Donnerstag, 27. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

10. Februar 2020 Nichtalkoholische Steatohepatitis: Therapeutische Option mit INDY-Inhibition

Eternygen hat bekanntgegeben, dass es auf dem 3. globalen NASH-Kongress, der vom 10. bis 11. Februar 2020 in London, Großbritannien, stattfindet, ein Poster präsentieren wird (ElAgroudy et al.). Die präklinischen Daten zeigen, dass die Inhibition des Tricarboxylattransporters INDY (I'm Not Dead Yet/NaCT) in der Plasmamembran, der durch das Langlebigkeitsgen mIndy/SLC13A5 kodiert wird, mittels eines niedermolekularen Wirkstoffs die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) in einem diätinduzierten NASH-Mausmodell umkehren kann.
Anzeige:
Fachinformation
Durch die INDY-Inhibition (INDYi) wurden die Transaminasekonzentrationen ALAT um 59% (146,2±29,2 U/L INDYi, 353,9±37,5 U/L Vehikel, P<0,001) und ASAT um 39% (354,4±55,2 U/L INDYi, 582,7±28,1 U/L Vehikel, P<0,01) signifikant reduziert, was auf eine reduzierte Leberschädigung hinweist. Die hepatische Triglyceridakkumulation war um 31% (P<0,05) verringert. Darüber hinaus zeigte die Fluoreszenzaktivierte Zellsortierung (FACS-Analyse) für intrahepatische Immunzellen eine deutliche Verringerung der Gesamtzahl sowohl lymphatischer als auch myeloider Zellen, z.B. wurden die von Monozyten abgeleiteten Makrophagen, Kupfferzellen und Monozyten um 73%, 66% bzw. 58% reduziert (P<0,01).

Prof. Dr. Andreas Birkenfeld sagte: „Auf der Grundlage der neuen Experimente und früherer Daten mit INDY-Knockout-Mäusen sehen wir ein einzigartiges Profil mit therapeutischer Wirkung auf NASH im Frühstadium sowie auf Entzündungen und Fibrose im Spätstadium und auf kardiovaskuläre Risikofaktoren. Dies sind ermutigende Ergebnisse und bieten eine vielversprechende Perspektive für Patienten und Pflegepersonal“.

Marco Janezic, Eternygen, sagte: „Diese Daten bestätigen den einzigartigen pleiotropen Mechanismus der INDY-Inhibition bei der Behandlung von Stoffwechselstörungen als Ursache von NASH und deren Komplikationen – einschließlich Entzündung und Fibrose – sowie ihre Rolle bei der Wiederherstellung der Leberfunktion. Wir evaluieren nun die nächsten Entwicklungsschritte, die notwendig sind, um den Entwicklungskandidaten in die Klinik zu bringen.“

Quelle: Eternygen


Das könnte Sie auch interessieren

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) vergibt Deutschen Preis für Patientensicherheit 2018

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) vergibt Deutschen Preis für Patientensicherheit 2018
© psdesign1 / fotolia.com

In deutschen Krankenhäusern sterben jährlich etwa 15 000 Patienten an Infektionen. Damit diese weitestgehend vermieden und Patienten schnellstmöglich behandelt werden können, ist ein gutes Infektions-management notwendig. Das Kompetenzzentrum „Mikrobiologie und Hygiene" der St. Franziskus-Stiftung Münster verfolgt dazu seit 2014 ein umfassendes interdisziplinäres Gesamtkonzept für mehr Patientensicherheit. Der Fokus liegt dabei auf der Infektionsvermeidung, dem Infektionsmanagement und sowie dem Schutz vor Keimübertragung. Das...

Schlaflose Nächte und grüner Star gehen oft Hand in Hand

Schlaflose Nächte und grüner Star gehen oft Hand in Hand
© HQUALITY - stock.adobe.com

Menschen, die an der Augenerkrankung grüner Star (Glaukom) leiden, sind häufig auch von Schlafstörungen betroffen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass verschiedene Probleme beim Ein- oder Durchschlafen mit einem grünen Star verbunden sind1. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Schlafstörungen entweder ein Risikofaktor für das Glaukom oder eine Folge dessen sein könnten. Die DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft erinnert vor diesem Hintergrund daran, dass der grüne Star nur durch eine augenärztliche Untersuchung entdeckt...

Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen

Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen
© abet - stock.adobe.com

Experten warnen in diesen Tagen in den Medien vor einem extremen Wespen-Sommer 2019. Normalerweise gehen uns die schwarz-gelben Insekten erst im August und September auf die Nerven, doch dank der Saharahitze gehen Fachleute nun von einer verfrühten Saison mit mehr Wespen aus. In den vergangenen beiden Sommern hielt sich die Plage laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse dagegen in Grenzen: Demnach wurde knapp jeder Fünfte von rund 1.000 Befragten mindestens einmal von einer Wespe gestochen. Nur 13 Prozent der Betroffenen sagten, dass...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Nichtalkoholische Steatohepatitis: Therapeutische Option mit INDY-Inhibition"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.