Donnerstag, 20. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

08. Juni 2012 Immer mehr Profifußballer müssen verletzt zum Chirurgen

Gesichtschirurgen in Deutschland behandeln immer häufiger Fußballspieler. Gerade im Profifußball nehme die Zahl schwerer Gesichtsverletzungen dramatisch zu, teilte die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) mit. Dies sei eine erschreckende Entwicklung.

Anzeige:
Fachinformation

"Die Spiele werden schneller und härter, der Umgang miteinander wird rauer", sagte Kongresspräsident Rainer Schmelzeisen, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Freiburg. Die Mediziner seien stärker gefordert als bisher.

  "In jedem Spiel gibt es zwei verletzte Fußballer", sagte Schmelzeisen. Dies zeige die Statistik. Und die Verletzungen würden immer gravierender. Häufig müssten schwere Kopfverletzungen und komplizierte Brüche behandelt werden. Es käme zu Zusammenstößen mit
anderen Spielen oder zu Schlägen und Tritten durch Gegner. Die Folgen seien zum Beispiel gebrochene Kiefer und Nasen. Konkrete Zahlen nannten die Mediziner jedoch nicht.

  Die Medizin gerate zunehmend unter Druck, weil Profifußballer nicht lange aussetzen könnten, sagte Harald Eufinger, Gesichtschirurg am Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen. Eine längere Behandlung und Rehabilitation sei kaum noch möglich.

  Immer häufiger würden daher Gesichtsmasken verwendet, um Verletzungen zu heilen und Folgeschäden zu vermeiden. Mit solchen Masken sind unter anderem die damals verletzten Nationalspieler Christoph Metzelder, Benedikt Höwedes und Klaas-Jan Huntelaar sowie bereits 1999 der dänische Spieler Ebbe Sand ausgestattet worden. Sie konnten mit ihnen sofort zurück aufs Spielfeld. Eine solche Maske koste 1300 Euro, für das Herstellen und Anpassen seien elf Stunden nötig, sagte Eufinger. Weil der Spieler danach wieder einsetzbar sei, übernehme die Berufsgenossenschaft die Kosten.


Das könnte Sie auch interessieren

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf
© nmann77 / fotolia.com

In einer gemeinsamen Kampagne fordern derzeit Arzneimittelbehörden weltweit Patientinnen und Patienten dazu auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Appell, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Kindern zu melden. Weitere Zielgruppen sind Schwangere sowie stillende Frauen, die eine sichere Anwendung von Arzneimitteln sowie die Meldung möglicher Nebenwirkungen sensibilisiert werden sollen. In Deutschland werden diese Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte...

Depression – verstecken ist kein Ausweg

Depression – verstecken ist kein Ausweg
© www.deinwegraus.de

Unter dem Titel „Depression – verstecken ist kein Ausweg“ macht das Freiburger Bündnis gegen Depression mit einer Kampagne auf sein Anliegen aufmerksam. Prof. Berger, Vorsitzender des Freiburger Bündnisses e.V. gegen Depression betont, dass depressive Störungen, obwohl sie zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland gehören, hinsichtlich ihrer Bedeutung noch immer stark unterschätzt werden. Dabei hat gerade erst eine weltweit durchgeführte Studie der WHO („Global burden of disease“) gezeigt: Depressionen sind eine der...

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen
© Photographee.eu / Fotolia.com

In Deutschland ist jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen. Nach einer neuen DAK-Studie erfüllen 8,4 Prozent der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 bis 25 Jahren die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten „Internet Gaming Disorder Scale“. Bei den Betroffenen verursacht die exzessive Nutzung von Computerspielen massive Probleme. Der Anteil der betroffenen Mädchen und jungen Frauen liegt mit 2,9 Prozent deutlich niedriger. Das zeigt der Report „Game over“...

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko
© BillionPhotos.com / fotolia.com

Gute Nachrichten für alle, die das ganze Jahr über in die Sauna gehen: Wer mehrmals wöchentlich sauniert, kann das Schlaganfallrisiko um bis zu 61 Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommen ForscherInnen der Medizin Uni Innsbruck und der Universität Ostfinnland in einer gemeinsamen Studie, die das Sauna-Verhalten von über 1.600 Männern und Frauen unter die Lupe genommen hat. Das renommierte Fachjournal Neurology berichtet.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Immer mehr Profifußballer müssen verletzt zum Chirurgen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.