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Medizin

01. Mai 2020
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Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Update Therapie

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) – auch Schaufensterkrankheit genannt – handelt es sich um eine Durchblutungsstörung, die insbesondere die Beine betrifft. Etwa 25% der Patienten über 55 Jahre sind von der PAVK betroffen – Männer 4mal häufiger als Frauen. Raucher und Diabetiker sind besonders gefährdet. Letztere weisen ein 6fach erhöhtes Risiko für PAVK im Vergleich zu Nicht-Diabetikern auf. 2 große neue Studien liefern wichtige Hinweise auf die besten Therapieoptionen bei PAVK.
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Verlauf

Bei PAVK-Betroffenen entstehen durch Ablagerungen in den Arterien Engstellen, die eine störungsfreie Durchblutung verhindern. Häufig kommt es zu Schmerzen beim Gehen oder Treppensteigen, die beim Stehenbleiben rasch nachlassen.

Der Verlauf ist unbehandelt progredient. Es können Blutgerinnsel entstehen, die zu lebensbedrohlichen Situationen führen, auch kommt es zu Gefäßverschlüssen, die zu offenen Beinen führen können. Im schlimmsten Fall kommt es zum Verlust der Gliedmaßen. Ein Fortschreiten der Krankheit muss daher unbedingt verhindert werden: Je früher eine PAVK entdeckt wird und ihre Risikofaktoren eliminiert werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen positiven Verlauf. Risikofaktoren sind: Rauchen, Bluthochdruck, zu hohe Blutfettwerte, Diabetes und Übergewicht. Über 80% der PAVK-Patienten weisen mindestens einen oder 2 dieser Risikofaktoren auf. Allerdings spielen auch Alter, Geschlecht und erbliche Veranlagung bei der Entstehung der PAVK eine Rolle. Ein wichtiger Schutzfaktor ist Bewegung.

Stadien

Die PAVK wird in 4 Stadien eingeteilt:
  • Stadium I: Engstellen, jedoch keine Schmerzen bzw. nur bei höherer Belastung
  • Stadium II: Claudicatio Intermittens – die Schmerzen beim Gehen zwingen zu regelmäßigen Pausen
  • Stadium III: Ruheschmerzen, insbesondere nachts
  • Stadium IV: offene Wunden entstehen, die schlecht heilen

Symptomatik

Zu Beginn verläuft die Krankheit schmerzlos. Arteriosklerose und die damit verbundenen Durchblutungsstörungen beginnen oft schleichend und verursachen lange Zeit keine Schmerzen. Diese treten erst auf, wenn die Durchblutung so weit eingeschränkt ist, dass die betroffenen Muskeln unter Sauerstoffmangel leiden – der Patient verspürt mehr oder minder heftige, krampfartige Schmerzen in der Wade, aber auch im Fuß, Oberschenkel oder im Gesäß.

Da Verengungen an der Halsschlagader oder an den Herzgefäßen lange asymptomatisch bleiben, kann eine frühzeitige (medikamentöse) Behandlung Leben retten. Sie reduziert das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse erheblich. Zudem sollten bei Gefäßverschlüssen und starken Durchblutungsstörungen in den Beinen auf jeden Fall vorsorglich auch Halsschlagader und Herzgefäße auf Verengungen untersucht werden.
 
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