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Medizin

13. Dezember 2019 Psoriasis-Arthritis: Bessere Wirksamkeit von Ixekizumab vs. Adalimumab in Vergleichsstudie bestätigt

Während der Jahrestagung des American College of Rheumatology (ACR) in Atlanta richtete sich ein besonderes Augenmerk auf die Veröffentlichung der 52-Wochendaten der direkten Vergleichsstudie SPIRIT-H2H zwischen dem Interleukin(IL)-17A-Inhibitor Ixekizumab und dem Tumornekrosefaktor(TNF)-α-Inhibitor Adalimumab (1). Die Ergebnisse der bereits auf der diesjährigen Tagung der EULAR präsentierten 24 Wochen-Daten (2) konnten nach 52 Wochen bestätigt werden: So hatten nach 52 Wochen 39% der mit Ixekizumab behandelten Patienten den innovativen kombinierten Endpunkt erreicht, der sich aus dem gleichzeitigen Erreichen eines ACR50-Ansprechens sowie einer vollständig erscheinungsfreien Haut (PASI 100) zusammensetzt. Unter Adalimumab waren es 26% (1).
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Basistext
Die Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine chronische entzündlich-rheumatische Erkrankung mit sehr heterogenen Manifestationen (3). Hierzu gehören neben der Gelenkentzündung verbunden mit Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen bei 9 von 10 Patienten eine Plaque-Psoriasis der Haut (4). Die große Herausforderung in der Therapie der PsA entsteht durch die Heterogenität ihrer Manifestationsformen. Ziel der Behandlung ist es daher, Patienten umfassend über die Gelenksymptome hinaus von den zusätzlich sehr belastenden und häufig vorkommenden Manifestationen wie Plaque-Psoriasis, Nagelbeteiligung, Enthesitis oder Daktylitis zu befreien (5).

Bessere Wirksamkeit für Ixekizumab vs. Adalimumab in H2H-Studie auch über 52 Wochen bestätigt

Die aktuell präsentierten Daten der SPIRIT-H2H-Studie bestätigen die signifikante stärkere Wirksamkeit des IL-17A-Inhibitors Ixekizumab im direkten Vergleich mit dem TNF-α-Inhibitor Adalimumab bei der Behandlung aktiver Psoriasis-Arthritis nach cDMARD (6). Untersucht wurde das gleichzeitige Erreichen eines ACR50-Ansprechens und einer vollständig erscheinungsfreien Haut (PASI 100) an Woche 52. Unter Ixekizumab erreichten 39% den ambitionierten und innovativen kombinierten Endpunkt, unter Adalimumab 26% (1).
Weiterhin bestätigte sich die Nicht-Unterlegenheit beim ACR50-Ansprechen im Vergleich zu Adalimumab. Jeweils 50% der Patienten zeigten nach 52 Wochen ein ACR50-Ansprechen (1). Statistisch signifikant besser schnitt Ixekizumab beim Erreichen einer vollständig erscheinungsfreien Haut (PASI 100) ab. Nach 52 Wochen hatten unter Ixekizumab 64% der Patienten eine erscheinungsfreie Haut, gegenüber 41% der Patienten unter Adalimumab (1).

Gute Verträglichkeit von Ixekizumab bestätigt

Auch die gute Verträglichkeit von Ixekizumab wurde mit den aktuellen Daten aus der SPIRIT-H2H-Studie erneut bestätigt (1, 6). Eine integrierte Auswertung von insgesamt 18 klinischen Studien, die Daten zur Psoriasis-Arthritis sowie zur mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis mit insgesamt 7.492 Patienten umfasst, bestätigte das gute Verträglichkeitsprofil von Ixekizumab. Es gab keine neuen Sicherheitssignale, die nicht bereits aus den Zulassungsstudien bekannt waren.  

Ixekizumab: Stark in der Monotherapie

In einer Subanalyse der 52-Wochendaten zur SPIRIT-H2H-Studie demonstrierte Ixekizumab eine starke Wirksamkeit auch in Monotherapie ohne MTX-Begleitmedikation (1). Nach 52 Wochen hatten 40% der Patienten den kombinierten Endpunkt aus ACR50 und PASI 100 erreicht (Adalimumab: 20%) und bei Komedikation mit MTX waren es 39% im Ixekizumab-Arm und 30% im Adalimumab-Arm (1).

Innovative Moleküle im Direktvergleich

Gleich 2 innovative Medikamente forderten in direkten Vergleichsstudien bestehende Goldstandards in ihren jeweiligen Indikationen heraus. Neben den starken Daten bei Psoriasis-Arthritis überzeugte Ixekizumab zudem im direkten Vergleich mit dem IL-23-Inhibitor Guselkumab bei der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis (6) und zeigte hier eine Überlegenheit hinsichtlich des Erreichens einer vollständig erscheinungsfreien Haut in Woche 12 (8). Zuvor konnte auch schon Baricitinib in der ersten Vergleichsstudie eines JAK-Inhibitors mit einem Biologikum bei der rheumatoiden Arthritis (RA) (9, 10) überzeugen. Die Zulassungsstudie RA-BEAM war Teil des breiten Studienprogramms und untersuchte die Wirksamkeit von Baricitinib im direkten Vergleich zu Adalimumab, dem bis dato geltenden Goldstandard bei RA, bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf MTX. Der JAK1- und JAK2-Inhibitor demonstrierte dabei Überlegenheit gegenüber dem bDMARD im ACR20-Ansprechen und der mittleren Reduktion des DAS28-CRP in Woche 12 (beide in Kombination mit MTX) (9). Baricitinib war auch bei dem für RA-Patienten besonders belastenden Symptom Schmerz schneller und stärker wirksam und reduzierte die Schmerzen statistisch signifikant bereits ab der zweiten Woche (p ≤ 0,05 vs. Adalimumab) (9). Aktuelle Post-hoc-Daten aus RA-BEAM belegen zudem, dass eine 50%ige Schmerzreduktion mit Baricitinib bereits nach 4 Wochen erzielt wurde, wohingegen es mit Adalimumab fast doppelt so lange dauerte (7,9 Wochen) (11).

Quelle: Lilly

Literatur:

(1) Smolen J et al. ACR/ARP, 9.–13.11.2019, Atlanta, Georgia, USA, Abstract L20.
(2) Mease PJ et al. Ann Rheum Dis 2019; pii: annrheumdis-2019-215386 (Epub ahead of print).
(3) Coates LC et al. Semin Arthritis Rheum 2016; 46(3): 291-304.
(4) Augustin M, Radtke MR. Arzneimitteltherapie 2017; 35: 244-257.
(5) Lebwohl MG et al. J Am Acad Dermatol 2014; 70(5): 871-881.e1-30.
(6) Aktuelle Fachinformation Taltz®.
(7) Genovese M et al. ACR/ARP, 9.-13.11.2019, Atlanta, Georgia, USA; Abstract 1503.
(8) Blauvelt A et al., Maui Derm NP+PA Fall, 2.–5.10.2019 Asheville, NC, USA; Poster.
(9) Aktuelle Fachinformation Olumiant®.
(10) Taylor PC et al. N Engl J Med 2017; 376: 652-662 (Suppl.).
(11) Taylor PC et al. J Clin Med 2019; 8: 831-842.

 


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