Samstag, 15. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Breezhaler
Breezhaler
Zurück zur Infothek
Medizin
26. September 2019

MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression

Die Erkenntnisse aus dem klinischen Entwicklungsprogramm von MAVENCLAD, welches mittlerweile in 69 Ländern zugelassen ist, spiegeln sich in der klinischen Praxis wider. So zeigt eine Post-hoc-Analyse, dass 75% der mit Cladribin-Tabletten behandelten MS-Patienten in Jahr 5 nach Therapiebeginn im Vergleich zur Baseline ohne bestätigte Behinderungsprogression (EDSS) blieben; bei mehr als 20% dieser Patienten verbesserte sich der EDSS-Wert sogar (1). Auch in einer retrospektiven Analyse von Daten aus einem italienischen Multiple-Sklerose-Register lag bei 64% der Patienten 5 Jahre nach Erhalt der letzten Dosis MAVENCLAD keine bestätigte Behinderungsprogression im EDSS vor; mehr als die Hälfte der Patienten (57%) blieb schubfrei (2).
Anzeige:
FIASP
FIASP
 
Darüber hinaus ergab die Abschlussauswertung des PREMIERE Sicherheitsregisters, basierend auf Daten von bis zu 10 Jahren Nachbeobachtungszeit, keine neuen Sicherheitssignale. Dies deckt sich mit den Post-Zulassungsdaten der ersten 8.419 Patienten, die weltweit mit Cladribin-Tabletten behandelt wurden: Es wurde kein Unterschied im Nebenwirkungsprofil im Vergleich zu den innerhalb des klinischen Studienprogramms beobachteten Nebenwirkungen verzeichnet (3, 4).

Aktuelle Registerdaten: Behandlung mit Interferon beta hat keine Auswirkungen auf Schwangerschaftsausgänge

Die Behandlung mit Interferon beta (IFN β), einschließlich Rebif (Interferon beta-1a s.c.), bei Frauen mit MS vor und während der Schwangerschaft hat keine Auswirkungen auf das Geburtsgewicht des Säuglings – bezogen auf das Gestationsalter oder den Kopfumfang. Dies belegen Daten der finnischen und schwedischen Schwangerschaftsregister, die zwischen 1996 und 2014 erhoben wurden (5). Diese Ergebnisse stützen die vor Kurzem vorgestellten Sicherheitsdaten, die darauf hinweisen, dass eine IFN-β-Exposition das Risiko für spontane Fehlgeburten oder andere Schwangerschaftsausgänge, wie Eileiterschwangerschaften oder fetale Missbildungen, nicht erhöht (6).

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA hat am 20.09.19 eine positive Bewertung für die Zulassungserweiterung von Interferon beta, einschließlich Rebif, herausgegeben. Demnach können Frauen mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) während der Schwangerschaft die Behandlung mit Interferon beta, einschließlich Rebif, beginnen oder fortsetzen, wenn dies klinisch indiziert ist – ebenso uneingeschränkt während der Stillzeit (7).

Prüftherapie Evobrutinib: Start der Phase-III-Zulassungsstudien

Die kürzlich initiierten Phase-III-Zulassungsstudien EVOLUTION RMS 1 und 2 untersuchen die Wirksamkeit und Sicherheit von Evobrutinib bei erwachsenen Patienten mit schubförmiger MS (RMS). Evobrutinib ist ein oraler, hochselektiver Inhibitor der Brutontyrosinkinase (BTK). Der Start der Phase-III-Studien basiert auf Beobachtungen in Phase II, in der am primären Endpunkt nach 24 Wochen die kumulierte Gesamtzahl der Gadolinium-anreichernden T1-Läsionen unter Evobrutinib im Vergleich zu Placebo signifikant reduziert wurde. Die Reduktion der Schubhäufigkeit hielt zudem bis Woche 48 an (8).

Quelle: Merck

Literatur:

(1) Giovannoni G et al. ECTRIMS 2019; (EP1573).
(2) Patti F et al. ECTRIMS 2019; (P617).
(3) Cook S et al. ECTRIMS 2019; (P1390).
(4) Cook S et al. Mult Scler Relat Disord 2019; 157-67.
(5) Vattulainen P et al. ECTRIMS 2019; (P1144).
(6) Juuti et al. EAN 2019; (EPR2074).
(7) Pressemitteilung Merck „CHMP empfiehlt Zulassungsänderung von Rebif® für den klinisch erforderlichen Einsatz während Schwangerschaft und Stillzeit“, verfügbar unter: https://www.merckgroup.com/de/news/rebif-label-23-09-2019.html?utm_source=press-release&utm_medium=email&utm_campaign=press-mailer&utm_content=de (abgerufen am 23.09.2019).
(8) Montalban X et al. ECTRIMS 2019; (P1358) DE/MULN/0919/0015 09/2019.


Anzeige:
Pradaxa
Pradaxa

Das könnte Sie auch interessieren

Ein krankes Herz kann niemals warten – Trotz Corona: Warnsignale des Herzens nicht ignorieren

Ein krankes Herz kann niemals warten – Trotz Corona: Warnsignale des Herzens nicht ignorieren
© Robert Kneschke / Fotolia.de

Mit der dritten Corona-Welle und steigenden COVID-19-Infektionen befürchten Herzspezialisten, dass in den kommenden Wochen der Pandemie Herzkranke mit akuten Herzbeschwerden erneut Kliniken und Praxen meiden könnten. Besonders fatal zeigte sich das bereits im 1. Lockdown: Menschen scheuten bei Verdacht auf Herzinfarkt und anderen notfallartigen Herzbeschwerden den lebensrettenden Notruf 112 oder den Weg in die Notfallambulanz – aus Angst vor Ansteckung mit SARS-CoV-2 oder wegen befürchteter pandemiebedingter Kapazitätsengpässe in den Kliniken im Zuge von...

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen
© natalialeb - stock.adobe.com

Nach einer Studie des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life lag der Personalausfall im Jahr 2018 zu 37 Prozent an Krankheiten bedingt durch psychische Belastung am Arbeitsplatz. Zu den häufigsten Gründen der Krankmeldungen zählten Burn-out und Depressionen. „Menschen leben heute in einer Welt von stetiger Erreichbarkeit. Auch am späten Abend nach der eigentlichen Arbeitszeit, am Wochenende oder sogar im Urlaub erreichen sie E-Mails oder Anrufe, sodass sie nicht zur Ruhe kommen. Deshalb fühlen sich immer mehr Menschen körperlich sowie emotional...

Forsa-Umfrage belegt: Mediennutzung nimmt durch Schulschließungen zu

Forsa-Umfrage belegt: Mediennutzung nimmt durch Schulschließungen zu
© vege / Fotolia.com

Morgens länger schlafen und nicht zur Schule gehen, Hausaufgaben im Kinderzimmer oder am Küchentisch erledigen, Mama und Papa im Homeoffice, kein Besuch von Oma und Opa: Das Corona-Virus wirbelt in diesen Wochen den Familienalltag gehörig durcheinander. Hinzu kommt, dass Medien auf Kinder derzeit noch mehr als sonst magische Anziehungskräfte ausüben. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse berichten nahezu alle Eltern (95 %), dass ihr Kind zwischen 6 und 18 Jahren PC, Smartphone und Co. während der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert
  • Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert