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Medizin

25. Juli 2017 IPF: Nintedanib in Neuauflage der deutschen Leitlinie empfohlen

Die deutsche Leitlinie bestätigt für Nintedanib einen positiven, klinisch relevanten Effekt auf den Krankheitsverlauf der idiopathische Lungenfibrose (IPF) (1). Die IPF hat eine schlechtere Prognose als viele Krebserkrankungen (2). Im Durchschnitt beträgt die Lebenserwartung nach der Diagnosestellung nur drei bis vier Jahre (3). Der Verlauf dieser chronischen Erkrankung ist dabei individuell sehr unterschiedlich und reicht von einem über mehrere Jahre stabilen Zustand bis zu einem raschen Verlust der Lungenfunktion in wenigen Monaten. Plötzliche Verschlechterungen, akute Exazerbationen, können den Verlauf dramatisch verschärfen und haben eine erhebliche Auswirkung auf die Prognose (4).
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Fachinformation
Die jetzt aktualisierte deutsche Leitlinie empfiehlt eine antifibrotische Therapie möglichst unmittelbar nach Diagnose zu starten, um das Fortschreiten der IPF möglichst früh zu bremsen und damit die Prognose zu verbessern (1).

Boehringer Ingelheim begrüßt, dass Nintedanib in der aktualisierten deutschen S2k-Leitlinie Idiopathische Lungenfibrose empfohlen wird. Die Leitlinienkommission bestätigt für Nintedanib einen durch Studien belegten positiven und klinisch relevanten Effekt auf den Krankheitsverlauf der IPF, bei einem insgesamt akzeptablen Nebenwirkungsprofil (1). Nintedanib bremste den Krankheitsverlauf erheblich* und reduzierte signifikant das Risiko für plötzlich auftretende, akute IPF-Exazerbationen um 47%** (4,5).

Nintedanib wird in der deutschen IPF-Leitlinie von 2017 erstmals zur Behandlung von IPF-Patienten empfohlen. Um eine differenziertere Betrachtung zu ermöglichen, wurde in der aktuellen Überarbeitung nicht mehr das GRADE-System, sondern die Oxford Evidenzsystematik mit drei Empfehlungsgraden (A, B, C) verwendet (1). Insgesamt wurden so 11 medikamentöse Therapien bewertet; davon erhielt Nintedanib neben einer weiteren antifibrotischen Therapie als einziges Medikament eine positive Empfehlung (1). Die Wirkstoffauswahl soll leitlinienkonform unter Berücksichtigung des Schweregrades, des Nebenwirkungsprofils, der Komorbiditäten und Komedikation sowie des Lebensstils und der persönlichen Präferenz des Patienten erfolgen (Empfehlungsgrad A). Dabei sollen auch mögliche Komplikationen wie z.B. akute Exazerbationen berücksichtigt werden. Eine vom Patienten gut vertragene antifibrotische Therapie soll zeitlich unbegrenzt fortgeführt werden (Empfehlungsgrad A).

Prof. Dr. Antje Prasse, leitende Oberärztin des ILD-Zentrums an der Medizinischen Hochschule Hannover, bestätigt: „Die deutsche Leitlinienkommission spricht sich deutlich für einen frühen Therapiestart ab Diagnosestellung aus, um so den Krankheitsverlauf möglichst früh zu bremsen und damit die Prognose zu verbessern. Vor allem halte ich die Vermeidung lebensbedrohlicher akuter Exazerbationen für zentral. Bereits in der internationalen Leitlinie wurde Nintedanib zur Behandlung von Patienten mit IPF auf Basis einer gemeinsamen Therapieentscheidung von Arzt und Patient empfohlen. Nun stärkt auch die aktualisierte deutsche Leitlinie die Rolle von Nintedanib in der IPF-Behandlung.“ Nintedanib ist in Deutschland seit März 2015 zugelassen und für ein breites Patientenspektrum geeignet. Mit nur 1 Kapsel 2 x täglich bietet Nintedanib eine einfach anzuwendende Dauertherapie für Patienten mit IPF, die leicht in den Alltag integriert werden kann (6). Dies sind insgesamt wichtige Voraussetzungen für eine hohe Therapietreue und den Therapieerfolg mit Nintedanib.

* Nintedanib reduzierte den jährlichen FVC-Verlust in der INPULSIS®-1-Studie um 52,2%,in der INPULSIS®-2-Studie um 45,2%.
** gepoolte Analyse der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie TOMORROW und der beiden Phase-III-Studien Inpulsis 1 und 2

Quelle: Boehringer Ingelheim

Literatur:

(1) Behr J, Günther A, Bonella F, et al. S2k-Leitlinie Idiopathische Lungenfibrose - Update zur medikamentösen Therapie 2017. Online Verfügbar unter: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0043-106160.pdf. Letzter Aufruf: 17. Juli 2017.
(2) Vancheri C, Failla M, Crimi N, et al. Idiopathic pulmonary fibrosis: a disease with similarities and links to cancer biology. Eur Respir J 2010;35(3):496-504.
(3) Behr J, Günther A, Ammenwerth W, et al. S2K-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der idiopathischen Lungenfibrose. Pneumologie 2013;67(02):81-111.
(4) Richeldi L, du Bois RM, Raghu G, et al. Efficacy and safety of nintedanib in idiopathic pulmonary fibrosis. N Engl J Med 2014;370(22):2071-82.
(5) Richeldi L, Cottin V, du Bois RM, et al. Nintedanib in patients with idiopathic pulmonary fibrosis: combined evidence from the TOMORROW and INPULSIS® trials. Respir Med 2016;113:74-9.


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