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Medizin

05. Februar 2018
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Multiple Sklerose-Therapie: Arzt-Patientengespräch auf Wirkung fokussieren

Das Spektrum der möglichen Therapieoptionen hat sich bei der Multiplen Sklerose (MS) in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Damit ist das Arzt-Patientengespräch erheblich komplexer geworden. Bei der Wahl der individuellen Behandlungsform sollten dem Patienten aber nicht ausschließlich die potenziellen Nebenwirkungen einer Therapie vor Augen geführt werden, sondern auch die mögliche Effizienz einer Therapieoption und das günstige Nutzen-Risiko-Profil angemessen dargestellt werden. „Es ist wenig vertrauensbildend, wenn wir im Aufklärungsgespräch nicht die zu erwartende Wirkung, sondern vor allem die möglichen Nebenwirkungen besprechen“, mahnte Dr. Boris-Alexander Kallmann, Bamberg, bei der MScience.MShift-Veranstaltung in München.
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Als Beispiele für die Möglichkeit einer effektiven, sich an der individuellen Krankheitsaktivität orientierenden Therapie wurden vor Ort Teriflunomid (Aubagio®) dargestellt, das laut Kallmann als orale, nur einmal täglich einzunehmende Medikation „eine neue Tür in der MS-Therapie“ aufgestoßen hat, sowie die Impulstherapie mit Alemtuzumab (Lemtrada®), mit der erstmals eine effektive Behandlung mit langem therapiefreiem Intervall zu realisieren war.
 
Signifikant geringere Behinderungsprogression in 2 Zulassungsstudien

Für Teriflunomid, einem Immunmodulator mit entzündungshemmenden Eigenschaften, wurde in 2 Zulassungsstudien, den Studien TEMSO und TOWER, laut PD Dr. Antonios Bayas, Augsburg, eine signifikante Minderung der Behinderungsprogression gegenüber Placebo dokumentiert (1,2). Eine Post-hoc-Analyse der gepoolten Daten der beiden Zulassungsstudien hat darüber hinaus eine signifikante Reduktion der Rate an Schüben mit Residuen um 53%* belegt (3). Langzeitdaten der Extensionsstudien zeigten außerdem eine anhaltende klinische Wirksamkeit mit einem über nunmehr 14 Jahre stabilen mittleren EDSS (Expanded Disability Status Scale) (4).
 
Teriflunomid kann sich nach Kallmann zudem günstig auf neuropsychologische Symptome auswirken: In einer Post-hoc Analyse der TEMSO MRT-Daten minderte der Wirkstoff signifikant den jährlichen Hirnvolumenverlust im Vergleich zu Placebo, was sich positiv auf die Kognition auswirken kann (5). Nach den Ergebnissen der TAURUS-MS I-Studie blieb zudem die Fatigue unter Teriflunomid stabil (6). Eine weitere Real-World-Studie bestätigte diese Daten: In der Phase IV Studie Teri-PRO berichteten mehr Patienten von geringeren Einschränkungen durch Fatigue unter Teriflunomid gegenüber der Ausgangssituation. Zudem gaben die Patienten im Mittel eine hohe Therapiezufriedenheit unter Teriflunomid an (7).
 
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