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Medizin

12. April 2018 Nuklearmedizinische Herzuntersuchungen – Neue Techniken, größere Präzision

Die nuklearmedizinische Herz-Szintigraphie stellt ein etabliertes Verfahren zum Nachweis oder zum Ausschluss von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels dar. Diese Untersuchungsmethode macht sichtbar, wo und wie stark die Nährstoffversorgung des Herzens eingeschränkt ist. Mit neuesten digitalen und halbleiterbasierten Kamerasystemen, die ganz auf das Herz fokussiert sind, können nun schnellere, schonendere und noch präzisere Aufnahmen erstellt werden. Ohne einen Eingriff in den Körper wird mit der Herz-Szintigraphie so bereits im Vorfeld festgestellt, ob eine bedeutend risikoreichere und daher problematischere Untersuchung mittels Herzkatheter oder sogar ein chirurgischer Eingriff an einer Herzkranzarterie überhaupt erforderlich ist. Die Durchblutung des Herzens wird dabei nicht nur im Bild erfasst, sondern auch in absoluten Werten gemessen. Hierdurch kann das Erkrankungsrisiko von Patienten genauer erkannt und ihre Behandlung optimiert werden. Aktuelle Forschungsergebnisse lassen hoffen, dass durch neue Verfahren der Nuklearmedizin auch andere Herzerkrankungen in Zukunft noch früher erkannt werden.
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Nuklearmedizinische Methoden bringen beispielsweise bei Verdacht auf Entzündungen oder Infektion von Herzklappen oder Implantaten wie Schrittmachern Klarheit über den aktuelle Zustand. Entzündungsaktivitäten können genau beurteilt und frühzeitig erkannt werden. Auch bei einer Herzbeteiligung durch systemische Erkrankungen wie beispielsweise der Sarkoidose oder der Amyloidose, die ein erhebliches Risiko für betroffene Patienten darstellt, werden neue nuklearmedizinische Techniken immer stärker in der Krankenversorgung eingesetzt.

Die Hoffnung in der Herzmedizin ist, dass durch eine frühzeitige Erkennung und durch eine genaue Erfassung der Aktivität von Herzerkrankungen eine entsprechend rechtzeitige präventive Behandlung in die Wege geleitet und die Entstehung von Komplikationen vermieden werden kann. Den neuen nuklearmedizinischen Verfahren zur Erfassung von Durchblutung, Entzündung und anderen biologischen Abläufen im Herzen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Herzerkrankungen bilden ein Schwerpunktthema auf der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Die Tagung findet vom 18. bis 21. April 2018 in Bremen statt.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.


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