Montag, 13. Juli 2020
Navigation öffnen

Medizin

06. Juli 2017
Seite 1/3
Infektionen gleichzeitig lokalisieren und behandeln

Multiresistente gramnegative Bakterien sind besonders schwer mit Antibiotika zu bekämpfen. Zudem gibt es Infektionen, deren Diagnose erschwert ist, weil sie im Körper schlecht zugänglich sind. Eine vielversprechende Strategie für deren Detektion und Bekämpfung besteht darin, molekulare Sonden mit theranostischen Eigenschaften einzusetzen: Diese erlauben eine simultane Diagnose und Therapie der Infektion im frühen Stadium.
Anzeige:
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben jetzt spezielle molekulare Modellsonden entwickelt, die das Eisentransportsystem von Bakterien nutzen, um antibakterielle Wirkstoffe in eine Bakterienzelle zu schleusen. Gleichzeitig können die „molekularen Trojaner“ Fluoreszenz-Markierungen tragen und so Infektionen in kleineren Tieren sicht- und behandelbar machen. In zukünftigen Studien sollen die antibakteriellen Eigenschaften der molekularen Sonden noch verbessert und ihre Anwendbarkeit zur molekularen Bildgebung von Infektionen in größeren Tieren bis zum Menschen weiterentwickelt werden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der internationalen Ausgabe des Fachjournals Angewandte Chemie.

Einige pathogene Bakterien verursachen Infektionen, die eine ernsthafte gesundheitliche Bedrohung darstellen. Dieses Infektionsrisiko wird in Zukunft sogar noch ansteigen aufgrund der ständig zunehmenden internationalen Mobilität. Auch moderne medizinische Behandlungen, die die biologischen Körperbarrieren durchdringen und das Immunsystem schwächen, stellen ein ernstzunehmendes Problem dar. Anlass zur Sorge gibt dabei außerdem, dass der Anteil multiresistenter Krankheitserreger steigt, während die Anzahl zugelassener neuer Antibiotika rückläufig ist.

Besonders schwer sind multiresistente gramnegative Bakterien zu bekämpfen, zu denen auch Escherichia coli oder Pseudomonas aeruginosa gehören. Sie besitzen 2 Zellmembranen, die es einem potenziellen Wirkstoff erschweren, zum Zielort durchzudringen und seine Wirkung zu erzielen. Dadurch sind die Anforderungen an mögliche Wirkstoffe wesentlich komplexer als bei den grampositiven Bakterien, die nur eine Zellmembran besitzen.

 
Vorherige Seite

Anzeige:
Basistext

Das könnte Sie auch interessieren

Grippewelle beginnt: DAK-Gesundheit schaltet Hotline

Grippewelle beginnt: DAK-Gesundheit schaltet Hotline
© Photographee.eu / Fotolia.com

Die Grippesaison hat begonnen: Laut aktueller Daten des Robert Koch-Instituts gibt es bereits einen leichten bundesweiten Anstieg von Erkrankungen. Bisher wurden 1.122 Fälle labordiagnostisch bestätigt und gemeldet(1) – die Zahl der tatsächlich Betroffenen ist deutlich höher. Influenza ist eine ernste Krankheit: Bei alten und chronisch kranken Menschen kann sie zum Tod führen. Deshalb bietet die DAK-Gesundheit eine Telefon-Hotline rund um die Grippe. Wie kann man vorbeugen? Für wen ist die Impfung sinnvoll? Welche Risiken gibt es? Wie unterscheidet sich...

Pflege: „24-Stunden-Betreuung“ nicht wörtlich verstehen

Pflege: „24-Stunden-Betreuung“ nicht wörtlich verstehen
© Halfpoint - stock.adobe.com

Auch wenn es so klingt: Bei Angeboten einer „24-Stunden-Betreuung“ zu Hause kann die Pflegekraft nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Es gilt das Arbeitszeitgesetz, erklärt die Verbraucherzentrale Berlin. Somit sei ein Arbeitstag in der Regel nach maximal 10 Stunden zuzüglich Pause vorbei, auch wenn die Pflegekraft mit im Haus wohnt. Wer tatsächlich auf 24 Stunden Betreuung Wert legt, muss für die Ruhe- und Pausenzeiten der Pflegekraft genügend Ersatz einplanen.

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung
© Konstantin Yuganov / fotolia.com

Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker (Foto), Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Infektionen gleichzeitig lokalisieren und behandeln"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Nächtliche Ausgangssperre in Südafrika – Außerdem Maskenpflicht und Alkoholverbot (dpa, 12.07.2020).
  • Nächtliche Ausgangssperre in Südafrika – Außerdem Maskenpflicht und Alkoholverbot (dpa, 12.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden