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Medizin

18. Januar 2019 Hypoglykämie: Geringe Variabilität in der Glukosesenkung sorgt für niedriges Risiko

Insuline zur Diabetesbehandlung werden immer besser. Doch ein Problem haben sie alle: Sie werden subkutan gespritzt und sind damit erst einmal am falschen Wirkort. Zu viel Insulin in der Peripherie kann ein erhöhtes Hypoglykämierisiko bedingen, da es dort zu einer vermehrten Glukoseaufnahme kommt, betonte Professor Dr. Thomas Forst, Mannheim, anlässlich des Symposiums „Insuline heute und in der Zukunft“ im Rahmen der Diabetes Herbsttagung 2018. Diesem Effekt wirken Analoginsuline entgegen, die besonders schnell absorbiert werden, wie das langwirksame Basalinsulin Insulin degludec.
Hypoglykämien sind ein häufiger Begleiter der Insulintherapie. Die Pharmakokinetik der verschiedenen Präparate nimmt auf die Häufigkeit von Unterzuckerungen Einfluss.

Ein wichtiger Faktor zur Vermeidung von Hypoglykämien ist eine geringe Variabilität der Nüchtern-Plasmaglukose von Tag zu Tag, erläuterte Dr. Leona Plum-Mörschel, Profil Institut für Stoffwechselforschung, Mainz. Sie präsentierte Daten aus pharmakologischen Studien, die belegen, dass die Variabilität des glukosesenkenden Effekts von Insulin degludec (Tresiba®) im Vergleich mit Insulin glargin 100 E/ml und 300E/ml um etwa das 4-fache geringer ist.

Dass Insulin degludec tatsächlich zu einer verringerten Anzahl von Hypoglykämien führt, demonstrierte Professor Dr. Monika Kellerer, Marienhospital Stuttgart, anhand einer Studie mit Typ-2-Diabetespatienten und mindestens einem Risikofaktor für Hypoglykämien. Unter Insulin degludec traten verglichen mit Insulin glargin 100 E/ml deutlich seltener Unterzuckerungen auf. Während der Erhaltungsphase (Woche 17–32) wurden symptomatische Hypoglykämien insgesamt um 30% reduziert (p < 0,001) und nächtliche symptomatische Hypoglykämien um 42% (p < 0,001), so die Referentin. Schwere Hypoglykämien konnten zwar numerisch vermindert werden. Ein statistisch signifikanter Vorteil ergab sich hingegen nicht. Prof. Kellerer wies darauf hin, dass ähnliche Daten auch für Patienten mit Typ-1-Diabetes vorliegen.

Dr. rer. nat. Judith Besseling

 

Quelle: Symposium „Insuline heute und in der Zukunft“, Diabetes Herbsttagung 2018, 09.11.2018; Veranstalter: Novo Nordisk


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