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Medizin

30. Mai 2012 Pharmaforschung eröffnet neue Chancen für Patienten mit Multipler Sklerose

"Bessere Hilfe gegen MS, die Multiple Sklerose - das haben sich forschende Pharma-Firmen vorgenommen. Sie sind dabei, dieses Ziel gleich auf mehrfache Weise zu erreichen. Die neuen Medikamente sind wirksamer, teilweise auch einfacher anzuwenden als die bisherigen. Eine Hilfe für viele Betroffene!" So äußerte sich Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), heute in Berlin mit Blick auf den Welt-MS-Tag am 30. Mai. "Nachdem 2011 bereits drei neue Medikamente gegen MS herauskamen, sind derzeit zwei weitere im Zulassungsverfahren."
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An Multipler Sklerose leiden in Deutschland rund 130.000 Menschen. Häufige Symptome dieser chronischen Krankheit von Gehirn und Rückenmark sind Sehstörungen, Krämpfe, Störungen des Tastsinns und Lähmungen. Meist verläuft die MS in Schüben, also Phasen mit Krankheitssymptomen, auf die eine Phase der Regeneration folgt. Langfristig schreitet die Krankheit aber meist weiter fort.

"Multiple Sklerose heißt nicht umsonst die 'Krankheit der Tausend Gesichter' ", betonte Fischer. "Ebenso unterschiedlich wie die Symptomatik ist auch das Ansprechen der Patienten auf die Medikamente, ebenso die Verträglichkeit. Deshalb ist es bei dieser Krankheit besonders wichtig, gleich ein ganzes Sortiment an Medikamenten verfügbar zu haben, die auf unterschiedliche
Weise wirken. Dann kann ein Patient, bei dem ein bestimmtes Präparat nicht (mehr) wirkt oder der dieses nicht verträgt, auf ein Medikament mit einer anderen Wirkweise umgestellt werden."

Für Patienten mit schubförmiger MS stehen heute einige Medikamente zur Verfügung, die die Symptome lindern, und - als Dauermedikation angewendet - meist rund ein Drittel der Schübe verhindern können. Dadurch behalten die Erkrankten länger ihre Unabhängigkeit zur Bewältigung des Alltags. Die meisten dieser Medikamente zur Daueranwendung müssen regelmäßig gespritzt werden, eines steht als Tablette zur Verfügung.

"Weitere Medikamente, die geschluckt werden können, sollen folgen", so Fischer. Zwei befinden sich derzeit im Zulassungsverfahren, weitere in der Erprobung. Darüber hinaus werden zurzeit noch andere Wirkstoffe erprobt, die
zwar nicht geschluckt werden können, aber möglicherweise Krankheitsschübe in weit größerem Ausmaß verhindern können
als die bisherigen Medikamente. Dazu gehören drei monoklonale Antikörper, die z.T. schon für andere Anwendungen in der Krebs- bzw. Transplantationsmedizin zugelassen sind.

Quelle: vfa


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