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Medizin

13. Juni 2017 Oxylipine als Biomarker für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck sind häufige Erkrankungen in Deutschland und Europa. Eine internationale Arbeitsgruppe untersucht Oxylipine als Biomarker für das metabolische Syndrom.
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Ziel ist es neue, verlässliche und frühe Biomarker für das kardio-metabolische Syndrom zu ermitteln. Die Forscher fokussieren sich hierbei auf die Konzentration von Oxylipinen im Blut. Oxylipine sind oxidative Metabolite von ungesättigten Fettsäuren, die als Botenstoffe eine Vielzahl von physiologischen Prozessen im Körper regulieren. Treten Erkrankungen, wie z.B. Bluthochdruck auf, zeigt sich dies auch auf der Ebene der Botenstoffe und es werden vermehrt Blutdruck erhöhende Oxylipine gefunden. „Gleichzeitig konnten wir und andere Gruppen in den letzten Jahren zeigen, dass sich das Oxylipinmuster direkt durch die Ernährung, beispielsweise durch die in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren beeinflussen lässt. Da also das Oxylipinmuster erstens den kardio-metabolischen Zustand widerspiegelt und zweitens von der Ernährung abhängt, stellen Oxylipine ideale Biomarker für das metabolische Syndrom und dessen Beeinflussung durch die Ernährung dar“, so Nils Helge Schebb.

In dem Projekt wird zunächst eine optimierte Methode zur Bestimmung von Oxylipinen in biologischen Proben entwickelt. Im Folgenden wird diese für die Analyse von Blutproben zweier unabhängiger Kohortenstudien angewendet. Oxylipinmuster, welche absehbar für die Entwicklung des metabolischen Syndroms sind und/oder als Biomarker für die Charakterisierung des Krankheitsstadiums verwendet werden können, werden identifiziert und validiert. Letztlich wird mittels der Proben aus zwei Ernährungsinterventionsstudien der Einfluss der Ernährung auf das kardio-metabolische Risiko und im Hinblick auf die neu etablierten Biomarker untersucht.

Für dieses interdisziplinäre Projekt arbeitet Prof. Schebb, Wuppertal, mit Kolleginnen und Kollegen vom „INRA – French National Institute for Agricultural Research“, von der Universität Kopenhagen (Dänemark), der University of California, Davis (USA), vom „Inserm – French National Institute of Health and Medical Research“ und von der Universität Breslau (Polen) zusammen.

Quelle: Bergische Universität Wuppertal


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