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Medizin

29. Mai 2012 NachwuchsFörderPreis Schmerz von Janssen zum fünften Mal verliehen

Auf dem Gebiet der chronischen und postoperativen Schmerztherapie erhielten in diesem Jahr drei aufstrebende Nachwuchswissenschaftler − Dr. Christine Meyer-Frießem, Bochum, Dr. Yevgen Mikhlin, Coppenbrügge, und Dr. Harald Rief, Heidelberg − den begehrten NachwuchsFörderPreis Schmerz. Zusammen mit dem pharmazeutischen Unternehmen Janssen-Cilag GmbH zeichnete ein hochkarätiges Kuratorium die zukunftsweisendsten Forschungsprojekte junger Wissenschaftler in diesem Bereich aus.
Anlässlich des Zukunftsforums Schmerz in Hamburg (1) erhielten die Preisträger die mit insgesamt 8.000 Euro dotierte Auszeichnung. „Mit dem NachwuchsFörderPreis Schmerz wollen wir jungen Wissenschaftlern, die am Anfang ihrer Karriere stehen, eine Bühne für ihre wegweisenden Forschungsprojekte geben und zeigen, dass hinter jedem förderungswürdigen Projekt auch ein förderungswürdiger Wissenschaftler steht“, umrissen in ihrer Laudatio Professor Stefan Grond, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Lippe-Detmold, und Dr. Antonie Wimmer, Medical and Scientific Affairs Janssen, die Zielsetzung der Auszeichnung. Zudem gaben sie bekannt, dass ab Herbst 2012 dieser Nachwuchspreis in Kooperation mit der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. (ehemals DGSS) ausgeschrieben und verliehen werde.

Grond und Wimmer hoben stellvertretend für das Kuratorium und den Donator die besonderen wissenschaftlichen Leistungen der drei Preisträger hervor: Aus der Vielfalt der eingereichten Arbeiten hatten die Juroren das Projekt von Dr. Christine Meyer-Frießem, Assistenzärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Palliativ- und Schmerzmedizin am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum, besonders überzeugt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit „Untersuchung geschlechtsspezifischer und hormoneller Aspekte der Schmerzchronifizierung anhand eines humanen Surrogatmodells für zentrale Sensibilisierung (Schmerz-LTP-Modell)“, stehe die Frage, ob bei Frauen Schmerzen Östrogen- oder Progesteron-abhängig seien. Hierfür werden die Probandinnen zu drei verschiedenen Zeitpunkten des Menstruationszyklus untersucht. Diese Untersuchung erfolgt am LTP-Schmerzmodell mittels anschließender Überprüfung durch die Quantitativ Sensorische Testung (QST) hinsichtlich Hyperalgesie beziehungsweise Allodynie. „Dieses sehr ambitionierte Projekt ist die herausragende Arbeit von allen Einsendungen gewesen, da war sich die Jury sehr schnell einig“, berichtete Wimmer und ergänzte: „Das innovative Projekt verdiente den ersten Preis, da es sich mit einer relevanten Fragestellungen in einer sehr strukturierten und
pragmatischen Art und Weise auseinandersetzt.“ Bei Dr. Yevgen Mikhlin, Weiterbildungsassistent zum Facharzt für Geriatrie, Klinik für Geriatrie im Krankenhaus Lindenbrunn, Coppenbrügge, beeindruckte die Jury das besondere Augenmerk des Projektes auf den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft. Für die „Pharmakokinetik von Opioidanalgetika im Alter (PHOPA)“ erhielt Mikhlin daher den zweiten Preis. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die unterschiedliche Wirkung von etablierten Analgetika bei älteren Patienten – einem Bereich, für den nur wenige Studienergebnisse vorliegen. „Das Studienkonzept hat eine klare Fragestellung und wird mit einem einfachen, wirkungsvollen Ansatz Daten produzieren, die wir in der Zukunft dringend brauchen“, betonte Grond bei der Übergabe der Auszeichnung an den Preisträger.

Mit einem hervorragenden dritten Preis wurde Dr. Harald Rief gewürdigt, Assistenzarzt in der Abteilung für Radiologie und Radioonkologie der Universitätsklinik Heidelberg, für sein Projekt „Differenziertes Krafttraining der paravertebralen Muskulatur bei Tumorpatienten mit ossären Metastasen der Wirbelsäule begleitend zur perkutanen Radiotherapie“. Der Preisträger habe sich als Orthopäde und Radioonkologe, so Wimmer in der Laudatio, an ein für diese Fachgruppe ungewöhnliches Thema gewagt. Vor allem das solide Studiendesign mit einem innovativen fachübergreifenden Ansatz habe die Jury als besonders positiv bewertet.

(1) „Der verschwiegene Schmerz“. Warum alte Menschen leiden. 12. Zukunftsforum Schmerz, 04. - 05. Mai 2012, Hamburg.

Quelle: Janssen-Cilag GmbH


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