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Medizin

18. Juli 2017 Periphere Arteriosklerose: Eingeschränkte Nierenfunktion bisher unterschätzte Ursache

Eine Studie mit 800.000 TeilnehmerInnen bringt neue Erkenntnisse zur Früherkennung einer peripheren Arteriosklerose (PAD): Eine eingeschränkte Nierenfunktion ist ein bisher unterschätzter Risikofaktor. In Europa haben rund 10% der Bevölkerung mindestens eine leichte Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
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Mit seinem amerikanischen Kollegen Kunihiro Matsushita von der „John Hopkins Bloomberg School of Public Health“ in Baltimore hat der Leiter der Sektion für Genetische Epidemiologie der Medizinischen Universität Innsbruck, Florian Kronenberg, aufgezeigt, dass eine eingeschränkte Nierenfunktion noch gravierender für die Entwicklung einer peripheren Arteriosklerose mitverantwortlich ist als bisher angenommen.
 
Grenzwerte für Nierenfunktionsparameter müssen diskutiert werden

Insgesamt wurden für die Analyse mehr als 800.000 Menschen aus 21 Kohortenstudien weltweit berücksichtigt, die bei der Basisuntersuchung noch keine Gefäßverengung an den Beinen hatten. Fast 16.000 der Studienteilnehmer entwickelten in den nachfolgenden Jahren eine PAD. Dabei zeigte sich, dass die bei der Basisuntersuchung gemessenen eingeschränkten Nierenfunktionsparameter sehr eindeutig mit dem zukünftigen Auftreten einer PAD assoziiert sind und das unabhängig von den bekannten Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder Cholesterin. „Vor allem der Albuminwert im Harn hat sehr entscheidend zum erhöhten Risiko beigetragen. Bereits bei Werten, die heute noch als normal angesehen werden, steigt das Risiko für eine PAD und vor allem für eine Amputation in Folge einer Gefäßverengung deutlich an“, sagt Florian Kronenberg. Bei einer Albuminausscheidung von 10 bis 30 mg/g steigt das Risiko für eine PAD kontinuierlich um zehn bis 50% und für eine Amputation um 40 bis 170% im Vergleich zu jenen Menschen mit einer Ausscheidung von nur 5mg/g an (siehe Abbildung). Die Ergebnisse dürften für Diskussionen in der Fachwelt sorgen. „Wir müssen überlegen, ob die bisherigen oberen Grenzwerte für diesen Nierenfunktionsparameter zu hoch angesetzt sind, da ähnliche Beobachtungen für andere kardiovaskuläre Erkrankungen gemacht worden sind.“

Quelle: Medizinische Universität Innsbruck


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