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Medizin

27. Juni 2017
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Kunst gegen Vergnügungssucht?

Laut einer Veröffentlichung der City, University of London, könnten künstlerische Aktivitäten, wie Malerei und Tanz, dazu beitragen, die Vergnügungssucht der Gesellschaft zu stillen und uns dazu animieren, unsere Zeit besser und gesünder zu verbringen. Die Künste – oft kaum noch als lohnender Zeitvertreib angesehen – regen ein breites Netzwerk aus Neuronen an und wirken dem schädlichen Einfluss von Vergnügungssucht entgegen.
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Dr. Julia F. Christensen, London, meint, die heutige Gesellschaft sei vergnügungssüchtig. Wir erwarten schnell und einfach angenehme Erlebnisse und sind daran gewöhnt, jederzeit extrem schmackhafte Speisen und Getränke verfügbar zu haben. Wann immer wir wollen, können wir Pornografie, Spiele und technische Spielerei konsumieren. Wir suchen ständig nach mehr Vergnügen und seien Vergnügungsjunkies geworden, denn den freien Willen haben wir an die nächste Dopamin-Dosis übergeben. Die jüngsten Hinweise deuten darauf hin, dass die Künste dem entgegenwirken können.

Zu viel Vergnügungen wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus, da sie die neuronalen Mechanismen verändern, die uns Entscheidungen treffen lassen. Die wissenschaftlichen Beweise zeigen, dass Drogenabhängigkeit und Verhaltensabhängigkeit dieselben neuronalen Netze nutzen. So können viele der „einfachen Freuden“Verhaltensabhängigkeiten schaffen: Smartphone Social Media App Nutzung, Glücksspiel, Sport, Pornografie, extrem schmackhafte Lebensmittel, Spiele und das Internet. So kann ein Wahlverhalten entstehen, das auf kurzfristige Lust-Maximierung zielt. Ich suche Vergnügen "hier und jetzt" ist ein gemeinsames Merkmal „süchtiger Gehirne“. Unsere Entscheidungen verschiebt sich weg von Zielen wie langfristigem Wohlstand und allgemeinem Wohlbefinden, die von anderen Systemen im Gehirn kontrolliert werden.
 
Im gesunden Gehirn treffen zwei Basissysteme Entscheidungen und belohnen: Das "A-System" möchte die sofortige Belohnung maximieren, während das "I-System" die zukünftige Belohnung und zukünftigen Wohlstand maximieren möchte. Das A-System will sofort Vergnügen, während das I-System optimale Entscheidungen fördert, die alle Eventualitäten einbeziehen. Dies kann es erforderlich machen das A-Systems zu vertrösten, also die sofortige Befriedigung zu verschieben, um eine langfristige Belohnung zu ermöglichen.
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