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Medizin

07. Juni 2018 Schneller Wirkeintritt in der Plaque-Psoriasis mit Brodalumab

Das Spektrum der Systemtherapeutika für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis ist mit  Brodalumab (Kyntheum®) um eine Behandlungsoption reicher geworden, die sich dank ihres neuartigen Wirkmechanismus – der Interleukin (IL)-17 Rezeptor Blockade – durch einen schnellen Wirkeintritt, eine effektive Wirkung und ein erfolgreiches Langzeitmanagement auszeichnet (1-3). Durch diese IL-17 Rezeptor Blockade verhindert der vollhumane rekombinante monoklonale Antikörper Kyntheum® die Aktivität der entzündungsfördernden Botenstoffe IL-17A, IL-17A/F, IL-17F, IL-17C und IL-17E (4). All diese IL-17 Isoformen sind in psoriatischen Plaques vermehrt vorhanden und halten dort die chronischen Entzündungsprozesse aufrecht (5).
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Die Wirksamkeit und Sicherheit von Kyntheum® wurde im AMAGINE-Studienprogramm nachgewiesen, bei dem es sich mit insgesamt 4.373 Patienten um das bislang größte Phase-IIIStudienprogramm bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis handelt. In der AMAGINE-2 Studie führte Kyntheum® in der zweiwöchigen Gabe von 210 mg zu einem schnellen und nachhaltigen Wirkeintritt (2,3). So zeigte sich nach 2,1 Wochen bei 25% der Patienten ein PASI 75-Ansprechen (6). Das PASI-Ansprechen stieg stetig an, sodass bis Woche 12 unter Kyntheum® doppelt so viele Patienten ein vollständig symptomfreies Hautbild (PASI 100) aufwiesen wie unter Ustekinumab (44% vs. 22%; p<0,001) (3). Die PASI 100-Ansprechrate stieg im Zeitverlauf unter Kyntheum® weiter an und lag sowohl nach 52 Wochen als auch nach 120 Wochen bei 56% (6).

Darüber hinaus zeigte Kyntheum® ein gutes Sicherheitsprofil (2,3). Angesichts der hohen PASI 100-Ansprechraten, die im AMAGINE-Studienprogramm bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis durch die Behandlung mit Kyntheum® dokumentiert wurden, müsse das in der S3-Leitlinie (7) festgelegte Therapieziel – ein PASI 75-Ansprechen – überdacht werden, konstatierte PD Dr. Sascha Gerdes (Kiel) im Rahmen der Dermatologischen Praxis in Frankenthal. Die aktuelle Datenlage zeige, dass man sich als Behandler und Patient in vielen Fällen nicht mit einer Verbesserung des Hautbilds um lediglich 75% zufriedengeben müsse.

Quelle: LEO Pharma

Literatur:

(1) Fachinformation Kyntheum®, Stand: September 2017
(2) Papp KA et al. Br J Dermatol 2016; 175: 273-286
(3) Lebwohl M et al. N Engl J Med 2015; 373: 1318-1328
(4) Beringer A et al. Trends Mol Med 2016; 22: 230-241
(5) Johansen C et al. Br J Dermatol 2009; 160: 319-324
(6) Supplement to: Lebwohl M et al. N Engl J Med 2015; 373: 1318-1328
(7)  Nast A et al. S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris Update 2017; http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-001l_S3_Therapie_Psoriasis-vulgaris_2017-12.pdf
(letzter Zugriff: Mai 2018)


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