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Medizin

14. Juni 2017
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Patienten mit aktiver Multipler Sklerose frühzeitig mit monoklonalen Antikörpern behandeln 

Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) sind früher Therapiebeginn sowie rechtzeitige Anpassung der Behandlung bei unzureichend kontrollierter Krankheitsaktivität für ein günstiges Outcome entscheidend (1).
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Basistext
Optionen zur Behandlung der aktiven MS stehen etwa mit den Antikörpern Daclizumab (Zinbryta®) und Natalizumab (Tysabri®) zur Verfügung (2, 3). Die Freiheit von Krankheitsaktivität nach klinischen und radiologischen Kriterien ist ein realistisches und unter Praxisbedingungen erreichbares Therapieziel geworden (4, 5). Zinbryta® ist indiziert bei erwachsenen Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) (2), Tysabri® zur Therapie von Patienten mit hochaktiver schubförmig remittierender MS (RRMS) unter Vortherapie sowie bei Patienten mit rasch fortschreitendem Krankheitsverlauf (3). Daclizumab wirkt selektiv gegen die T-Zell-vermittelte Immunantwort über die Blockade der α-Untereinheit des hochaffinen Interleukin-2-Rezeptors (CD25) (6). Die immunmodulatorischen Effekte sind nach Absetzen reversibel. „Studiendaten zeigten eine überlegene Wirksamkeit von Daclizumab im Vergleich zu Interferon beta-1a (i.m.)“, berichtete Prof. Tjalf Ziemssen, Dresden (1,2,7-9).

Daclizumab reduziert die jährliche Schubrate um 54%

Daclizumab wurde im Rahmen eines umfangreichen Studienprogramms mit mehr als 2.200 Patienten mit schubförmig remittierender MS (RRMS) und einer Gesamtexpositionszeit von mehr als 5.200 Patientenjahren untersucht (9). In SELECT, einer einjährigen randomisierten Doppelblindstudie mit Daclizumab im Vergleich zu Placebo, reduzierte Daclizumab in der zugelassenen Dosis von 150 mg signifikant die jährliche Schubrate (ARR) um 54% versus Placebo (p < 0,0001) und die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Behinderungsprogression (bestätigt nach 24 Wochen) um 76% (p = 0,0037) (8). In der direkten Vergleichsstudie DECIDE, einer doppelblinden, 1:1 randomisierten Phase-III-Studie über eine Dauer von 2 bis 3 Jahren, war die ARR bis zu 144 Wochen unter Daclizumab versus Interferon beta-1a (i.m.) signifikant um 45% reduziert (p < 0,0001) (1). Daclizumab reduzierte die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Behinderungsprogression ebenso signifikant (bestätigt nach 24 Wochen) gegenüber Interferon beta-1a (i.m.) um 27% (p = 0,033). „Daclizumab verringerte in SELECT und DECIDE auch die kernspintomografisch detektierbare Krankheitsaktivität in allen untersuchten Parametern“, so Ziemssen. „Die Daten sprechen zudem für eine anhaltende Wirksamkeit von Daclizumab.“ Unter kontinuierlicher Behandlung mit Daclizumab blieb die ARR auf niedrigem Niveau stabil (ARR: 0,2 → 0,16); nach einem Wechsel von Interferon beta-1a (i.m.) auf Daclizumab verringerte sie sich (ARR: 0,32 → 0,15), wie die offene Extensionsstudie EXTEND zeigte. Auch erwiesen sich das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Daclizumab über bis zu 5 Jahre als stabil (1, 7). „Es sind keine umfangreichen Untersuchungen oder eine Überwachung des Patienten im Rahmen der Erstapplikation erforderlich", kommentierte Ziemssen das Therapiemanagement im Praxisalltag. Im Alltag zeichnet sich der Einsatz von Daclizumab durch ein gut handhabbares Therapiemanagement aus. „Die einmal monatliche subkutane Selbstinjektion mittels Fertigspritze kommt vor allem Patienten entgegen, die aktiv im Leben stehen“, so Ziemssen.
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