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Medizin

20. Februar 2020 Intergeschlechtlichkeit: Politisch geförderte Informationsplattform geht online

Informationen rund um das Thema Intergeschlechtlichkeit bietet ein Infoportal, das im Februar 2020 online gegangen ist. Das Portal, an dessen Entwicklung das Team des Lehrstuhls Gender Studies der Ruhr-Universität Bochum (RUB) beteiligt war, richtet sich an intergeschlechtliche Menschen, Eltern und Angehörige, deren Freundeskreis, pädagogisches und medizinisches Personal sowie an Medienschaffende und Interessierte. Es wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.
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Fachinformation
Fehlen gesellschaftlichen Wissens

„Aufgrund unserer Forschung, zum Beispiel der Studie „Intersexualität in NRW – Eine qualitative Untersuchung der Gesundheitsversorgung von zwischengeschlechtlichen Kindern in Nordrhein-Westfalen“ – wurde deutlich, dass es an gesellschaftlichem Wissen rund um das Thema Intergeschlechtlichkeit fehlt“, sagt Prof. Dr. Katja Sabisch, Inhaberin des Lehrstuhls Gender Studies der RUB. „Uns war es daher ein Anliegen, eine Plattform zu schaffen, die verlässliche Informationen für viele Menschen bereitstellt und dabei wertschätzend und nicht pathologisierend informiert.“

Rechte, Beratung, Aktivismus

Das Portal (https://inter-nrw.de/) bietet zum Beispiel Informationen zu Beratung und Aktivismus, zu Menschenrechten, zu rechtlichen Regelungen in Bezug auf Kinderrechte, Rechten gegenüber den Krankenkassen oder dem Personenstandsrecht. Es bietet auch eine Sammlung an weiterführenden Links, Hinweise auf Kinderbücher, Arbeitsmaterial und einführende Texte in das Thema. „Ein wichtiger Teil ist auch die Sichtbarmachung von intergeschlechtlichen Menschen“, so Projektmitarbeiterin Anike Krämer. „Daher versammeln wir auf dem Infoportal auch Videos, Blogs oder Texte von intergeschlechtlichen Menschen.“ Die Seite ist auf Deutsch, Englisch und Türkisch und in Teilen in leichter Sprache abrufbar.

Konzeption und Ausrichtung des Portals beruhen auf der Expertise von Beschäftigten aus Beratung, Recht, Medizin, Pädagogik und Bildung. Es ist in Deutschland die erste politisch geförderte Plattform, die nur zum Thema Intergeschlechtlichkeit informiert und außerdem so viele Themenbereiche abbildet.

Quelle: Ruhr-Universität Bochum


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