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Medizin

02. Oktober 2019 Insulintherapie im Wandel

Die Insulintherapie ist aktuell von zahlreichen Neuentwicklungen geprägt, die zu einer einfacheren Krankheitsbewältigung bei Menschen mit Diabetes beitragen können. Mit umfangreichen Forschungsvorhaben nimmt Lilly seit nunmehr fast 100 Jahren eine Vorreiterrolle bei der Optimierung der Insulintherapie ein.
Heute scheint es fast unglaublich, dass Menschen bis zum Beginn der 1920er Jahre an Diabetes sterben mussten. Einzige Therapieoption war damals eine strenge, kalorienarme Diät, die das Leben der Betroffenen meist nur um wenige Monate verlängerte. Dies änderte sich erst 1923, als Lilly in Zusammenarbeit mit den kanadischen Entdeckern des Hormons das erste Insulinpräparat auf den Markt brachte. Ausgangsmaterial für den Wirkstoff waren damals und noch Jahrzehnte später die Bauchspeicheldrüsen von Rindern und Schweinen aus Schlachthöfen. Auch dies gehört der Vergangenheit an, seit Lilly 1982 als Weltpremiere das erste gentechnisch hergestellte Humaninsulin mit seiner verbesserten Verträglichkeit präsentierte.

Humalog: Bessere Anpassung an individuelle Bedürfnisse

1996 war Lilly zudem das erste Unternehmen, das mit Insulin lispro (Humalog®100) das erste schnellwirksame Insulinanalogon für Menschen mit Diabetes zur Verfügung stellte. Es kann postprandiale Blutzuckerspiegel schneller senken als das körpereigene Insulin, was Patienten eine höhere Flexibilität ermöglichen kann (1). Um diese Therapie für Patienten, die täglich mehr als 20 Einheiten Insulin benötigen, noch komfortabler und verträglicher zu machen, führte Lilly 2015 Humalog® 200 im KwikPen ein. Mit dem einfach anwendbaren vorgefüllten Fertigpen können Patienten ihre gewohnte Dosis Insulin lispro in einem halbierten Injektionsvolumen verabreichen (2). Hierdurch erfordert die Injektion weniger Kraft (3), ein Dosis-Splitting ist meist nicht mehr nötig, es gibt dadurch weniger Einstichstellen und Schmerzen bei der Injektion können abnehmen (4). Zudem wird die Verteilung im Gewebe gleichmäßiger, was die Absorption verbessert (5). Da der Pen mehr Einheiten enthält und so länger vorhält, sind zudem weniger Penwechsel nötig.

Dadurch müssen die Patienten weniger Zuzahlung pro Einheit leisten und es entfällt ein Teil der Praxisbesuche. Ergänzt wird das Humalog-Portfolio seit 2018 durch den Humalog® Junior KwikPen, den ersten Pen mit Halbschrittautomatik, der eine besonders präzise Dosierung des prandialen Insulins erlaubt (6). Hiervon können vor allem Kinder und Jugendliche, schwangere Frauen und sehr schlanke Menschen profitieren.

Forschung wird weitere Verbesserungen bringen

„Die Therapie des Diabetes hat in den letzten 25 Jahren enorme Fortschritte gemacht. Angesichts der weltweit steigenden Patientenzahlen besteht aber Bedarf an weiteren Innovationen, um die Insulin-Therapie für die Patienten noch einfacher und besser zu machen“, so Dr. Dorothee Mechau, Lilly. „Hierzu werden z.B. auch Insuline zählen, die den natürlichen Verlauf der Freisetzung von körpereigenem Insulin noch besser nachahmen können und so eine bessere Blutzuckerkontrolle ermöglichen. Auch die Weiterentwicklung von intelligenten Closed-Loop-Systemen und andere Innovationen werden hierzu beitragen, wobei Lilly weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen möchte.“

Quelle: Lilly

Literatur:

(1) Humalog® Fachinformation. Stand Mai 2018.
(2) Humalog® 200 Einheiten/ml KwikPen Fachinformation. Stand Mai 2018.
(3) Rees TM et al. J Diabetes Sci Technol 2015; 9: 316-319.
(4) Heise T et al. Diab Obes Metab 2014: 971-976.
(5) Leuenberger J et al. J Diab Sci Technol 2013; 7: 227-237.
(6) Humalog® Junior KwikPen Gebrauchsinformation. Stand Oktober 2017 .


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