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Medizin

30. April 2012 Medizinische Fachgesellschaften und Patientenorganisationen setzen sich gemeinsam für eine verbesserte Prävention von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern ein

Auf dem WCC in Dubai hat " 1 Mission 1 Million – Herzenssache Schlaganfall" Pläne zum Start einer spannenden neuen Phase der Initiative bekannt gegeben. Der Sponsor der Kampagne, Boehringer Ingelheim, wird sich in Zusammenarbeit mit AntiCoagulation Europe (ACE), der Atrial Fibrillation Association (AFA), der Stroke Alliance for Europe (SAFE) und der World Heart Federation (WHF) weiter dafür einsetzen, das Bewusstsein für die Erkrankung Vorhofflimmern und das damit verbundene Schlaganfallrisiko zu erhöhen. Im Mittelpunkt der gobalen Initiative steht das Engagement von Betroffenen, Angehörigen, Betreuungs- und Fachpersonal. Im Jahr 2012 will die Kampagne erneut weltweit Projekte unterstützen, die dabei helfen, Vorhofflimmern-bedingte Schlaganfälle zu vermeiden.
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Fachinformation
"Das Jahr 2012 birgt mehr Chancen für diejenigen, die Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen vorbeugen wollen", erklärte Dr. Kathryn Taubert, Senior Science Officer der World Heart Federation. "Vielen Menschen ist das erhöhte Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern nicht bewusst, obwohl die Erkrankung zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen gehört. (1) Die World Heart Federation ist stolz darauf, 1 Mission 1 Million zu unterstützen, eine Initiative, die das Bewusstsein für dieses Thema weiter erhöht und positive Auswirkungen für Betroffene mit Vorhofflimmern hat."

Drei Millionen Menschen weltweit erleiden jedes Jahr einen Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfall, umgerechnet also ein Patient alle zehn Sekunden. (2,3,4,5) Jeder Vierte im Alter von 40 Jahren oder älter erkrankt im Laufe seines Lebens an Vorhofflimmern, der weltweit häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung. (1,6) Hinzu kommt, dass durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle schwerwiegender sind und mit mehr Beeinträchtigungen einhergehen als Schlaganfälle, die nicht durch Vorhofflimmern ausgelöst werden. (7,8)

Im Rahmen der weltweiten Herz-Rhythmus-Woche vom 21. bis 27. Mai 2012 wird 1 Mission 1 Million weitere Einzelheiten über die Pläne zur Förderung von Arbeit im Bereich Vorhofflimmern bekannt geben sowie über zusätzlich geplante Aktivitäten informieren, die später in diesem Jahr stattfinden. 1 Mission 1 Million will die Unterstützung von internationalen Projekten zur verbesserten Prävention von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen fortsetzen und arbeitet mit Unterstützern der Kampagne an der Umsetzung für das Jahr 2012. Zudem will 1 Mission 1 Million Patienten, Pflegenden und Interessierten eine Plattform bieten, um ihre Geschichten zu erzählen und so Andere zu inspirieren, einen eigenen Beitrag zur Verhinderung von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen zu leisten. Als weiteres Element ist eine Petition geplant, die Menschen rund um den Globus zusammenbringt um Initiativen zu unterstützen, die zu den Zielen von 1 Mission 1 Million beitragen.

Damit in diesem Jahr noch mehr Menschen davon profitieren, möchten wir Jeden, der im Bereich Vorhofflimmern arbeitet, davon betroffen ist oder einfach nur Interesse an dem Thema hat, aufrufen, sich für 1 Mission 1 Million zu engagieren. Bitte wenden Sie sich an die Organisatoren der Kampagne, um sich unserer Mission anzuschließen: kontakt@herzenssache-schlaganfall.de.

Literaturhinweise:
(1) Stewart S, et al. Cost of an emerging epidemic: an economic analysis of atrial fibrillation in the UK. Heart 2004; 90:286-92
(2) Atlas of Heart Disease and Stroke, World Health Organization, September 2004. Viewed March 2011 at http://www.who.int/cardiovascular_diseases/en/cvd_atlas_15_burden_stroke.pdf
(3) Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. Viewed April 2012 at http://www.world-heart-federation.org/publications/reports/global-atlas-on-cvd/
(4) Wolf PA, Abbott RD, Kannel WB. Atrial fibrillation as an independent risk factor for stroke: the Framingham Study. Stroke 1991; 22(8);983-8.
(5) Marini C, et al. Contribution of atrial fibrillation to incidence and outcome of ischaemic stroke: results from a population-based study. Stroke 2005; 36:1115-9.
(6) Lloyd-Jones DM, et al. Lifetime risk for development of atrial fibrillation: the Framingham Heart Study. Circulation 2004; 110:1042-6.
(7) Lin HJ, et al. Stroke severity in atrial fibrillation: the Framingham study. Stroke 1996; 27:1760-4.
(8) Kelly-Hayes M, et al. The influence of gender and age on disability following ischemic stroke: The Framingham Study. J Stroke Carebrovasc Dis 2003; 12:119-26.
(9) Goodacre S, et al. ABC of clinical electrocardiography. Atrial arrhythmias. Br Med J 2002; 324:594-7.
(10) Kannel WB, et al. Status of the epidemiology of atrial fibrillation. Med Clin North Am 2008; 92:17-40.
(11) Hart GR, et al. Meta-analysis: Antithrombotic therapy to prevent stroke in patients who have nonvalvular atrial fibrillation. Ann Intern Med 2007; 146:857-67.

Quelle: Boehringer Ingelheim


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