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Medizin

13. April 2012 Knochenabbau: "Weltraum-Mäuse" testen Therapie

Eine Gruppe von Mäusen ist nach der längsten je mit Tieren durchgeführten Weltraummission wieder zur Erde zurückgekehrt. Die Versuchstiere waren 91 Tage schwerelos. Ziel war es eine Möglichkeit zu testen, die den Knochenabbau verhindern soll. Verschiedene Arten von Knochenzellen produzieren neue Knochenmasse oder bauen sie ab.
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Bei Knochen, die Gewicht tragen, werden die abbauenden Zellen laut Sara Tavella von der Universita degli Studi di Genova aktiver, wenn keine Kraft auf den Knochen wirkt. Das ist bei Schwerelosigkeit der Fall. "Astronauten verlieren zwischen 20 und 30 Prozent ihrer Knochenmasse", verdeutlicht die Expertin. Astronauten betreiben daher Sport und nehmen Kalziumpräparate ein.

Laut Tavella ist es jedoch sehr schwer, den Knochen wieder in den Originalzustand zurückzubringen. Um andere Möglichkeiten zu untersuchen, schickten die Wissenschaftler sechs Mäuse zur Internationalen Raumstation ISS. Drei der Tiere waren gentechnisch so verändert, dass sie mehr Pleiotrophin (PTN) produzierten, ein Protein, das bei der Entwicklung von Knochen eine Rolle spielt.

Protein PTN entscheidend

Die Mäuse, die über zusätzliches PTN verfügten, waren vor dem Knochenabbau geschützt. Sie verloren nur drei Prozent des Volumens ihrer Wirbelsäule, berichtet NewScientist. Bei den anderen Tieren lag der Knochenabbau bei 41,5 Prozent. Details der Studie wurden im Fachmagazin PLoS One http://plosone.org veröffentlicht. Diese Proteinbehandlung muss nun auch für Astronauten näher untersucht werden. (pte)

Quelle:


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