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Medizin

13. Juni 2019 Nicht-valvuläres Vorhofflimmern: Vergleichsstudie belegt vorteilhaftes Nutzen-Risiko-Profil von Dabigatran

Die Ergebnisse einer unabhängigen retrospektiven Vergleichsstudie , die im Januar 2019 im American Journal of Medicine veröffentlicht wurden, zeigten, dass Dabigatran mit einem vorteilhafteren Nutzen-Risiko-Profil assoziiert war als Warfarin und Rivaroxaban. In der Studie wurden die Daten von Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) der US-amerikanischen Medicare Krankenversicherung analysiert. Sie wurden entweder mit einer Standarddosis von Nicht-Vitamin-K-antagonistischen oralen Antikoagulanzien (NOAK, d.h. Dabigatran, Rivaroxaban oder Apixaban) oder Warfarin behandelt. Jedes untersuchte NOAK war im Vergleich zu Warfarin mit einem reduzierten Risiko für  thromboembolischen Schlaganfall (20-29% Reduktion; p=0,002 (Dabigatran), p<0,001 (Rivaroxaban, Apixaban)), intrakranielle Blutungen (35-62% Reduktion; p<0,001 (jedes NOAK)) und Sterblichkeit (19-34% Reduktion; p<0,001 (jedes NOAK)) assoziiert.
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Zudem wurden auch die einzelnen NOAKs miteinander verglichen. Hierbei zeigten Dabigatran und Apixaban im Vergleich zu Rivaroxaban ein geringeres Risiko für intrakranielle Blutungen, schwere extrakranielle Blutungen und Tod. Insgesamt kamen die Autoren zu dem Schluss, dass unter den NOAKs, die Wirkstoffe Apixaban und Dabigatran ein günstigeres Nutzen-Risiko-Profil als Rivaroxaban aufwiesen.

Einschlusskriterien 

Die Real-World-Studie wurde von unabhängigen Experten einschließlich David J. Graham, MD, durchgeführt und von der US Food and Drug Administration (FDA) finanziert. Die retrospektive, nach dem Propensity-Score-Matching-Verfahren durchgeführte Studie analysierte Daten von nvVHF-Patienten (65 Jahre oder älter), die zwischen Oktober 2010 und September 2015 in US-Medicare aufgenommen wurden. Nur solche Patienten, die ihre Therapie mit Warfarin (183.318) oder den US-Standarddosen von 2-mal täglich 150 mg Dabigatran (86.198), Rivaroxaban (106.389) oder Apixaban (73.039) begannen, wurden in die Auswertung einbezogen.
 
Daten von weiterer Medicare-Studie in Fachinformation aufgenommen
 
Kürzlich wurden Ergebnisse einer früheren, großen, unabhängigen Medicare-Studie, die 2015 in der Zeitschrift Circulation veröffentlicht wurde, in die Fachinformation von Dabigatran in Deutschland und weiteren Ländern der EU aufgenommen. In der Studie war Dabigatran gegenüber Warfarin mit einem reduzierten Risiko für ischämischen Schlaganfall, intrakranielle Blutungen und Mortalität sowie einem erhöhten Risiko für gastrointestinale Blutungen bei älteren nvVHF-Patienten assoziiert. Das Risiko für schwere Blutungen war bei beiden Wirkstoffen ähnlich.

Quelle: Boehringer Ingelheim


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