Freitag, 10. April 2020
Navigation öffnen

Medizin

29. August 2019 Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse zu Dapagliflozin

Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie DAPA-HF zeigen, dass Dapagliflozin (Forxiga®) im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verringerung des primären kombinierten Endpunkts erreichte. Dieser war definiert als Zeit bis zum ersten Auftreten von kardiovaskulär bedingtem Tod oder Verschlechterung von Herzinsuffizienz (definiert als Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz oder notfallmäßigem Arztkontakt wegen Herzinsuffizienz). Die Studie wurde bei Herzinsuffizienz-Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF; LVEF ≤ 40%) sowohl mit als auch ohne Typ-2-Diabetes, die eine Standardtherapie erhielten, durchgeführt. Das Sicherheitsprofil von Dapagliflozin in der DAPA-HF-Studie entsprach dem etablierten Sicherheitsprofil des Medikaments.
Anzeige:
Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion weiterhin schlechte Prognose

Prof. Dr. Michael Böhm, Direktor der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS), sagt: „Die in der DAPA-HF-Studie beobachteten Vorteile von Dapagliflozin auf den primären kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod oder Verschlechterung von Herzinsuffizienz sind hervorragend. Die Prognose von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion ist noch immer schlecht. Die Dapa-HF-Ergebnisse sind eine besonders gute Nachricht für diese Patienten.“

DAPA-HF-Studie

DAPA-HF ist die erste Studie, die die Behandlung von Herzinsuffizienz mit einem SGLT-2-Inhibitor bei Patienten mit HFrEF (mit und ohne Typ-2-Diabetes) zusätzlich zum Therapiestandard untersucht (dieser umfasst Medikamente wie Angiotensin-konvertierende Enzym-(ACE)-Inhibitoren, Angiotensin-II-Rezeptorblocker (AT1-Blocker), Betablocker, Mineralkortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRAs) und Neprilysin-Inhibitoren).
Die vollständigen Ergebnisse der DAPA-HF-Studie werden zur Präsentation bei einem bevorstehenden medizinischen Fachkongress eingereicht.
Dapagliflozin wird im Rahmen des klinischen Studienprogramms DAPACare auch bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF; LVEF > 50%) in den Studien DELIVER und DETERMINE (HFrEF und HFpEF) untersucht.
DAPA-HF (Dapagliflozin And Prevention of Adverse-outcomes in Heart Failure) ist eine internationale, multizentrische, randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF ≤ 40%), sowohl mit als auch ohne Typ-2-Diabetes. Die Studie wurde aufgesetzt, um den Effekt von Dapagliflozin (10 mg einmal täglich) im Vergleich zu Placebo als Zusatz zum Behandlungsstandard zu untersuchen. Der zusammengesetzte primäre Studienendpunkt ist definiert als Zeit bis zum ersten Auftreten von kardiovaskulär bedingtem Tod, Hospitalisierung aufgrund Herzinsuffizienz oder notfallmäßigem Arztkontakt wegen Herzinsuffizienz.
DAPA-HF ist die erste Studie in der Indikation Herzinsuffizienz mit Endpunkten zur Morbidität und Mortalität, in der ein SGLT-2-Inhibitor als Zusatztherapie zum Behandlungsstandard bei einer repräsentativen Patientenpopulation mit manifester Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium II bis IV) mit und ohne Typ-2-Diabetes untersucht wird.

Quelle: AstraZeneca


Das könnte Sie auch interessieren

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden
© DREIDREIEINS Foto / Fotolia.com

Der Verlust eines geliebten Menschen – ganz gleich ob unvermittelt oder nach einem schweren Leidensweg – reißt Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen weg. Nicht selten wird der Schmerz zur unerträglichen Belastung, die Trauer nimmt überhand und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Leere stellt sich ein, während der Alltag unerträglich wird. Das Online Selbsthilfe Portal Selfapy nimmt sich der Hilflosigkeit Betroffener an und zeigt Wege aus dem Kummer auf. Individuelle Kursangebote und das Erlernen spezieller Bewältigungsmechanismen helfen...

Rezeptfreie Schmerzmittel: Packungsbeilage beachten und Apotheker fragen

Rezeptfreie Schmerzmittel: Packungsbeilage beachten und Apotheker fragen
© Nenov Brothers / Fotolia.com

Rezeptfreie Schmerzmittel sind wirksam und sicher. „Sie sollten jedoch – wie alle anderen Arzneimittel – strikt nach Packungsbeilage eingenommen werden“, sagt Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH). Er reagiert damit auf den Fernsehbeitrag des ARD-Magazins Plusminus vom 13.09.2017, der rezeptfreie Schmerzmittel als gefährlich darstellt.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse zu Dapagliflozin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Boris Johnson hat Intensivstation verlassen – Der britische Premierminister benötigt keine intensivmedizinische Behandlung mehr. Aus der Dowing Street hieß es, er sei „außerordentlich guten Mutes“ (dpa, 10.04.2020).
  • Boris Johnson hat Intensivstation verlassen – Der britische Premierminister benötigt keine intensivmedizinische Behandlung mehr. Aus der Dowing Street hieß es, er sei „außerordentlich guten Mutes“ (dpa, 10.04.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden