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Medizin

14. November 2018 Ixekizumab: Starke und langanhaltende Wirksamkeit bei Psoriasis-Arthritis bestätigt

Der zielgerichtete Interleukin(IL)-17A-Inhibitor Ixekizumab hat bereits in klinischen Studien sowie in der Praxis seine starke und umfassende Wirksamkeit bei der Psoriasis-Arthritis (1) unter Beweis gestellt.i Aktuelle, beim Kongress des American College of Rheumatology (ACR) in Chicago vorgestellte Daten bestätigen dies – sowohl bei Biologika-naiven Patienten als auch nach Versagen von ein oder 2 TNF-α-Inhibitoren. So zeigten sich neben einer starken, schnellen und andauernden Wirksamkeit auf die PsA-Symptomeii,iii,iv unter anderem bis zu 3 Jahre langanhaltende Verbesserungen von weiteren patientenrelevanten Parametern wie Lebensqualität, Fatigue und Arbeitsproduktivität.v,vi Darüber hinaus zeigte sich unter Ixekizumab auch nach 3 Jahren eine Hemmung der radiologischen Progression struktureller Gelenkschäden.vii
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„Bei der PsA als heterogener Erkrankung ist es wichtig, alle Krankheitsmanifestationen im Blick zu haben“, betonte Prof. Dr. Georg Schett, Erlangen. „So sollten Symptome über die Gelenke hinaus, wie von Plaque-Psoriasis betroffene Stellen an Haut und Nägeln, ebenfalls behandelt und weitere patientenrelevante Parameter verbessert werden.“

Umfassend stark wirksam

In Chicago wurden Daten über 2 Jahre Therapie bei Patienten nach Versagen von TNF-α-Inhibitoren (SPIRIT-P2) präsentiert, die für Ixekizumab (Taltz®) die starke und umfangreiche Wirksamkeit aus bisherigen Auswertungen bestätigen – bei guter Verträglichkeit (2).  So verbesserten sich sowohl Gelenkbeschwerden als auch psoriatische Läsionen der Haut (2). Nach 108 Wochen erreichten 60% der Patienten ein ACR20-Ansprechen, 33% eine minimale Krankheitsaktivität (MDA) und 65% ein PASI 75-Ansprechen. Bei den häufig auftretenden Manifestationen Enthesitis und Daktylitis erzielten 46% (LEI=0) und 63% (LDI-B=0) eine Remission nach 2 Jahren (2).

Aktuelle Auswertungen aus SPIRIT-P1 und SPIRIT-P2 nach 24 Wochen belegen die umfassend starke Wirkung des IL-17A-Inhibitors: So war die Wirksamkeit konsistent für die sehr häufigen phänotypischen Ausprägungen der PsA wie Polyarthritis, Enthesitis und Daktylitis, und das unabhängig von einer vorherigen Behandlung mit biologischen krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (bDMARD) (3).

Starke, schnelle und anhaltende Verbesserung des DAPSA

Bei der Behandlung der PsA spielt es zudem eine wichtige Rolle, Krankheitsaktivität und Schmerzen zu reduzieren.viii,ix Aktuelle Daten bestätigen für Ixekizumab hier ebenfalls einen günstigen Effekt, gemessen mittels des DAPSA3, über bis zu 52 Wochen (4). Der DAPSA verbesserte sich bereits ab der 1.Woche signifikant. In der Studie SPIRIT-P1 wurde der IL-17A-Inhibitor bei Biologika-naiven Patienten mit Placebo verglichen. In einem aktiven Kontrollarm erhielt eine der Patientengruppen Adalimumab bis zur 24.Woche (4). Unter Ixekizumab lag die Verbesserung nach 24 Wochen bei -25,7 Punkten (Adalimumab: 22,6). Bei Patienten nach Versagen von TNF-α-Inhibitoren (SPIRIT-P2) waren es -30,6 Punkte. Nach 52 Wochen wurden Verbesserungen von -31,0 (SPIRIT-P1) und -31,7 Punkten (SPIRIT-P2) beobachtet (5,4).

Hemmung der radiologischen Progression über 3 Jahre

Auch die Hemmung der radiologischen Progression struktureller Gelenkschäden ist ein relevanter Aspekt in der PsA-Therapie.x In Chicago vorgestellte Daten bescheinigen dem IL-17A-Inhibitor eine anhaltende Wirkung über 3 Jahre (SPIRIT-P1): Auch nach 156 Wochen zeigte sich bei der Mehrheit der Patienten keine radiologische Progression (definiert als mTSS ≤ 0,5) (7).

