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Medizin

15. Januar 2020 TK-Landeschef: Ja oder nein zur Organspende rechtzeitig dokumentieren

377 Rheinland-Pfälzer stehen auf der Warteliste von Eurotransplant. Bundesweit sind es über 9.000 Menschen, die dringend auf ein Organ warten. Am Donnerstag stimmt der Bundestag darüber ab, wie die Organspende künftig in Deutschland geregelt sein soll. In einer Forsa-Umfrage hat die TK Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland befragt, welche Meinung sie zur Organspende haben.
Wie stehen Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland zur Organspende?

In einer Forsa-Umfrage hat die Techniker Krankenkasse (TK) dies ermittelt. Wichtigstes Ergebnis: 77% der Befragten stehen dem Thema Organspende eher positiv gegenüber. Damit sind die Einwohner der drei Bundesländer um einiges kritischer als der Rest der Republik und liegen weit hinter allen anderen Bundesländern. Bundesweit schätzen nämlich 84% der Befragten Organspende positiv ein. Eher negativ beurteilen an Rhein, Main und Saar 13% der Umfrageteilnehmer das Thema (bundesweit 8%) und neutral jeder Zehnte (Bund: 8%).

Noch nicht einmal jeder Zweite hat einen Organspendeausweis

Wenn es konkret darum geht, die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organspende in einem Ausweis zu dokumentieren, nutzen lediglich 43% der Befragten in den drei Bundesländern diese Möglichkeit. 16% der Ausweisinhaber widersprechen darin einer Organspende, die große Mehrheit bejaht sie. Von den Befragten, die keinen Organspendeausweis besitzen, würden zwei Drittel mit großer Wahrscheinlichkeit Organe spenden, 13% lehnen dies komplett ab.

Schwierige Situation für die Angehörigen

"Die Umfrageergebnisse zeigen, dass ein fehlender Organspendeausweis nicht mit einer mangelnden Bereitschaft zur Organspende gleichzusetzen ist. Jedoch ist es für die Angehörigen im Falle eines Falles unter Umständen schwer einzuschätzen, was der Betroffene sich gewünscht hätte. Deshalb ist es – unabhängig davon, wie die Entscheidung im Bundestag ausgehen wird – wichtig, seinen Willen rechtzeitig zu dokumentieren", appelliert Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz


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