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Medizin

17. Januar 2014 Plaque-Psoriasis: keine neutralisierenden Antikörper bei Therapie mit Etanercept

Bei Psoriasis-Patienten, die mit Etanercept behandelt wurden, konnten keine neutralisierenden Anti-Drug-Antikörper nachgewiesen werden, die die Wirksamkeit beeinflussen könnten. Dies zeigen die Ergebnisse einer systematischen Literaturanalyse, in der die Prävalenz von Anti-Drug-Antikörpern gegen Etanercept, Adalimumab, Infliximab und Ustekinumab ausgewertet wurde. Ferner wurde der Einfluss der Anti-Drug-Antikörper auf die Wirksamkeit der Behandlung sowie der Effekt einer begleitenden Therapie mit MTX (Methotrexat) auf die Antikörper-Bildung untersucht.

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Das Review berücksichtigt klinische Studien, in denen Psoriasis-Patienten entweder mit dem einzigen humanen löslichen TNF-α-Rezeptorfusionsprotein Etanercept oder mit den monoklonalen Antikörpern Infliximab oder Adalimumab oder mit dem IL-12/IL-23- Antagonisten Ustekinumab behandelt worden waren. Die Autoren identifizierten 25 Studien mit 7.969 Patienten, deren Anti-Drug-Antikörper-Status untersucht worden war. 950 Patienten waren positiv auf Anti-Drug-Antikörper getestet worden. In sechs Studien waren Antikörper gegen Etanercept gefunden worden, alle waren nicht neutralisierend und hatten keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Wirksamkeit. Eine begleitende MTX-Therapie war in diesen Studien nicht eingesetzt worden. Antikörper gegen Infliximab waren in zehn Studien dokumentiert. Drei Studien berichteten über einen Zusammenhang zwischen Anti-Infliximab-Antikörpern und erniedrigten Serumspiegeln, fünf Studien über ein geringeres Therapieansprechen. In drei Studien wurde die Wirkung von MTX auf die Bildung von Anti-Drug-Antikörpern untersucht. In einer dieser Studien wurden Anti-Infliximab-Antikörper bei fünf von 22 Patienten ohne begleitende MTXTherapie und bei einem von sieben Patienten mit zusätzlicher MTX-Gabe beobachtet.

In drei von fünf Studien waren Antikörper gegen Adalimumab mit erniedrigten Serumspiegeln und in vier Studien mit einer reduzierten klinischen Wirksamkeit assoziiert. In einer Studie traten Antikörper gegen Adalimumab bei 50% der Patienten ohne MTX-Gabe auf bzw. bei keinem von drei Patienten, die eine zusätzliche MTX-Therapie erhalten hatten. Antikörper gegen Ustekinumab waren in sechs Studien identifiziert worden. Zwei dieser Studien zeigten einen Zusammenhang zwischen Anti-Drug-Antikörpern und erniedrigter PASI (Psoriasis Area and Severity Index)-Response.

Das Risiko der Bildung von Anti-Drug-Antikörpern gilt als eine Herausforderung bei der Therapie mit Biologika: Neutralisierende Antikörper können die Funktion des therapeutischen Proteins hemmen oder durch Komplexbildung die Elimination des Wirkstoffs aus dem Körper beschleunigen. Die verschiedenen TNF-α-Antagonisten, die zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis zur Verfügung stehen, unterscheiden sich hinsichtlich Molekülstruktur, Wirkmechanismus und biochemischem Profil. Daraus resultieren Unterschiede in den immunogenen Eigenschaften der Substanzen, die praktische Konsequenzen haben können. Etanercept verfügt über einen speziellen Wirkmechanismus, durch den es sich von den anderen Biologika unterscheidet. Seine Bindungsdomänen für TNF-α entsprechen weitgehend denen der natürlicherweise im Körper vorkommenden TNF-α-Rezeptoren. Insgesamt kommt es unter Etanercept nur selten zu einer Anti-Drug- Antikörperbildung. Alle bislang nachgewiesenen Antikörper waren nicht neutralisierend.

Literaturhinweise:
Hsu L. et al. Anti-drug Antibodies in Psoriasis: A Systematic Review. Br J Dermatol 2013,
online 1. Oktober DOI: 10.1111/bjd.12654
Brinks V et al. Pharm Res 2011,28:2379-2385
Wolbink GJ et al. Curr Opin Rheumatol 2009,21:211-215

Quelle: Pfizer


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