann die intravenöse Eisensubstitution Leistungsfähigkeit, Symptomatik und Lebensqualität verbessern (6, 7). In der randomisierten und kontrollierten Studie AFFIRM-AHF wird nun erstmals untersucht, ob Eisencarboxymaltose bei Patienten, die wegen akuter HI in ein Krankenhaus eingewiesen wurden und einen Eisenmangel aufweisen, auch das Risiko für gravierende Endpunkte wie Hospitalisierung und Tod im Vergleich zu Placebo senkt (1).

Die Durchführung dieser Studie, ist ein weiterer Beweis dafür, welche bedeutende Rolle Eisen bei herzinsuffizienten Patienten spielt und die Therapie eines Eisenmangels mit Eisencarboxymaltose haben kann.
Die Ergebnisse werden im ersten Quartal 2021 erwartet.

* ferinject® ist indiziert zur Behandlung von Eisenmangelzuständen, wenn orale Eisenpräparate unwirksam sind oder nicht angewendet werden können (8).

Quelle: Vifor

Literatur:

(1) Ponikowski P et al. Rationale and design of the AFFIRM-AHF trial: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial comparing the effect of intravenous ferric carboxymaltose on hospitalisations and mortality in iron-deficient patients admitted for acute heart failure. Eur J Heart Fail 2019; 21(12): 1651-1658 (gesponsert von Vifor Pharma, Glattbrugg, CH).
(2) Ponikowski P et al. Heart failure: preventing disease and death worldwide. ESC Heart Failure 2014; 1: 4-25.
(3) Cohen-Solal A et al. High prevalence of iron deficiency in patients with acute decompensated heart failure. Eur J Heart Fail 2014; 16: 984-991.
(4) Arora NP, Ghali JK. Iron deficiency anemia in heart failure.Heart Fail Rev. 2013; 18(4): 485-501.
(5) Jankowska EA et al. Iron deficiency defined as depleted iron stores accompanied by unmet cellular iron requirements identifies patients at the highest risk of death after an episode of acute heart failure. Eur Heart J 2014; 35: 2468-2476.
(6) Anker SD et al. Ferric carboxymaltose in patients with heart failure and iron deficiency.N Engl J Med 2009; 361: 2436-2448.
(7) Ponikowski P et al. Beneficial effects of long-term intravenous iron therapy with ferric carboxymaltose in patients with symptomatic heart failure and iron deficiency. Eur Heart J 2015; 36(11): 657-668.
(8) Fachinformation ferinject® in der jeweils gültigen Fassung.


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