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Medizin

25. April 2012 Minister Bahr will Ärzte besser vor Regress schützen

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will niedergelassene Ärzte bei Budgetüberschreitungen besser vor Honrarkürzungen schützen. «Ich will, dass die Neuregelungen zu Regressen schnell wirken und die Situation verbessern», sagte Bahr der «Ärzte Zeitung» (Dienstag).
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Regresse drohen Ärzten, wenn sie deutlich mehr Arznei-, Hilfs- oder Heilmittel verordnen als der Durchschnitt der Fachkollegen. Werden die sogenannten Richtgrößen überschritten, droht ihnen schlimmstenfalls ein Regress zu Lasten ihres Honorars. «Schon die Drohung eines Regresses ist für viele Betroffene eine Belastung, selbst wenn es nachher nicht zum Vollzug kommen sollte», sagte Bahr.

Mit dem sogenannten Landarztgesetz hat die Regierung zum 1. Januar eine Regelung verankert, wonach Ärzten vor Honorarkürzungen sich beraten lassen können. Das Prinzip «Beratung vor Regress» will Bahr nun auch für rückwirkende Prüfverfahren anwenden. Durch die individuelle Beratung der Ärzte soll eine wiederholte Überschreitung des Richtgrößenvolumens vermieden werden.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) begrüßte dem Bericht zufolge zwar die Pläne, hält sie aber für nicht weitgehend genug. Sie fordert die komplette Abschaffung der Regresse. «Nach wie vor ist das Risiko ein Hinderungsgrund für Ärzte, sich niederzulassen», sagte KBV-Sprecher Roland Stahl mit Blick auf den Ärztemangel vor allem in ländlichen Gebieten.

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