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Medizin

06. April 2016 Phase-II-Studie mit Evenamide deutet auf alternativen Ansatz bei Schizophrenie hin

Auf der 5. Biennial Schizophrenia International Research Society Conference wurde vorgestern das Abstrakt "Evenamide (NW-3509), ein potenzielles neues Antipsychotikum, das auf die abnorme elektrische Aktivität und die glutamatergen Abnormalitäten abzielt, um psychotische Symptome bei Patienten mit Schizophrenie in einer placebo-kontrollierten Phase-II-Studie zu verbessern" präsentiert.

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Fachinformation

Das neuartige Antipsychotikum Evenamide (NW-3509) wirkt über Übertragungswege, auf die aktuelle Behandlungen und andere potenzielle neue Antipsychotika nicht ausgerichtet sind. Seine Wirkung wird mit einer funktionellen Blockade von spannungsabhängigen Natriumkanälen assoziiert, die durch Verringerung des anhaltenden repetitiven Feuerns der hyper-angeregten Neuronen die Glutamatfreisetzung hemmt und möglicherweise die abnorme kortikale und hippokampale Aktivität normalisiert. Evenamide wird derzeit in einer placebo-kontrollierten Phase-II-Studie bei Patienten mit Schizophrenie getestet, die während einer Behandlung mit angemessener Dosierung von Risperidon und Aripiprazol an psychotischen Symptomen leiden. In dieser Studie wird Evenamide in einer Dosierung von 15 bis 25 mg zweimal täglich als Zusatztherapie zur Verringerung von positiven Symptomen und psychotischer Verschlechterung untersucht.

Dr. Ravi Anand, Chief Medical Officer von Newron, kommentierte: "Evenamide (NW-3509) hat bei präklinischen Modellen gezeigt, dass es spannungsabhängige Natriumkanäle hemmt, dabei jedoch keine Auswirkungen auf die Rezeptoren, Enzyme oder Transporter hat, auf die die meisten Antipsychotika abzielen. Trotzdem ist der Wirkstoff in den meisten Psychose-Tiermodellen aktiv. Faszinierend ist auch, dass eine Beigabe von eigentlich unwirksamen Dosierungen von sowohl NW-3509 als auch typischen oder atypischen Antipsychotika in Psychose-Tiermodellen einen deutlichen Nutzen zeigt. Sollten sich diese Ergebnisse bei schlecht ansprechenden Patienten bestätigen, bedeutet dies, dass das aktuelle Verfahren, bei dem nicht-ansprechende Patienten zu anderen Antipsychotika wechseln, durch die Zugabe von NW-3509 ersetzt werden könnte. Dies würde Probleme wie Behandlungsunterbrechungen, Hospitalisierungen der Patienten sowie antidopaminerge, metabolische und sexuelle Nebenwirkungen verhindern."

Quelle: Newron Pharmaceuticals


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