Samstag, 18. Januar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

29. August 2019 Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse zu Dapagliflozin

Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie DAPA-HF zeigen, dass Dapagliflozin (Forxiga®) im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verringerung des primären kombinierten Endpunkts erreichte. Dieser war definiert als Zeit bis zum ersten Auftreten von kardiovaskulär bedingtem Tod oder Verschlechterung von Herzinsuffizienz (definiert als Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz oder notfallmäßigem Arztkontakt wegen Herzinsuffizienz). Die Studie wurde bei Herzinsuffizienz-Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF; LVEF ≤ 40%) sowohl mit als auch ohne Typ-2-Diabetes, die eine Standardtherapie erhielten, durchgeführt. Das Sicherheitsprofil von Dapagliflozin in der DAPA-HF-Studie entsprach dem etablierten Sicherheitsprofil des Medikaments.
Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion weiterhin schlechte Prognose

Prof. Dr. Michael Böhm, Direktor der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS), sagt: „Die in der DAPA-HF-Studie beobachteten Vorteile von Dapagliflozin auf den primären kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod oder Verschlechterung von Herzinsuffizienz sind hervorragend. Die Prognose von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion ist noch immer schlecht. Die Dapa-HF-Ergebnisse sind eine besonders gute Nachricht für diese Patienten.“

DAPA-HF-Studie

DAPA-HF ist die erste Studie, die die Behandlung von Herzinsuffizienz mit einem SGLT-2-Inhibitor bei Patienten mit HFrEF (mit und ohne Typ-2-Diabetes) zusätzlich zum Therapiestandard untersucht (dieser umfasst Medikamente wie Angiotensin-konvertierende Enzym-(ACE)-Inhibitoren, Angiotensin-II-Rezeptorblocker (AT1-Blocker), Betablocker, Mineralkortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRAs) und Neprilysin-Inhibitoren).
Die vollständigen Ergebnisse der DAPA-HF-Studie werden zur Präsentation bei einem bevorstehenden medizinischen Fachkongress eingereicht.
Dapagliflozin wird im Rahmen des klinischen Studienprogramms DAPACare auch bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF; LVEF > 50%) in den Studien DELIVER und DETERMINE (HFrEF und HFpEF) untersucht.
DAPA-HF (Dapagliflozin And Prevention of Adverse-outcomes in Heart Failure) ist eine internationale, multizentrische, randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF ≤ 40%), sowohl mit als auch ohne Typ-2-Diabetes. Die Studie wurde aufgesetzt, um den Effekt von Dapagliflozin (10 mg einmal täglich) im Vergleich zu Placebo als Zusatz zum Behandlungsstandard zu untersuchen. Der zusammengesetzte primäre Studienendpunkt ist definiert als Zeit bis zum ersten Auftreten von kardiovaskulär bedingtem Tod, Hospitalisierung aufgrund Herzinsuffizienz oder notfallmäßigem Arztkontakt wegen Herzinsuffizienz.
DAPA-HF ist die erste Studie in der Indikation Herzinsuffizienz mit Endpunkten zur Morbidität und Mortalität, in der ein SGLT-2-Inhibitor als Zusatztherapie zum Behandlungsstandard bei einer repräsentativen Patientenpopulation mit manifester Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium II bis IV) mit und ohne Typ-2-Diabetes untersucht wird.

Quelle: AstraZeneca


Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Jetzt gegen Grippe impfen lassen
© Eisenhans / Fotolia.com

Die vergangene Grippesaison 2016/2017 sorgte in Deutschland für rund sechs Millionen Infektionen. Wer sich diesen Winter vor einer Grippe schützen möchte, sollte sich jetzt impfen lassen. „Der Körper benötigt nach der Grippeimpfung rund zwei Wochen, bis ein ausreichender Virenschutz aufgebaut ist. Wer sich rechtzeitig auf das größte Ansteckungsrisiko vorbereiten will, sollte also jetzt zum Arzt gehen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER. Insbesondere ältere Menschen mit Risiko für einen schweren...

Ängste und Zurückweisung beim Thema AIDS abbauen

Ängste und Zurückweisung beim Thema AIDS abbauen
© psdesign1 / Fotolia.com

Dank moderner Medikamente können die rund 87.000 Menschen in Deutschland mit HIV beziehungsweise AIDS heute fast normal leben. Stattdessen belasten mitunter Ausgrenzung, Zurückweisung und Angst Betroffene heute schwerer als die eigentliche Erkrankung. „Vorurteile und mangelndes Wissen sind oft die Hauptursachen für Ausgrenzung und Zurückweisung von HIV-Positiven. Dem wollen wir unter anderem mit einer Telefon-Hotline entgegenwirken“, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der BARMER.

Was tun bei psychischem Druck durch Diabetes Typ 1

Was tun bei psychischem Druck durch Diabetes Typ 1
© interstid - stock.adobe.com

Zum Alltag von Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 gehören eine regelmäßige Medikamenteneinnahme beziehungsweise Insulingaben, die Kontrolle des Glukosespiegels und eine daran angepasste Ernährungsweise. Die Erkrankung erfordert an 365 Tagen im Jahr Aufmerksamkeit und Disziplin, um eine gute Stoffwechseleinstellung zu erreichen. Viele der mittlerweile mehr als 7 Millionen Betroffenen bewältigen dies erfolgreich und sind dabei genauso leistungsfähig wie Stoffwechselgesunde. Das ist auch modernen Technologien wie Insulinpumpen, Sensormesssystemen und dem...

Medikamentöse Therapie bei Diabetes Typ 2: Bei Bedenken zu Arzneimitteln mit dem behandelnden Arzt sprechen

Medikamentöse Therapie bei Diabetes Typ 2: Bei Bedenken zu Arzneimitteln mit dem behandelnden Arzt sprechen
© Dmitry Lobanov / Fotolia.com

In Deutschland haben von den rund 7 Millionen Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, 95 % einen Typ-2-Diabetes. Während Diabetes Typ 1 immer mit Insulin behandelt werden muss, sind die Therapiemöglichkeiten beim Typ-2-Diabetes breiter gefächert. Neben Lebensstilinterventionen wie Ernährungsumstellung und mehr Bewegung kommen verschiedene orale Antidiabetika zum Einsatz. Manche Betroffene sind zu Beginn einer medikamentösen Therapie wegen etwaiger Nebenwirkungen verunsichert, die zum Beispiel in Beipackzetteln oder Internetforen erwähnt werden.  

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse zu Dapagliflozin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.