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Medizin

17. Mai 2013 Nasalspray mit Fluticason und Azelastin: Durchbruch in der Therapie der Allergischen Rhinitis?

Die Allergische Rhinitis (AR) ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der weltweit mehr als 500 Million Menschen betroffen sind, darunter 20-25% der Bevölkerung Europas (1) Die Erkrankung kann die Lebensqualität der Patienten erheblich beeinträchtigen und verursacht erhebliche sozioökonomische Folgekosten (2) - darunter auch höhere Einbußen an Arbeitsproduktivität als bei anderen Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Depressionen (3).

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Fachinformation

Die Behandlung der AR ist eine Herausforderung, da bei der Mehrheit der Patienten mit den aktuell verfügbaren Therapieoptionen keine ausreichende Symptomkontrolle erreicht werden kann (4).

In einer aktuellen Studie wurde gezeigt, dass die meisten Patienten, auch unter ärztlicher Behandlung, weiter an AR-Symptome litten (4). Die Patienten zeigten häufig eine Durchbruchsymptomatik, und zwei von drei Patienten waren mit ihrer AR-Medikation nicht zufrieden (5). Bei AR gibt es demnach einen deutlichen Bedarf an wirksameren Behandlungsoptionen.

Dymista®, intranasales Spray mit den Wirkstoffen Fluticasonpropionat und Azelastinhydrochlorid, wurde sowohl in den USA als auch in Europa zugelassen. Die Zulassung basiert auf einem ambitionierten klinischen Entwicklungsprogramm mit mehr als 4.600 Patienten, das insgesamt vier klinische Studien zur saisonalen AR und eine klinische Studie zur perennialen Rhinitis umfasste.

Dymista® wurde jüngst von den Herausgebern des Journal of Allergy & Clinical Immunology in einem Editorial als „bedeutender Fortschritt bei der Behandlung der Allergischen Rhinitis“ beschrieben (6) und wird von internationalen Experten als "Mittel der Wahl" eingestuft (7).

Auf einigen internationalen Kongressen wie AAAAI, EAACI und SERIN wurden Daten präsentiert, die zeigen, dass der klinische Nutzen von Dymista® deutlich höher ist als bei intranasalen Kortikosteroiden, sowohl bei der Kontrolle nasaler als auch okularer Beschwerden. Mit dem neuen Nasenspray kann eine effektivere Symptomkontrolle von bis zu fünf bis sieben Tage schneller erreicht werden als mit aktuellen Firstline-Therapieoptionen. Dymista® bekämpft dabei hochwirksam die lästigen nasalen und okularen Symptome, insbesondere die Schwellung der Nasenschleimhäute und das Jucken der Augen, und zeigt hier einen deutlich besseren klinischen Nutzen unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Bei der kontinuierlichen Anwendung über ein ganzes Jahr hinweg bei Patienten mit perennialer Rhinitis zeigte das neue Nasenspray ein exzellentes Sicherheitsprofil, wobei die Rate unerwünschter Arzneimittelwirkungen vergleichbar gering war wie bei aktuell verfügbaren Therapieoptionen.
 

Abb. 1: Dymista® bewirkt im Vergleich zu im Handel befindlichen verfügbaren First-line-Therapien eine effektivere Reduzierung nasaler Symptome einer AR


Bei Dymista handelt es sich um eine neuartige intranasale Therapie. Um die beiden Wirkstoffe Fluticason und Azelastin in eine Suspension zu bringen, bedurfte es einer neuen galenischen Aufbereitung. Die daraus resultierende bessere Wirkung wird deutlich, wenn die Ergebnisse der Zulassungsstudien (7) mit den Ergebnissen aus der Studie (8) gegen am Markt erhältliche Produkte verglichen werden, die noch eine signifikant höhere und umfassende Symptomlinderung aufzeigen.

Prof. Klimek kommentierte die Ergebnisse der Zulassungsstudien: "Dymista® wird die Therapielandschaft in der allergischen Rhinitis verändern. Mit den bisher verfügbaren Therapieoptionen kann man bei der großen Mehrheit der AR-Patienten keine ausreichende Symptomkontrolle erreichen. Das wird sich mit Dymista® bald ändern."

Dymista® ist für die Linderung der Symptome von mittelschwerer bis schwerer saisonaler und perennialer Allergischer Rhinitis zugelassen, wenn eine Monotherapie mit einem intranasalen Antihistaminikum oder einem Glukokortikoid als nicht ausreichend erachtet wird.

Literaturhinweise:
(1) Bousquet J et al. Allergy 2008; 63(Suppl 86): 8-160
(2) Hellgren J et al. Allergy 2010; 65(6): 776-783
(3) Lamb CE et al. Curr Med Res Opin 2006; 22(6): 1203-10
(4) Bousquet PJ et al. Int Arch Allergy Immunol 2012; 160(4): 393-400
(5) Ciprandi G et al. Curr Med Res Opion 2011; 27(5): 1005-1011
(6) Leung DYM et al. J Allergy CIin Immunol 2012; 129(5): 1216
(7) Carr W et al. J Allergy Clin Immunol 2012; 129(5): 1282-1289
(8) Poster Serin 2013

Quelle: Meda


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