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Medizin

15. Februar 2018 LDL-C bei Diabetes mit Alirocumab in den Zielbereich bringen

„Menschen mit Diabetes, die unter einer maximalen lipidsenkenden Standardtherapie ihre LDL- C-Zielwerte nicht erreichen, oder die diese nicht vertragen, können von einer Behandlung mit Alirocumab (Praluent®) profitieren: Der PCSK9-Inhibitor (Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9) senkt effektiv und anhaltend die Werte von Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) und non-High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (non-HDL-C) ohne die Blutzuckerkontrolle zu beeinträchtigen (1),“ so Prof. Dr. Andreas Birkenfeld, Dresden.
 
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„Diabetes ist ein Risikoäquivalent für kardiovaskuläre Mortalität (2),“ so Birkenfeld und ergänzte: „Neben dem Blutzucker tragen auch LDL-C- und Blutdruckwerte wesentlich zum kardiovaskulären Risikoprofil der Patienten bei.“ So zeigen Daten von Wong et al.,dass Menschen mit Typ-2-Diabetes, bei denen HbA1c, LDL-C und Blutdruck im Zielbereich waren,ein deutlich geringeres kardiovaskuläres Risiko aufwiesen als Patienten mit einer schlechterenEinstellung (3).
 
Leitlinien geben ambitionierte Zielwerte vor

Die aktuellen Leitlinien zur Behandlung der Dyslipidämie der Europäischen Gesellschaften fürKardiologie bzw. Atherosklerose (ESC/EAS) adressieren das mit hohen LDL-C-Spiegeln verbundene Risikopotential und haben für Patienten mit sehr hohem kardiovaskulären Risiko – beispielsweisePatienten mit einer dokumentierten kardiovaskulären Erkrankung oder einem Diabetes mellitus plus Endorganschaden (z.B. Proteinurie) oder zusätzlichem schwerwiegenden Risikofaktor (z.B. Dyslipidämie) ambitionierte Zielwerte festgelegt: Der LDL-C-Wert soll 70 mg/dl (1,8 mmol/l) unterschreiten bzw. der LDL-C-Wert soll um mindestens die Hälfte gesenkt werden, wenn der LDL-C-Ausgangswert (ohne vorherige lipidsenkende Therapie) zwischen 70 und 135 mg/dl (1,8-3,5mmol/l) liegt (4). Sekundäres therapeutisches Ziel bei diabetischer Dyslipidämie ist das non-HDL-C, das bei Patienten mit sehr hohem kardiovaskulären Risiko weniger als 100 mg/dl (2,6 mmol/l) betragen sollte (4). Birkenfeld unterstrich: „Das non-HDL-C ist bei Typ-2-Diabetes und gemischter Dyslipidämie der bessere Prädiktor für das kardiovaskuläre Risiko als das LDL-C alleine (5).“
 
Alirocumab bei Menschen mit Diabetes

Die in den Leitlinien vorgegeben Zielwerte werden in der Praxis oft nicht erreicht: Daten von Gitt et al. zufolge erzielen nur etwa 10% der Patienten mit sehr hohem kardiovaskulären Risiko in Deutschland unter ihrer bisherigen Therapie den LDL-C-Zielwert von unter 70 mg/dl (1,8 mmol/l) (6).

Birkenfeld betonte: „In den Fällen, in denen auch maximale Statin-Dosen nicht zum Erfolg führen oder mit Nebenwirkungen verbunden sind, kann der PCSK9-Inhibitor Alirocumab eine therapeutische Option sein, um die Patienten zielgerecht zu behandeln.“ Er präsentierte dazu Daten aus dem umfangreichen ODYSSEY-Studienprogramm: In der DM-DYSLIPIDEMIA-Studie wurden 420 Patienten mit Typ-2-Diabetes, gemischter Dyslipidämie sowie einem sehr hohen kardiovaskulärenRisiko, die unter einer maximal tolerierten Statin-Therapie ihre Zielwerte nicht erreichten, zusätzlich zurStandardtherapie mit Alirocumab oder intensivierter Standardtherapie behandelt (7). Nach 24 Wochenerreichten 67% der Patienten den non-HDL- und 71% den LDL-Cholesterin-Zielwert –unter intensivierter Standardtherapie waren es nur 18% bzw. 16%. Diabetes-assoziierte Parameter wie HbA1c und Nüchtern-Blutzucker wurden durch Alirocumab nicht beeinflusst. Auch die blutzuckersenkenden Therapien blieben über die Zeit in beiden Behandlungsgruppen stabil (1).
 
q Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Die Fachinformation für Alirocumab in Deutschland finden Sie unter: https://mein.sanofi.de/produkte/Praluent

Quelle: Sanofi

Literatur:

(1) Henry RR et al. Alirocumab versus Usual Care in Type 2 Diabetes with mixed Dyslipidemia – ODYSSEY DM- DYSLIPIDEMIA-Study, Oral Presentation, Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA), Juni 2017, San Diego, Kalifornien, USA
(2) Schramm TK et al. Circulation 2008;117:1945-1954
(3) Wong ND et al. Diabetes Care 2016;39(5): 668-76
(4) Catapano AL et al. Eur Heart J 2016;37(39):2999-3058
(5) Taskinen MR et al. Diabetologia 2003; 46(6):733-49
(6) Gitt AK et al. ESC Kongresss 2014; Abstract 3819
(7) Müller-Wieland D et al., Cardiovasc Diabetol 2017 25;16(1):70


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