Montag, 14. Oktober 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

08. Dezember 2017
Seite 1/2
Plaque-Psoriasis: Risankizumab zeigt höhere Wirksamkeit im Vergleich zu Standard-Biologika-Therapien

Der in der klinischen Entwicklung befindliche Interleukin-23 (IL-23)-Inhibitor Risankizumab ist den Standardtherapien Ustekinumab und Adalimumab bei der Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis signifikant überlegen. Dies zeigen aktuelle Daten von drei zulassungsrelevanten Phase-III-Studien (1,2,3). Nach 16-wöchiger Behandlung mit Risankizumab (150 mg) konnten die co-primären Endpunkte, die Verbesserung des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) um mindestens 90% sowie erscheinungsfreie oder nahezu erscheinungsfreie Haut anhand des Static Physician Global Assessment (sPGA 0/1) in allen 3 Studien erreicht werden (1,2,3).
Anzeige:
ultIMMA 1 and ultIMMA2: Risankizumab erreicht signifikant besseres Ansprechen als Ustekinumab

In den beiden randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelt verblindeten Studien ultIMMa-1 und ultIMMa-2 wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Risankizumab (150 mg in Woche 0 und 4, anschließend alle 12 Wochen) im Vergleich zu Placebo oder Ustekinumab (45 oder 90 mg, abhängig vom Körpergewicht des Patienten in Woche 0 und 4, anschließend alle 12 Wochen) bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis untersucht. Das Ansprechen auf die Risankizumab-Therapie war signifikant besser als auf die Vergleichssubstanz Ustekinumab. Nach 16-wöchiger Behandlung erreichten je 75% der Patienten, die Risankizumab erhielten, ein PASI-90-Ansprechen. Unter Ustekinumab-Regime betrug der Anteil dieser Patientengruppe 42 und 48% und 2 bzw. 5% der Patienten erreichten unter Placebo ein PASI-90-Ansprechen. Der co-primäre Endpunkt, erscheinungsfreie oder nahezu erscheinungsfreie Haut (sPGA 0/1), wurde nach 16 Wochen unter Risankizumab von 84 und 88% der Patienten erreicht. Demgegenüber standen 62 und 63% der Patienten nach Ustekinumab-Therapie und 5 bzw. 8% unter Placebo.

Zudem erreichten mehr als doppelt so viele Patienten unter Risankizumab im Vergleich zur Ustekinumab-Behandlung ein PASI-100-Ansprechen: Nach 16 Wochen waren 36 und 51% der mit Risankizumab behandelten Patienten komplett erscheinungsfrei, verglichen mit 12 und 24% in den Ustekinumab-Gruppen.

Nach einem Jahr (52 Wochen) lag der Anteil der Patienten mit PASI-90-Ansprechen unter Risankizumab bei 81 und 82%  gegenüber 44 und 51% der Patienten, die Ustekinumab erhielten. Der Anteil der Patienten mit PASI-100-Ansprechen in den Risankizumab-Gruppen lag nach einem Jahr bei 56 und 60%. Demgegenüber erreichten 21 und 30% der Patienten, die auf Ustekinumab randomisiert worden waren, nach einem Jahr ein PASI-100-Ansprechen.
 
IMMvent: Risankizumab auch in Head-to-Head Studie vs. Adalimumab überlegen

Konsistent mit den Wirksamkeitsdaten für Risankizumab aus den UltIMMa-Studien sind die Ergebnisse der Phase-III-Studie IMMvent. Patienten, die Risankizumab (150 mg in Woche 0 und 4, anschließend alle 12 Wochen) erhielten, zeigten ein signifikant besseres Ansprechen gegenüber Patienten unter der Vergleichssubstanz Adalimumab (80 mg initial, gefolgt von 40 mg alle zwei Wochen ab Woche 1). 16 Wochen nach Therapiebeginn erreichten 72% der Patienten unter Risankizumab-Therapie ein PASI-90-Ansprechen. Der Anteil der Patienten mit PASI-100 lag bei 40%. Im Vergleich dazu betrug der Anteil dieser Patientenpopulation in der Adalimumab-Vergleichsgruppe 47% bzw. 23%. Der co-primäre Endpunkt, ein sPGA von 0/1, wurde von 84% der Patienten, die auf Risankizumab randomisiert worden waren, erreicht. Demgegenüber standen 60% der Patienten unter Adalimumab-Therapie (3).
 
„Diese positiven Ergebnisse zu Risankizumab sind für uns sehr ermutigend. Besonders bemerkenswert ist die große Zahl der Patienten in diesen klinischen Head-to-Head Studien, die ein hohes Maß an Erscheinungsfreiheit erreicht haben. Risankizumab hat das Potenzial, eine wichtige neue Therapieoption für Menschen mit Psoriasis zu werden“, sagte Michael Severino, M.D., Executive Vice President Research And Development und Chief Scientific Officer von AbbVie.
 
Vorherige Seite

Das könnte Sie auch interessieren

Patientenportal für klinische Studien macht medizinische Forschung für alle transparent und zugänglich

Patientenportal für klinische Studien macht medizinische Forschung für alle transparent und zugänglich
© pressmaster / Fotolia.com

In Deutschland werden jedes Jahr über 500 klinische Forschungsstudien zu neuen Therapien und Medikamenten durchgeführt. Ein Großteil betrifft Volkskrankheiten wie Diabetes, Asthma, COPD, Arthrose oder Schuppenflechte und richtet sich an chronisch kranke Patienten. Leider weiß die Mehrheit dieser Patienten nichts über aktuelle Studien und die Möglichkeiten, die sich daraus für sie ergeben können. Hier setzt das Aufklärungsprinzip von Mondosano an und bietet einfach aufbereitete Informationen zu neuen Therapieformen und Forschungsprojekten. Bei...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Plaque-Psoriasis: Risankizumab zeigt höhere Wirksamkeit im Vergleich zu Standard-Biologika-Therapien"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.