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Medizin

07. Oktober 2016 Opioid-induzierte Obstipation: Zulassungserweiterung für Naloxegol bei Patienten mit Schluckbeschwerden

Die OIC ist die häufigste Komplikation der Opioidtherapie: Im Mittel ist jeder zweite mit Opioiden behandelte Patient betroffen. Moventig® (Naloxegol) ist indiziert zur Behandlung von OIC bei erwachsenen Patienten, die unzureichend auf Laxanzien angesprochen haben. Naloxegol ist ein pegyliertes Derivat des µ-Opioidrezeptor-Antagonisten Naloxon.

Die Kyowa Kirin GmbH gibt eine Zulassungserweiterung für Moventig® (Naloxegol) bekannt, dem ersten oralen, peripher wirkenden µ-Opioidrezeptor-Antagonisten (PAMORA) zur Behandlung der Opioid-induzierten Obstipation (opioid-induced constipation, OIC). Die Filmtablette kann nun für die Anwendung bei Patienten mit Schluckbeschwerden gemörsert und in Wasser gelöst verabreicht werden. Damit wird auch diesen Patienten die Versorgung mit einer gezielten, kausalen Therapie der OIC ermöglicht.

Die empfohlene Dosierung von Naloxegol ist 25 mg einmal täglich. Für Patienten, die nicht in der Lage sind, eine Filmtablette zu schlucken, besteht nun die Möglichkeit, die Tablette zu zerstoßen (crushed tablet). Das Pulver muss dann in einem halben Glas Wasser (120 ml) aufgelöst und sofort eingenommen werden. Danach sollte das Glas mit einem weiteren halben Glas Wasser gespült und der Inhalt getrunken werden. Die Lösung kann auch über eine transnasale Magensonde (CH8 oder größer) zugeführt werden. Dabei ist es wichtig, den Tubus nach der Gabe der Lösung mit Wasser durchzuspülen.

Moventig®: gezielte Therapie der OIC

Es wirkt peripher auf die µ-Opioidrezeptoren im Gastrointestinaltrakt und zielt damit direkt auf die Ursachen der OIC ab, d. h. auf die periphere µ-Opioidrezeptoraktivierung und die daraus resultierende Hemmung der Darmmotorik und -sekretion. Durch seine Pegylierung wird die Blut-Hirn-Schranke nicht in klinischem Maße überwunden. Dadurch ermöglicht Naloxegol eine gezielte Behandlung der OIC bei Erhalt der analgetischen Wirksamkeit der Opioidtherapie.

Quelle: Kyowa Kirin


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