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Medizin

31. August 2017
Seite 2/2

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Mit mehr als 10.000 Patienten, die seit 6 Jahren an der Studie teilnehmen, ist CANTOS eine der größten und am längsten laufenden Studien in der Geschichte der Firma Novartis. Als weiterer positiver Effekt wurde in der CANTOS-Studie ein Rückgang der Anzahl von Patienten beobachtet, bei denen aufgrund der Verschlimmerung von Schmerzen im Brustbereich (instabile Angina pectoris) eine ungeplante Revaskularisierung erforderlich wurde; dies war ein Bestandteil des aus 4 Punkten bestehenden sekundären Endpunktes „MACE+“. In dem Studienarm mit 150 mg ACZ885 wurden folgende Ergebnisse gezeigt:
  • ein 17-%iger Rückgang des relativen Risikos beim sekundären Endpunkt bestehend aus nicht-tödlichem Myokardinfarkt, nicht-tödlichem Schlaganfall, kardiovaskulärem Tod und Hospitalisierung wegen instabiler Angina pectoris, die eine ungeplante Revaskularisierung erforderlich machte (p <0,005);
  • ein 36-%iger Rückgang des relativen Risikos einer Hospitalisierung aufgrund instabiler Angina pectoris, die eine ungeplante Revaskularisierung erforderlich machte (dies war ein Bestandteil dieses sekundären Endpunkts, p <0,021);
  • ein 32-%iger Rückgang des relativen Risikos einer koronaren Revaskularisierung beliebiger Ursache (p <0,001); dies war ein explorativer Endpunkt.

In der Studie wurde als sekundärer Endpunkt auch die Zeit bis zur Mortalität jeglicher Ursache untersucht, wobei die 150 mg-Dosis ACZ885 einen Rückgang um 8% erzielte, der jedoch statistisch nicht signifikant war. Ein weiterer sekundärer Endpunkt – neu auftretender Diabetes mellitus – war neutral. Die Analyse einer Subgruppe, bei der 3 Monate nach der ersten Injektion der hsCRP unter dem Median von 1,8 mg/l lag (Responderanalyse), zeigte im primären MACE-Endpunkt eine relative Risikoreduktion von 27%.

Die Gesamtraten der unerwünschten Ereignisse (UE), schweren unerwünschten Ereignisse und Therapieabbrüche infolge von UE waren in allen ACZ885-Dosierungen mit denen von Placebo vergleichbar. Bei einem durchschnittlichen Follow-up von 3,7 Jahren wurden schwere Infektionen bei 11,3% vs. 10,2% beobachtet; Malignitäten wurden bei 6,4% vs. 7,1% der Teilnehmer verzeichnet (150 mg ACZ885 vs. Placebo). Bei der 300 mg-Dosierung zeigten sich schwere Infektionen bei 11,7% vs. 10,2% der Teilnehmer; Malignitäten bei 6,7% vs. 7,1% (300 mg ACZ885 vs. Placebo). Tödlich verlaufende Infektionen traten bei ca. einem von 1.000 Patienten der Placebo-Gruppe auf. Wenngleich mit ebenfalls geringer Fallzahl, war dieses Ereignis in der kombinierten ACZ885-Gruppe häufiger zu beobachten. Jedoch verringerte sich die Zahl krebsbedingter Todesfälle in der ACZ885-Gruppe um die Hälfte, so dass ein nicht- signifikanter Rückgang der Mortalität jeglicher Ursache ermittelt wurde (1-3).

Quelle: Novartis

Literatur:

(1) Ridker, PM, et al. Anti-inflammatory Therapy with Canakinumab for Atherosclerotic Disease. The New England Journal of Medicine.2017; DOI: 10.156/NEJMmoa: 1707914.
(2) Ridker, PM, et al. The Canakinumab Anti-Inflammatory Thrombosis Outcomes Study. Abstract #2127. 2017 European Society of Cardiology (ESC), August 27, 2017, Barcelona, Spain.
(3) Ridker, PM, et al. Effect of interleukin-1β inhibition with canakinumab on incident lung cancer in patients with atherosclerosis: exploratory results from a randomised, double-blind placebo-controlled trial. The Lancet. 2017; S0140-6736(17)32247-X.

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