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Medizin

07. November 2019 Plaque-Psoriasis: Dauerhafte PASI-Ansprechraten unter Risankizumab

Die Therapie mit dem IL-23/p19-Inhibitor Risankizumab (SKYRIZI) kann unabhängig von Baseline-Merkmalen oder Vortherapie der Patienten zu hohen und dauerhaften PASI-Ansprechraten führen (1). Dies zeigte eine Subanalyse der beiden Phase-III-Studien UltIMMa-1 und -2. Analysiert wurden die PASI 90‑Ansprechraten unter Risankizumab unter anderem hinsichtlich Alter, Geschlecht, BMI (Body‑Mass‑Index) und Vortherapie (inklusive vorheriger Biologika-Therapie) im Vergleich zu Ustekinumab. Nach 52 Wochen erreichten 80,6% der Patienten, die bereits mit Biologika vorbehandelt waren und 81,6% der Biologika-naiven Patienten unter Risankizumab ein PASI 90‑Ansprechen verglichen mit 37,0% und 53,2% unter Ustekinumab. Risankizumab ist zugelassen zur Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine systemische Therapie in Frage kommen (2).
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„Das Ansprechen auf die Therapie mit Risankizumab war über alle Patientengruppen hinweg, unabhängig von Vortherapie oder Krankheitsmerkmalen, konstant sehr hoch. In Verbindung mit der 12-wöchigen Gabe während der Erhaltungstherapie hat Risankizumab das Potential, den Praxisalltag von Dermatologen enorm zu erleichtern,“ so Prof. Dr. Kristian Reich, Hamburg.   

Hohes PASI-Ansprechen in allen untersuchten Patientengruppen

UtIMMa-1 und -2 waren zwei doppelblinde, randomisierte, Placebo- und aktiv kontrollierte Phase-III-Studien. Eingeschlossen in die Subanalyse waren 797 erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Das durchschnittliche Alter der Teilnehmer betrug etwa 47 Jahre und das Durchschnittsgewicht lag bei ca. 90 kg. Die demografischen Daten und Krankheitsmerkmale waren generell ähnlich in beiden Therapiearmen. Der Anteil der Patienten, die unter Risankizumab nach 52 Wochen ein PASI 90-Ansprechen erreichten, betrug in den untersuchten Patientengruppen zwischen 77,6% und 85,9% im Vergleich zu 30,8% bis 56,3% unter Ustekinumab. Das Ansprechen auf die jeweilige Therapie wurde in den Kategorien Alter, Geschlecht, BMI, Gewicht, Baseline PASI, Baseline sPGA (static Physician Global Assessment), diagnostizierte Psoriasis-Arthritis und Biologika-Vortherapie untersucht. In der letztgenannten Subgruppe erreichten 80,8% der Patienten, die bereits eine Biologika-Therapie erhalten hatten, unter Risankizumab in Woche 52 ein PASI 90-Ansprechen (vs. 30,8% unter Ustekinumab). Hatten Patienten bereits eine TNF-Therapie erhalten lag das PASI 90-Ansprechen unter Risankizumab bei 81,3%, bei einem IL-17-Inhibitor bei 78,4% (vs. 32,6% und 42,9% unter Ustekinumab) (1).

Bis zu 72% der Patienten erreichten komplett erscheinungsfreie Haut

Langzeit-Ergebnisse der zweiten Phase der klinischen Phase-III-Studie IMMhance zeigten, dass bis zu 72% der kontinuierlich mit Risankizumab behandelten Patienten, die in Woche 28 einen sPGA von 0 oder 1 erreicht hatten, im Verlauf von 2 Jahren vollständig erscheinungsfreie Haut aufwiesen (definiert als PASI 100-Ansprechen) (3). In der ersten Phase der Studie konnten nach 16-wöchiger Behandlung die koprimären Endpunkte der Studie, PASI 90-Ansprechen und sPGA 0/1 im Vergleich zu Placebo, erreicht werden (p<0,001) (4). Der primäre Endpunkt der zweiten Phase, sPGA 0/1 nach 52 Wochen, konnte ebenfalls erreicht werden (3).

Quelle: Abbvie

Literatur:

(1) Foley P et al. Durable Efficacy of Risankizumab Compared with Ustekinumab Across Subgroups of Patients with Moderate-to-Severe Plaque Psoriasis: Integrated Analysis of Two Phase 3 Trials (P9780). AAD 2019.
(2) Fachinformation SKYRIZI. Stand Juli 2019.
(3) Blauvelt A et al. Efficacy and Safety of Continuous Q12W Risankizumab versus Treatment Withdrawal: 2-Year Double-Blinded Results from the Phase 3 IMMhance Trial (P478). WCD 2019.


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