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Medizin

14. Dezember 2017
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Konsistentes Sicherheitsprofil

Alemtuzumab zeichnet sich durch ein konsistentes Nutzen-Risiko-Profil aus. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen mild bis moderat ausgeprägte infusionsbedingte Reaktionen und leichte bis mittelschwere Infektionen (5), die sich laut Meuth in der Regel gut beherrschen lassen. Die Nebenwirkungsrate nahm in der Verlängerungsphase im Vergleich zu den Kernstudien ab (3,4). Es können sekundäre Autoimmunstörungen wie die idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP), Nephropathien (einschließlich Goodpasture-Syndrom) und Schilddrüsenerkrankungen (Hyper- und Hypothyreose) auftreten, die durch das vorgeschriebene Monitoring-Programm in aller Regel frühzeitig detektiert und behandelt werden können (5).
 
Frauen im gebärfähigen Alter sollten bis einschließlich 4 Monate nach einer Behandlungsphase Verhütungsmaßnahmen durchführen (5). Bei 248 Patientinnen, die in den klinischen Studien Alemtuzumab erhalten haben, ist eine Schwangerschaft eingetreten. Von den 218 abgeschlossenen Schwangerschaften (87,9%) führten 147 zu Lebendgeburten (67,4%) und 48 zu Spontanaborten (22,0%) (17). „Die Rate der Spontanaborte entspricht der Rate in der Allgemeinbevölkerung“, so Meuth. Es wurde keine erhöhte Fehlbildungs- oder Fehlgeburtsrate beobachtet.
 
Alemtuzumab schafft therapeutischen Freiraum für Patienten

„Der Anspruch an eine effektive MS-Therapie ist gestiegen; die Therapieziele sind anspruchsvoller geworden, da heute auch neuropsychologische Domänen, Fatigue, Lebensqualität und kognitive Leistungsfähigkeit in die therapeutischen Überlegungen einbezogen werden“, so Dr. Stefan Ries, Erbach. Angesichts der guten Studienevidenz sollte der Einsatz von Alemtuzumab bei aktiver RRMS rechtzeitig in Erwägung gezogen werden, solange die Neurodegeneration noch nicht zu weit fortgeschritten und die Krankheit noch modulierbar ist.

Quelle: Sanofi Genzyme

Literatur:

(1) Arnold, D. L. et al ECTRIMS 2017, P1189, Paris, France, https://onlinelibrary.ectrims-congress.eu/ectrims/2017/ACTRIMS-ECTRIMS2017/200844/douglas.l.arnold.durable.reduction.in.mri.disease.activity.and.slowing.of.html?f=media=2 (Letzter Zugriff: 17.11.2017)
(2) Pelletier, D. et al ECTRIMS 2017, P741, Paris, France, https://onlinelibrary.ectrims-congress.eu/ectrims/2017/ACTRIMS-ECTRIMS2017/200396/daniel.pelletier.patients.with.active.rrms.experience.durable.reductions.in.html?f=media=2 (Letzter Zugriff: 17.11.2017)
(3) Coles AJ et al. ECTRIMS 2017, Paris, France, P1188, https://onlinelibrary.ectrims-congress.eu/ectrims/2017/ACTRIMS-ECTRIMS2017/200843/alasdair.j.coles.alemtuzumab.durably.improves.clinical.outcomes.in.patients.html?f=media=2*speaker=50 (letzter Zugriff: 08.12.2017)
(4) Singer B.A. et al. ECTRIMS 2017, Paris, France, P736; https://onlinelibrary.ectrims-congress.eu/ectrims/2017/ACTRIMS-ECTRIMS2017/200391/barry.singer.durable.improvements.in.clinical.outcomes.with.alemtuzumab.in.html?f=media=2*speaker=6 (letzter Zugriff: 08.12.2017)
(5) Fachinformation Lemtrada®, Stand Juni 2016
(6) Compston A et al. Lancet 2008; 372: 1502-1517
(7) De Stefano et al. Neurology 2010; 74: 1868-1876
(8) Zivadinov et al. Expert Rev Neurother 2016; 16: 777-793
(9) Hedman AM et al. Human Brain Mapping 2012; 33: 1987-2002
(10) Sanfilipo et al. Neuroimage. 2005; 26(4):1068-1077
(11) Calabrese M et al. Arch Neurol 2009; 66 (9):1144-1150
(12) Janardhan and Bakshi. Arch Neurol. 2000 Oct;57(10):1485-91.
(13) Sormani MP et al. Ann Neurol 2014; 75(1): 43-49
(14) Arroyo Gonzalez R et al. ECTRIMS 2016, London, UK, Poster P768; http://onlinelibrary.ectrims-congress.eu/ectrims/2015/31st/116175/rafael.arroyo.sustained.reduction.in.disability.with.alemtuzumab.%0Bis.associated.html?f=m3s41592 (letzter Zugriff: 08.12.2017)
(15) Giovannoni G. Mult Scler 2016; 22 (11): 1397-1400
(16) Havrdova E et al., CONy 2016, Lisbon, Portugal, Poster; http://www.comtecmed.com/cony/2016/Uploads/Editor/Abstracts/MS/Havrdova%20MS.pdf (letzter Zugriff: 08.12.2017)
(17) Rog, D. et al ECTRIMS 2017, Paris, France, P749; https://onlinelibrary.ectrims-congress.eu/ectrims/2017/ACTRIMS-ECTRIMS2017/200404/david.rog.pregnancy.outcomes.in.patients.with.rrms.treated.with.alemtuzumab.html?f=media=2*speak(letzter Zugriff: 08.12.2017)

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