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Medizin

08. Juni 2012 Immer mehr Profifußballer müssen verletzt zum Chirurgen

Gesichtschirurgen in Deutschland behandeln immer häufiger Fußballspieler. Gerade im Profifußball nehme die Zahl schwerer Gesichtsverletzungen dramatisch zu, teilte die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) mit. Dies sei eine erschreckende Entwicklung.

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"Die Spiele werden schneller und härter, der Umgang miteinander wird rauer", sagte Kongresspräsident Rainer Schmelzeisen, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Freiburg. Die Mediziner seien stärker gefordert als bisher.

  "In jedem Spiel gibt es zwei verletzte Fußballer", sagte Schmelzeisen. Dies zeige die Statistik. Und die Verletzungen würden immer gravierender. Häufig müssten schwere Kopfverletzungen und komplizierte Brüche behandelt werden. Es käme zu Zusammenstößen mit
anderen Spielen oder zu Schlägen und Tritten durch Gegner. Die Folgen seien zum Beispiel gebrochene Kiefer und Nasen. Konkrete Zahlen nannten die Mediziner jedoch nicht.

  Die Medizin gerate zunehmend unter Druck, weil Profifußballer nicht lange aussetzen könnten, sagte Harald Eufinger, Gesichtschirurg am Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen. Eine längere Behandlung und Rehabilitation sei kaum noch möglich.

  Immer häufiger würden daher Gesichtsmasken verwendet, um Verletzungen zu heilen und Folgeschäden zu vermeiden. Mit solchen Masken sind unter anderem die damals verletzten Nationalspieler Christoph Metzelder, Benedikt Höwedes und Klaas-Jan Huntelaar sowie bereits 1999 der dänische Spieler Ebbe Sand ausgestattet worden. Sie konnten mit ihnen sofort zurück aufs Spielfeld. Eine solche Maske koste 1300 Euro, für das Herstellen und Anpassen seien elf Stunden nötig, sagte Eufinger. Weil der Spieler danach wieder einsetzbar sei, übernehme die Berufsgenossenschaft die Kosten.


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