Langanhaltende Verbesserung patientenrelevanter Parameter

Durch seine zielgerichtete und umfassende Wirkung kann Ixekizumab weitere wichtige patientenrelevante Parameter der PsA positiv beeinflussen. Nach 3 (SPIRIT-P1) bzw. 2 Jahren (SPIRIT-P2) Behandlung erreichten Patienten deutliche Verbesserungen in den untersuchten Parametern wie gesundheitsbezogene Lebensqualität, körperliche und psychische Gesundheit, Fatigue und Arbeitsproduktivität (5,6). Darüber hinaus verbesserte sich auch die körperliche Funktion, gemessen mittels des HAQ-DI, um 0,37 (SPIRIT-P1) bzw. um -0,39 Punkte (SPIRIT-P2) (2,5). Der Anteil der Patienten mit einer klinisch relevanten und damit für die Patienten deutlich spürbaren Verbesserung (6) blieb über 3 Jahre erhalten (5).
 
Tabelle: mBOCF=modified Baseline Observation Carried Forward
  3 Jahre (5)
SPIRIT-P1
Biologika-naive
Patienten
(mBOCF)
2 Jahre (6)
SPIRIT-P2
nach TNF-α-
Therapieversagen
(mBOCF)
patientenrelevante Parameter
gesundheitsbezogene
Lebensqualität (EQ-5D VASVI)
12,0 12,2
körperliche Gesundheit (SF-36VII) 7,9 6,8
psychische Gesundheit (SF-36VIII) 3,5 3,7
Fatigue (NRSX) -2,0 -1,8
Arbeitsproduktivität (WPAIX)
Absentismus -4,8 -0,13
Beeinträchtigung der Aktivität -21,3 -23,6
Präsentismus -18,0 -21,1
Verlust der Arbeitsproduktivität -17,5 -20,5
                                                                                                                         

Höchste Lebensqualität bei Erreichen von ACR70 und PASI 100

Eine wirksame Therapie kann patientenrelevante Parameter verbessern und die Patienten dabei unterstützen, wieder ein normaleres Leben mit ihrer Erkrankung zu führen.xi Dass sowohl die Verbesserung von Gelenkbeschwerden als auch von psoriatischen Läsionen der Haut von entscheidender Bedeutung für den Therapieerfolg ist, bestätigt eine aktuelle Auswertung der Studien SPIRIT-P1 und -P2 nach 24 Wochen: Die höchste Lebensqualität wurde erreicht, wenn sich Gelenk- und Hautsymptome stark verbesserten (11). „Die größten Zugewinne an Lebensqualität wurden bei einem ACR70-Ansprechen und einer PASI 100-Reduktion erreicht. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, die verschiedenen Manifestationen der PsA bei der Behandlung im Blick zu haben und eine Therapie auszuwählen, die umfassend wirkt“, betonte Schett. Eine vollständig erscheinungsfreie Haut (PASI 100) führte dabei zur größten Verbesserung von hautbezogener Lebensqualität, psychischen Aspekten sowie der allgemeinen gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Patienten mit einem ACR50- sowie ACR70-Ansprechen erreichten die größte Verbesserung von körperlicher Gesundheit sowie allgemeiner Lebensqualität (11).

Gelenkbeschwerden und Hautsymptome werden merklich gelindert

Ixekizumab bietet sowohl eine starke Wirksamkeit auf Gelenkbeschwerden als auch auf Hautsymptome: In der Studie SPIRIT-P1 bei Patienten mit aktiver PsA erreichten nach 3 Jahren 69% ein ACR20-Ansprechen, 51% ein ACR50-Ansprechen sowie 33% ein ACR70-Ansprechen (mNRI11).xii Darüber hinaus zeigt Ixekizumab auch eine überzeugende Wirkung bei Enthesitis, Daktylitis sowie Nagel-Psoriasis (12).xiii In der Studie UNCOVER-3 zur mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis erzielten nach 4 Jahren knapp 53% der Patienten eine vollständig erscheinungsfreie Haut (PASI 100), rund 73% erreichten eine nahezu vollständig erscheinungsfreie Haut (PASI 90) (12).xiv

