Sonntag, 9. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

29. August 2019 Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse zu Dapagliflozin

Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie DAPA-HF zeigen, dass Dapagliflozin (Forxiga®) im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verringerung des primären kombinierten Endpunkts erreichte. Dieser war definiert als Zeit bis zum ersten Auftreten von kardiovaskulär bedingtem Tod oder Verschlechterung von Herzinsuffizienz (definiert als Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz oder notfallmäßigem Arztkontakt wegen Herzinsuffizienz). Die Studie wurde bei Herzinsuffizienz-Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF; LVEF ≤ 40%) sowohl mit als auch ohne Typ-2-Diabetes, die eine Standardtherapie erhielten, durchgeführt. Das Sicherheitsprofil von Dapagliflozin in der DAPA-HF-Studie entsprach dem etablierten Sicherheitsprofil des Medikaments.
Anzeige:
Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion weiterhin schlechte Prognose

Prof. Dr. Michael Böhm, Direktor der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS), sagt: „Die in der DAPA-HF-Studie beobachteten Vorteile von Dapagliflozin auf den primären kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod oder Verschlechterung von Herzinsuffizienz sind hervorragend. Die Prognose von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion ist noch immer schlecht. Die Dapa-HF-Ergebnisse sind eine besonders gute Nachricht für diese Patienten.“

DAPA-HF-Studie

DAPA-HF ist die erste Studie, die die Behandlung von Herzinsuffizienz mit einem SGLT-2-Inhibitor bei Patienten mit HFrEF (mit und ohne Typ-2-Diabetes) zusätzlich zum Therapiestandard untersucht (dieser umfasst Medikamente wie Angiotensin-konvertierende Enzym-(ACE)-Inhibitoren, Angiotensin-II-Rezeptorblocker (AT1-Blocker), Betablocker, Mineralkortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRAs) und Neprilysin-Inhibitoren).
Die vollständigen Ergebnisse der DAPA-HF-Studie werden zur Präsentation bei einem bevorstehenden medizinischen Fachkongress eingereicht.
Dapagliflozin wird im Rahmen des klinischen Studienprogramms DAPACare auch bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF; LVEF > 50%) in den Studien DELIVER und DETERMINE (HFrEF und HFpEF) untersucht.
DAPA-HF (Dapagliflozin And Prevention of Adverse-outcomes in Heart Failure) ist eine internationale, multizentrische, randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF ≤ 40%), sowohl mit als auch ohne Typ-2-Diabetes. Die Studie wurde aufgesetzt, um den Effekt von Dapagliflozin (10 mg einmal täglich) im Vergleich zu Placebo als Zusatz zum Behandlungsstandard zu untersuchen. Der zusammengesetzte primäre Studienendpunkt ist definiert als Zeit bis zum ersten Auftreten von kardiovaskulär bedingtem Tod, Hospitalisierung aufgrund Herzinsuffizienz oder notfallmäßigem Arztkontakt wegen Herzinsuffizienz.
DAPA-HF ist die erste Studie in der Indikation Herzinsuffizienz mit Endpunkten zur Morbidität und Mortalität, in der ein SGLT-2-Inhibitor als Zusatztherapie zum Behandlungsstandard bei einer repräsentativen Patientenpopulation mit manifester Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium II bis IV) mit und ohne Typ-2-Diabetes untersucht wird.

Quelle: AstraZeneca


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab
© Medserena AG

Klaustrophobie hält 15 Prozent der Patienten davon ab, sich trotz starker Schmerzen mittels der Magnetresonanztomografie untersuchen zu lassen. Dies hat für Ärzte, Therapeuten und Krankenkassen kostenintensive Folgen. Am schlimmsten betroffen ist jedoch der Patient selbst: Statt sich einer Diagnose zu stellen, leidet er oftmals monatelang unter starken Schmerzen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Angstpatienten die MRT-Untersuchung akzeptieren, wenn Fachpersonal sie vor und während des Termins persönlich intensiv begleitet und berät. Zudem ist es wichtig, dass...

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische...

Ausgewogene Ernährung reduziert Krebsrisiko

Ausgewogene Ernährung reduziert Krebsrisiko
© Daniel Vincek / Fotolia.com

Mit einer ausgewogenen und ballaststoffreichen Ernährung erhält der Körper nicht nur wertvolle Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, sondern auch wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Umgekehrt gilt: Mit dem stetigen Bevorzugen bestimmter Lebens- und Genussmittel schadet man der eigenen Gesundheit. „Das heißt, schon mit der Ernährung kann das Risiko für Darmkrebs erhöht oder gesenkt werden“, betont Lars Selig, Leiter des Ernährungsteams am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). „Also: Nicht...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse zu Dapagliflozin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden