Freitag, 21. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

18. Januar 2019 Hypoglykämie: Geringe Variabilität in der Glukosesenkung sorgt für niedriges Risiko

Insuline zur Diabetesbehandlung werden immer besser. Doch ein Problem haben sie alle: Sie werden subkutan gespritzt und sind damit erst einmal am falschen Wirkort. Zu viel Insulin in der Peripherie kann ein erhöhtes Hypoglykämierisiko bedingen, da es dort zu einer vermehrten Glukoseaufnahme kommt, betonte Professor Dr. Thomas Forst, Mannheim, anlässlich des Symposiums „Insuline heute und in der Zukunft“ im Rahmen der Diabetes Herbsttagung 2018. Diesem Effekt wirken Analoginsuline entgegen, die besonders schnell absorbiert werden, wie das langwirksame Basalinsulin Insulin degludec.
Anzeige:
Hypoglykämien sind ein häufiger Begleiter der Insulintherapie. Die Pharmakokinetik der verschiedenen Präparate nimmt auf die Häufigkeit von Unterzuckerungen Einfluss.

Ein wichtiger Faktor zur Vermeidung von Hypoglykämien ist eine geringe Variabilität der Nüchtern-Plasmaglukose von Tag zu Tag, erläuterte Dr. Leona Plum-Mörschel, Profil Institut für Stoffwechselforschung, Mainz. Sie präsentierte Daten aus pharmakologischen Studien, die belegen, dass die Variabilität des glukosesenkenden Effekts von Insulin degludec (Tresiba®) im Vergleich mit Insulin glargin 100 E/ml und 300E/ml um etwa das 4-fache geringer ist.

Dass Insulin degludec tatsächlich zu einer verringerten Anzahl von Hypoglykämien führt, demonstrierte Professor Dr. Monika Kellerer, Marienhospital Stuttgart, anhand einer Studie mit Typ-2-Diabetespatienten und mindestens einem Risikofaktor für Hypoglykämien. Unter Insulin degludec traten verglichen mit Insulin glargin 100 E/ml deutlich seltener Unterzuckerungen auf. Während der Erhaltungsphase (Woche 17–32) wurden symptomatische Hypoglykämien insgesamt um 30% reduziert (p < 0,001) und nächtliche symptomatische Hypoglykämien um 42% (p < 0,001), so die Referentin. Schwere Hypoglykämien konnten zwar numerisch vermindert werden. Ein statistisch signifikanter Vorteil ergab sich hingegen nicht. Prof. Kellerer wies darauf hin, dass ähnliche Daten auch für Patienten mit Typ-1-Diabetes vorliegen.

Dr. rer. nat. Judith Besseling

 

Quelle: Symposium „Insuline heute und in der Zukunft“, Diabetes Herbsttagung 2018, 09.11.2018; Veranstalter: Novo Nordisk


Das könnte Sie auch interessieren

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten
© wavebreak3 - stock.adobe.com

Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Im 6. Lebensjahrzehnt weist nahezu jeder Fünfte im Röntgenbild eine Knie- oder Hüftgelenksarthrose auf. Doch nur 20 bis 30 % dieser Patienten haben zu diesem Zeitpunkt bereits Beschwerden. Die kürzlich aktualisierte Leitlinie Hüftarthrose zeigt auf, wann und wie Patienten mit und ohne Symptome behandelt werden sollten und was sie selbst zu einer gelungenen Therapie beitragen können. Auf dem Patiententag des Deutschen Kongresses für Orthopädie und...

Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet

Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet
© Artem Furman / fotolia.com

Eine interaktive und multimediale Aufklärungs-Webseite über Depression ist neu an den Start gegangen. Auf der Seite können Betroffene und Angehörige in eigenen Beiträgen über ihre Erfahrungen mit Depression berichten und der Erkrankung so eine Stimme geben. Die Betroffenen können für die Website schriftliche Erfahrungsberichte oder Audio- und Video-Dateien einreichen.

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hypoglykämie: Geringe Variabilität in der Glukosesenkung sorgt für niedriges Risiko"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.