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Medizin

18. März 2013 Neue Behandlungsoption bei persistierender Allergischer Rhinitis

"Die Allergische Rhinitis (AR) beginnt typischerweise in der frühen Kindheit, wobei die Symptome in der Regel ihren Höhepunkt im zweiten bis vierten Lebensjahrzehnt erreichen, ein Ausbruch der Krankheit im Erwachsenenalter ist jedoch nicht ungewöhnlich", so Prof. Ludger Klimek, Wiesbaden. Unbehandelt kann eine Allergische Rhinitis zu Folgeerkrankungen wie Asthma bronchiale führen. Neue Behandlungsoptionen sollen die Symptome schneller und effektiver lindern.

Die symptomatische Erkrankung der Nase wird IgE-vermittelt von einer Entzündung der Nasenschleimhaut nach Kontakt mit Allergenen ausgelöst. Die frühere Unterteilung in saisonale und perenniale Form besteht nicht mehr, da saisonale Allergene inzwischen ganzjährig auftreten. Nach der aktuellen WHO-Klassifizierung unterscheidet man daher heute nach Dauer der Beschwerden die intermittierende und die persistierende Form (=mehr als 4 Tagen/Woche oder an mehr als 4 Wochen/Jahr). "Die Schwere der Symptomatik wird zudem anhand ihrer Ausprägung und anhand der Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten definiert (1)", so Klimek.
 

Abb.: Beobachtung eines höheren klinischen Nutzens vom ersten bis zum letzten Tag der Bewertung
 


"Um die Versorgung der betroffenen Patienten zu verbessern und den sozioökonomischen Druck zu reduzieren, werden neue Behandlungsstrategien benötigt, die sowohl die nasalen als auch die okularen Symptome schneller und effektiver vermindern. Ein solch neues Therapieprinzip wurde kürzlich im Journal of Allergy and Clinical Immunology (2) beschrieben:
Die ersten Studien des neuen Produktes (MP29-02) zur Behandlung der Allergischen Rhinitis zeigen, dass dieses alle nasalen Symptome signifikant stärker lindert als die Monotherapie mit nasalem Glukokortikoid oder Antihistaminikum. Darüber hinaus trat die Verbesserung der Symptome früher auf als bei der Therapie mit den einzelnen Wirkstoffen", sagte Klimek.

Es liegen insgesamt bereits vier Phase-III-Studien mit 4.617 Patienten zu dieser Behandlungsoption vor. Die neue Formulierung von Azelastinhydrochlorid und Fluticasonpropionat zur intranasalen Anwendung wurde im Januar 2013 dezentral von der EU als Dymista® zugelassen, das Nasenspray ist verschreibungspflichtig und erstattungsfähig.

Literaturhinweis:
(1) Brozek, J.L., et al., Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma (ARIA) guidelines:
2010 revision. J Allergy Clin Immunol, 2010. 126(3): p. 466-76
(2) Carr W et al. J Allergy Clin Immunol 2012; 129: 1282-1289

Quelle: MEDA-Pressegespräch "Allergische Rhinitis - Epidemie oder Bagatellerkrankung?", 13. März 2013, Frankfurt


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