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Medizin

02. Mai 2017 Vermehrte Hitzewallungen deuten auf erhöhtes Herzrisiko hin

Bei Frauen zwischen 40 und 53 Jahren deuten vermehrte Hitzewallungen auf eine vaskuläre Dysfunktion hin, die ihrerseits zu einer Herzerkrankung führen kann. So die Ergebnisse einer aktuellen Studie.
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An der Erhebung nahmen 272 Nichtraucherinnen zwischen 40 und 60 Jahren teil. Laut eigenen Angaben wurde erstmals der Zusammenhang zwischen physiologisch beurteilten Hitzewallungen und der Funktion der Endothelzellen untersucht, die das Innere der Blutgefäße auskleiden. Die Auswirkungen von Hitzewallungen auf die Fähigkeit der Blutgefäße, sich zu erweitern, wurde bisher nur bei jüngeren noch fruchtbaren Frauen im Sample untersucht.

Bei älteren Frauen zwischen 54 und 60 Jahren wurde kein Zusammenhang festgestellt. Das weist darauf hin, dass frühe Hitzewallungen für das Herzrisiko von größter Bedeutung sind. Diese Zusammenhänge traten unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren für das Herz auf. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten bei Frauen als die führende Todesursache.

Immer öfter frühe Schübe

Die Ergebnisse der Studie "Physiologically assessed hot flashes and endothelial function among midlife women" könnten Infos für die Beurteilung eines Herzrisikos bei Patientinnen in der Menopause liefern. 70% der Frauen berichten von Hitzewallungen. Rund ein Drittel beschreibt sie als häufig oder stark. Neuere Studien weisen darauf hin, dass sie oft früher auftreten als bisher angenommen - möglicherweise bereits gegen Ende der reproduktiven Lebensjahre. Auch können sie ein Jahrzehnt oder länger anhalten.

Laut JoAnn Pinkerton, Direktorin der North American Menopause Society, sind Hitzewallungen mehr als nur eine unangenehme Plage. "Es gibt einen Zusammenhang zur Gesundheit von Herz und Kreislauf, den Knochen und dem Gehirn." Die aktuelle Studie weist darauf hin, dass eine Verbindung zwischen festgestellten Hitzewallungen und Herz-Kreislauf-Veränderungen zu Beginn der Umstellungen während der Menopause existiert.

Quelle: pte


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