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Medizin

01. August 2017 Protonenpumpeninhibitoren – Entwicklung der Umsätze und Verteilung der Marktanteile

Protonenpumpeninhibitoren (PPI) werden immer häufiger verordnet. Im Vergleich zu 2007 stieg die Anzahl der abgegebenen definierten Tagesdosen (DDD) von 1.426 Mio. DDD um 171% auf 3.858 Mio. DDD im Jahr 2016. Gleichzeitig sind die Kosten – bedingt durch Festbetragsregelungen und generische Wirkstoffe – im Vergleich der Jahre 2007 und 2016 um 26% auf 742 Mio. Euro gesunken.
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PPI leisten einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Operationen auf Grund von (wiederkehrenden) Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren. Ihr Einsatz führt zu einem veränderten pH-Wert im Mageninneren, welcher die Abheilung von Ulcera begünstigt. Zusätzlich werden PPI im Rahmen der Helicobacter pylori Eradikation und zur Behandlung der Refluxkrankheit eingesetzt. Auch in Verbindung mit der Gabe von nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie ASS oder Ibuprofen kommen PPIs zur Vermeidung von gastrointestinalen Blutungen zum Einsatz. Obwohl sie allgemein gut verträglich sind sie nicht frei von Nebenwirkungen. So haben Patienten unter PPI-Therapie ein erhöhtes Risiko für Clostridium-difficile-Infektion. Der Einsatz sollte daher stets individuell hinsichtlich Nutzen und Risiko abgewogen werden.
 
Entwicklung der Protonenpumpeninhibitoren © Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland
© Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland


Pantoprazol ist in Deutschland mit 73% Marktführer bei PPI, gefolgt von Omeprazol mit 23%. Die weiteren Wirkstoffe wie Lansoprazol, Rabeprazol oder Esomeprazol teilen sich die verbleibenden 6% Marktanteil.
 
Hinweis: Der vom Zi entwickelte Rx-Trendbericht zeigt aktuelle Entwicklungen aller Arzneimittelverordnungen in Deutschland, die über die gesetzlichen Krankenversicherungen abgerechnet werden. Hierfür werden die Arzneimittelverordnungsdaten der Vertragsärzte aller Kassenärztlichen Vereinigungen analysiert.

Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland


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