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Medizin

13. Juni 2017 Herzrasen: harmlos oder gefährlich?

Herzrasen fühlt sich für Betroffene oft sehr unangenehm, teilweise bedrohlich an, besonders, wenn Schwindel, Atemnot oder Angstgefühle hinzukommen. Solche Anfälle sollten beim Arzt abgeklärt werden, denn es können gefährliche Herzkrankheiten dahinterstecken.
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Plötzlich auftretende Anfälle von Herzrasen mit Herzfrequenzen über 140 Schlägen pro Minute können durch verschiedene Herzerkrankungen verursacht werden. In vielen Fällen wird der beschleunigte Herzschlag durch Vorhofflimmern ausgelöst. Diese häufigste Form von Herzrhythmusstörungen ist zwar nicht akut gefährlich, da die Herzkammern die größte Pumparbeit leisten. Allerdings können sich in den Vorhöfen Blutgerinnsel bilden, die dann in der Folge einen Schlaganfall auslösen können. Allein an Vorhofflimmern leiden in Deutschland ca. 1,8 Millionen Menschen. Doch nicht jedes Herzrasen hat eine ernsthafte Erkrankung als Ursache. Beginnen die Anfälle plötzlich, ohne jeden Anlass und lassen sie sich durch Manöver wie das Trinken eines Glases Wassers beenden, stehen die Chancen gut, dass es sich um gutartiges Herzjagen handelt. Diese Form der Herzrhythmusstörung kann zwar für Betroffene sehr belastend sein, ist aber in den meisten Fällen heilbar.
 
Herzrhythmusstörungen immer ärztlich abklären lassen

Viele Menschen mit Herzrhythmusstörungen reagieren mit großer Unsicherheit darüber, ob diese harmlos oder gefährlich sind und wie sie behandelt werden können. „Ob Herzrhythmusstörungen harmlos, weniger harmlos oder lebensbedrohlich sind, kann nur ein Kardiologe nach ausführlicher Untersuchung des Patienten entscheiden“, sagt der Herzspezialist Prof. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Patienten, die aus dem Nichts heraus Anfälle von Herzrasen erleben, sollten dies ärztlich abklären lassen.“

Tipps:

Mit der Checkliste zu Herzrasen bietet die Herzstiftung Unterstützung bei der Suche nach der Ursache: www.herzstiftung.de/Herzrasen.html
 
Der Ratgeber „Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen heute“ der Herzstiftung informiert Betroffene leicht verständlich über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Herzrhythmusstörungen und über die Ursachen: www.herzstiftung.de/Herzrhythmusstoerungen-Sonderband.html

Quelle: Deutsche Herzstiftung


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