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Medizin

12. Juni 2017
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Insulin glargin 300 E/ml halbiert das Hypoglykämie-Risiko

Eine neue, unter Alltagsbedingungen durchgeführte Beobachtungsstudie zeigt ein signifikant geringeres Risiko für dokumentierte Hypoglykämien nach Umstellung auf Insulin glargin 300 E/ml (Toujeo®) im Vergleich zur Umstellung auf andere Basalinsuline, darunter Insulin glargin 100 E/ml, Insulin detemir und Insulin degludec, in einer vulnerablen Bevölkerungsgruppe von älteren Erwachsenen (Alter ≥ 65 Jahre) mit Typ-2-Diabetes – bei vergleichbarer Blutzuckerkontrolle.
Die Ergebnisse der retrospektiven Beobachtungsstudie DELIVER 3, die zwei Kohorten verglich, wurde bei der 77. Wissenschaftlichen Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) in San Diego, Kalifornien, USA, vorgestellt.
 
In der Studie DELIVER 3 (1) war es für Patienten, die auf Toujeo® umgestellt wurden, im sechsmonatigen Follow-up um 57% weniger wahrscheinlich eine Hypoglykämie zu erfahren (Odds-Ratio 0,432; 95%-Konfidenzintervall 0,307 bis 0,607; p<0,0001) als für jene Patienten, die auf ein anderes Basalinsulin umgestellt wurden – bei vergleichbarer glykämischer Kontrolle (Unterschied nach Methode der kleinsten Fehlerquadrate -0,09%, p=0,24).
 
„Ältere Patienten mit Typ-2-Diabetes werden unverhältnismäßig von Hypoglykämien und ihren Konsequenzen belastet“, sagte Dr. Jeremy Pettus, San Diego, USA. „Unter Alltagsbedingungen gewonnene Daten wie DELIVER 3 können beim klinischen Entscheidungsprozess dazu beitragen, dass Ärzte Patienten dieser vulnerablen Bevölkerungsgruppe eine bessere Empfehlung geben.“
 
Diese Ergebnisse sind weitgehend konsistent mit der Evidenz für Insulin glargin 300 E/ml aus DELIVER 2, einer retrospektiven Beobachtungsstudie, die zwei gematchte Kohorten mit 1.827 (n=3.654) Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes einschloss, die ein Basalinsulin nutzen und entweder auf Insulin glargin 300 E/ml oder ein anderes Basalinsulin umgestellt wurden. DELIVER 2 zeigte nach sechs Monaten 33% weniger hypoglykämische Ereignisse in einer breiteren Population Erwachsener mit Typ-2-Diabetes. Das geringere Hypoglykämierisiko trug zu geschätzten Einsparungen an den gesamten Gesundheitskosten von bis zu etwa 2.000 US-Dollar pro Patientenjahr bei (2).
 
„Die Ergebnisse von DELIVER 2 und 3 zeigen den Vorteil von Insulin glargin 300 E/ml im klinischen Alltag im Vergleich zu anderen Basalinsulinen und wie sich dies in Einsparungen bei den Gesamtkosten übersetzt. Ergänzend zu diesen Beobachtungsstudien unter Alltagsbedingungen führt Sanofi außerdem ein einzigartiges Programm von drei randomisierten prospektiven offenen klinischen Studien im Real-life-Setting mit Insulin glargin 300 E/ml durch“, sagte Riccardo Perfetti, Leiter des Globalen Diabetes Medical Teams von Sanofi. „Die Methodik dieser Studien könnte auch dazu führen, dass die Vorteile von Insulin glargin 300 E/ml im Vergleich zu anderen Basalinsulinen deutlicher werden. Außerdem könnten die Ergebnisse relevant für die künftige klinische Praxis sowie die Evaluation von Gesamtkosten sein.“
 
Diese randomisierten, prospektiven Real-life-Studien, genannt ACHIEVE CONTROL, REACH CONTROL und REGAIN CONTROL, schließen mehr als 4.500 Menschen mit Typ-2-Diabetes in den USA und Europa ein, die mit einer Basalinsulin-Therapie beginnen oder von einem anderen Basalinsulin umgestellt werden. Als Ergänzung der klinischen Parameter werden die Studien auch Patienten-Feedback zur Behandlungszufriedenheit und ihren Erfahrungen mit Hypoglykämien samt Inanspruchnahme von medizinischen Einrichtungen erheben. Erste Ergebnisse werden im Verlauf von 2017 erwartet.
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