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Medizin

27. Juli 2012 Lebensqualität in der Substitutionstherapie: Aktuelle Studiendaten belegen Therapieerfolg von Buprenorphin/Naloxon

Auf dem „13. Interdisziplinären Kongress für Suchtmedizin“ im Juli 2012 in München gab Reckitt Benckiser mit dem Satellitensymposium „Lebensqualität in der Therapie der Opioid-Abhängigkeit: Deutsche Daten aus dem Praxisalltag“ Einblick in die Substitutionstherapie mit Buprenorphin/Naloxon (Suboxone®). Die beiden Referenten Dr. Claus Schubert und Dr. Klaus Weckbecker stellten aktuelle Studiendaten zur Verbesserung der Lebensqualität sowie Praxisbeispiele zur Einstellung auf Buprenorphin/Naloxon vor.

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Neben den vordringlichen Zielen – Behandlung der Drogenabhängigkeit, Abheilung von Abszessen und Infektionen, Überwindung der Obdachlosigkeit und Beschaffungskriminalität – stellte Dr. Claus Schubert in seinem Vortrag „Der Stellenwert von Suboxone® neben Methadon in der Substitutionstherapie“ auch weitere Behandlungsziele der Opioidabhängigkeit in den Vordergrund: einer beruflichen Tätigkeit nachkommen und diese Beschäftigung langfristig halten, Kontakt zur Familie wiederherstellen, eine eigene Wohnung unterhalten sowie die Therapie psychiatrischer Begleiterkrankungen wie Schizophrenie oder Borderline-Störungen. Gerade für Patienten, die trotz der Opioidabhängigkeit noch eine gewisse Alltagsroutine besitzen und den Wunsch haben, ihr Leben schon während der Therapie bewusst zu verändern, ist eine Therapie mit Suboxone® eine optimale Wahl. „Bei Buprenorphin bleibt der Patient handlungsfähig und selbst nach zwei Einnahmetagen tritt kein dysphorisches Gefühl auf, wie etwa bei einer Therapie mit Methadon“, erläutert Dr. Schubert. Der zweite Wirkstoff, Naloxon, fungiert als Selbstschutz für den Patienten. Dieser erschwert die nicht sachgerechte Anwendung (intravenös oder nasal) von Suboxone®. Naloxon kann bei dieser nicht sachgerechten Anwendung kurzzeitig Entzugssymptome auslösen. Dr. Schubert stellt einen weiteren Vorteil von Suboxone® heraus: „Durch die Möglichkeit einer Intervallgabe ist der Patient flexibel und kann schon während der Therapie arbeiten, ohne jeden Tag zur Tablettenvergabe in der Praxis erscheinen zu müssen. Der Patient erhält etwa die doppelte oder dreifache Dosis an einem Tag und muss an den anderen Tagen keine Tablette einnehmen. Die Substitution ist gleichbleibend stabil. So kann er z.B. Sonntag, Mittwoch und Samstag zur Tablettenvergabe erscheinen.“

Dr. Weckbecker zeigte in seinem Vortrag anhand von aktuellen Studiendaten einer nicht-interventionellen deutschen Studie, dass sich eine Verbesserung des sozialen Lebens unter der Einnahme von Suboxone® und der damit verbundenen hohen Vigilanz einstellen kann. Bei 76,4% der Patienten hat sich der Familienstatus positiv verändert. Bei 82,2% hat sich der Berufsstatus verbessert. Zudem besteht eine gute Wirkung und Akzeptanz des Kombinationspräparats mit dem Wirkstoff Buprenorphin und Naloxon in der Therapie von langzeitopioidabhängigen Patienten. Eine Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität sei in allen relevanten Parametern gegeben, so Dr. Weckbecker.

„Suboxone®-Patienten profitieren von einer hohen Vigilanz, die es ihnen ermöglicht, schon während der ersten Therapiewochen das tägliche Leben grundlegend zu verändern. Daneben zeichnet sich die Therapie durch eine schnelle Wirkung sowie eine sichere Einstellung aus. Mit Suboxone® werden Suchtdruck und Entzugserscheinungen innerhalb eines Tages stark reduziert, innerhalb von drei bis sieben Tagen ist der Patient stabil und der Beikonsum nimmt signifikant ab“, erläutert Dr. Weckbecker. Dies sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Substitutionstherapie, die nicht immer gegeben sind. Denn laut dem Marktforschungsinstitut IMS-Health brechen in den ersten zwei Therapiemonaten 30 bis 40% der Patienten die Substitutionstherapie ab. Gründe hierfür könnten in der langsamen Auftitrierung von Methadon zu suchen sein. Der behandelnde Arzt hat häufig Sorge vor einer Methadon-Überdosierung, da diese eine Atemdepression mit letalem Ausgang auslösen kann. Suboxone® bietet eine sichere Alternative zur Methadon-Therapie, da es selbst bei der Maximal-Dosis von 24 mg täglich unter Suboxone® in der Regel weniger häufig zu einer Überdosierung und den damit verbundenen Nebenwirkungen wie Atemdepression oder kardialen Komplikationen kommt. Der optimale Therapiestart von Suboxone® ist dank der Möglichkeit, eine geringe Testdosis zu verabreichen, sicher und schnell festzulegen: Diese sollte circa sechs bis acht Stunden nach dem letzten Heroingebrauch gegeben werden, da der Patient zu diesem Zeitpunkt in der Regel mäßige Entzugserscheinungen aufweist und Buprenorphin sich so schnell an den Rezeptor binden kann.

Nach der ersten Therapiewoche sollte der Arzt in einem Gespräch mit dem Patienten den Therapiefortschritt evaluieren. Gemeinsam können Arzt und Patient entscheiden, auf das dämpfende Methadon umzusteigen, wenn der Opioidabhängige nicht von der hohen Vigilanz von Suboxone® profitiert. Die Umstellung kann problemlos erfolgen. Es kommt zu keinem Entzug, da sich Buprenorphin nur langsam von den Rezeptoren löst und Methadon nach und nach die Rezeptorbindung übernimmt. So bietet Suboxone® größtmögliche Flexibilität für die Substitutionstherapie und wirkt dabei schnell und sicher.

Quelle: Reckitt Benckiser Pharmaceuticals


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