Schett schlussfolgerte: „Mit Ixekizumab steht eine Therapieoption zur Verfügung, die umfassend bei allen relevanten Facetten der PsA wirksam ist. Bisherige Studien konnten bereits zeigen, dass der IL-17A-Inhibitor sowohl Gelenkbeschwerden als auch psoriatische Hautläsionen sowie Enthesitis und Daktylitis langanhaltend verbessern kann. Die in Chicago vorgestellten Daten bestätigen dies und belegen die andauernde Wirkung nun auch für patientenrelevante Parameter – bei Biologika-naiven Patienten sowie nach Versagen von ein oder 2 TNF-α-Inhibitoren.“

i Taltz® Fachinformation. Stand Mai 2018.
ii Orbai AM et al [Poster]. ACR/ARHP, Chicago, 19.-24. Oktober 2018; Poster 2559.
iii Behrens F et al [Poster]. ACR/ARHP, Chicago, 19.-24. Oktober 2018; Poster 684.
iv Sunkureddi P et al [Poster]. ACR/ARHP, Chicago, 19.-24. Oktober 2018; Poster 2555.
v Fleischmann R et al [Poster]. ACR/ARHP, Chicago, 19.-24. Oktober 2018; Poster 1659.
vi Turkiewicz A et al [Poster]. ACR/ARHP, Chicago, 19.-24. Oktober 2018; Poster 2577.
vii van der Heijde D et al [Poster]. ACR/ARHP, Chicago, 19.-24. Oktober 2018; Poster 662.
viii Gudu T, Gossec L. Expert Rev Clin Immunol 2018; 14 (5): 405-417.
ix Gossec L et al. J Rheumatol 2018; 45(1): 6-13.
x Wassenberg S. Clin Exp Rheumatol 2015; 33(5 Suppl 93): 55-59.
xi Smolen JS et al [Poster]. ACR/ARHP, Chicago, 19.-24. Oktober 2018; Poster 1610.
xii Chandran V et al [Poster]. EULAR, 13.-16. Juni 2018, Amsterdam; Poster THU0333.
xiii Wasel N et al [Abstract]. EADV, Paris, 12.-16. September 2018; #658.
xiv Lilly data on file aus der UNCOVER-3-Studie.

Quelle: Lilly

Literatur:

(1) Ixekizumab, allein oder in Kombination mit Methotrexat, ist angezeigt für die Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die unzureichend auf eine oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD) angesprochen oder diese nicht vertragen haben.
(2) Dosierung bei aktiver Psoriasis-Arthritis mit leichter oder ohne Plaque-Psoriasis: Initialdosis 2x 80 mg, danach eine Injektion (80 mg) alle 4 Wochen.
(3) DAPSA = Disease Activity in PSoriatic Arthritis.
(4) 40 mg Adalimumab alle 2 Wochen; keine direkte Vergleichsstudie; Adalimumab war ein aktiver Kontrollarm; die Studie war nicht darauf ausgelegt, die Nicht-Unterlegenheit oder Überlegenheit von Ixekizumab gegenüber Adalimumab zu untersuchen.
(5) Der Baseline-DAPSA betrug 44,7 in SPIRIT-P1 und 50,4 in SPIRIT-P2.
(6) Minimal Clinically Important Difference (MCID); definiert als eine Verbesserung um ≥ 0,35 Punkte.
(7) EQ-5D VAS = EuroQol Group-5 Dimensions Visual Analog Scale; Fragebogen zur Erhebung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (0-100 Punkte).
(8) SF-36 = Short Form 36; Fragebogen zur Erhebung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (0-100 Punkte).
(9) NRS = Numeric Rating Scale (0-10 Punkte).
(10) WPAI = Work Productivity and Activity Impairment Score (0-100).
(11) modified Non-Responder Imputation; statistische Auswertungsmethode: Fehlende Daten aufgrund von mangelnder Wirksamkeit oder unerwünschten Ereignissen wurden per NRI eingerechnet. Fehlende Daten aus anderen Gründen wurden per Multipler Imputation (MI) eingerechnet: Hierbei wurden fehlende Werte mehrfach nach dem Zufallsprinzip generiert. Der verwendete Wert ist eine Schätzung aus der Vielzahl der generierten Einzelwerte.
(12) MI = Multiple Imputation.


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