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Medizin

11. Oktober 2018 Mit Rifaximin-α die Zeit bis zur LTX besser überbrücken

Menschen, die aufgrund einer schweren hepatischen Erkrankung auf ein neues, lebensrettendes Organ hoffen, müssen eine meist lange Zeit mit unter Umständen gravierenden Komplikationen überstehen, insbesondere droht eine hepatische Enzephalopathie (HE). Rifaximin-α senkt das Risiko wiederkehrender HE-Episoden signifikant.
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Fachinformation
Ende letzten Jahres standen über 2.000 Menschen in Deutschland auf der Warteliste für eine Lebertransplantation (LTX). In der Phase bis zu diesem Eingriff besteht ein erhöhtes Risiko für vermehrte Varizenblutungen, Aszites und v.a. für die HE, erklärte Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Münster. Diese Störung der Gehirnfunktion stellt für die Betroffenen ein ernstes Problem dar. Die geschädigte Leber ist außerstande, Ammoniak und andere Toxine regulär zu verstoffwechseln, wodurch diese Stoffe ins Gehirn gelangen. Dort kommt es zu einem Anschwellen der Astrozyten und einer zunehmend verminderten Funktionsfähigkeit des zentralen Nervensystems (ZNS). Im Frühstadium der HE macht sich das v.a. durch vermehrte Müdigkeit oder mangelnde Konzentrationsfähigkeit bemerkbar. Über die Zeit aber verstärken sich die Symptome, bis die Patienten im schlimmsten Fall ins Leberkoma fallen, berichtete Schmidt. Deshalb ist es so wichtig, einerseits die Grunderkrankung zu behandeln, andererseits aber auch Risiken so weit wie möglich zu verringern und Patienten gesundheitlich stabil zu halten.

Für Schmidt ist Rifaximin-α (Xifaxan® 550 mg) der Garant, um Patienten längerfristig mit weniger Episoden an HE, weniger Infektionen, weniger gastrointestinalen  Blutungen zu führen. In einer Studie von Bass et al. hat das darmselektive Antibiotikum das Risiko für weitere HE-Episoden bei guter Verträglichkeit signifikant um 58% gesenkt (1). In England wurden Daten von 101 HE-Patienten auf der Transplantationsliste retrospektiv über 2 Jahre analysiert. Mit Rifaximin-α war die Zahl der Krankenhausaufenthalte signifikant niedriger als ohne diese Therapie (p<0,01). Für Schmidt bildet die Substanz jetzt einen klaren Baustein in der Standardtherapie von Patienten, die langfristig mit einer Lebererkrankung leben müssen, bevor sie unter Umständen eine neue Leber erhalten.  
            
Martin Bischoff

Quelle: Fachpressegespräch „Warten auf die LTX: Komplikationen vermeiden und Leben retten“, DGVS-Kongress, 14.09.2018, München; Veranstalter: Norgine

Literatur:

(1) Bass NM et al. N Engl J Med 2010;362(12):1071-1081.


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