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Medizin

03. Juli 2019 Psoriasis-Arthritis: IL-12/23-Inhibition zeigt langanhaltende Wirksamkeit und gute Verträglichkeit

Auf dem diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR)wurden neue Daten der prospektiven, nicht-interventionellen, multizentrischen Beobachtungsstudie SUSTAIN zu Ustekinumab bei Psoriasis-Arthritis (PsA) vorgestellt. Die Ergebnisse weisen auf eine schnelle und langanhaltende Wirksamkeit von Ustekinumab bei Patienten mit aktiver PsA unter Praxisbedingungen hin. Zudem gibt es Hinweise auf eine gleichzeitig sehr gute Verträglichkeit. Die Gelenksymptomatik verbesserte sich bis Woche 112 deutlich. Des Weiteren bewerteten etwa 90% der Patienten und deren behandelnde Ärzte die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Ustekinumab-Behandlung bis Woche 112 als „gut“ oder „sehr gut“ (1).
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Schmerzreduktion

Die dritte Interimsanalyse der SUSTAIN-Studie schloss 336 Patienten ein, von denen 54,4% mindestens einen Tumor-Nekrosefaktor-Inhibitor (TNF-Inhibitor, TNFi) als Vortherapie erhalten hatten. Die Studienteilnehmer waren durchschnittlich 54 Jahre alt, der BMI betrug im Mittel 30 kg/m2. Insgesamt reduzierte sich die mittlere Anzahl druckschmerzhafter Gelenke von 10,0 zur Baseline (95%-KI: 8,6-11,3) auf 1,8 (95%-KI: 1,1-2,5) bis Woche 112 (n=108). Die Anzahl der geschwollenen Gelenke sank von 4,1 zur Baseline (95%-KI: 3,4-4,9) auf 0,7 (95%-KI: 0,3-1,0) bis Woche 112 (n=108). Die Schmerzbeurteilung durch die Patienten mittels visueller Analogskala (VAS‡) ging in diesem Zeitraum von 56,0 auf 34,3 zurück. Knapp 9 von 10 Patienten (89,9%) und über 9 von 10 der behandelnden Ärzte (91,9%) beurteilten die Wirksamkeit von Ustekinumab bis Woche 112 als „gut“ oder „sehr gut“ (1).

Noch besser fiel das Urteil der Patienten und behandelnden Ärzte in puncto Therapiesicherheit aus: Die befragten Ärzte und Patienten bewerteten die Verträglichkeit der Ustekinumab-Therapie bis Woche 112 als „sehr gut“ oder „gut“. Im aktuellen Beobachtungszeitraum traten 105 schwere unerwünschte Ereignisse auf. Von diesen Ereignissen hatten laut der behandelnden Ärzte 14 Bezug zu dem Einsatz des IL-12/23-Inhibitors (1).

Neue Ergebnisse der PsABio-Studie vorgestellt

Auf dem Kongress der EULAR 2019 wurden zudem Ergebnisse der Beobachtungsstudie PsABio aus dem 6-monatigen Follow-up vorgestellt (n=303).
PsABio ist eine europäische, multizentrische, prospektive Beobachtungsstudie mit PsA-Patienten, die in der ersten, zweiten oder dritten Therapielinie auf Ustekinumab oder einen TNF-Inhibitor als erste biologische krankheitsmodifizierende antirheumatische Therapie (DMARD§) eingestellt wurden (2).
Die aktuellen Daten weisen darauf hin, dass Patienten, die unter Ustekinumab (Stelara®) eine geringe Krankheitsaktivität oder Remission gemäß cDAPSA erreichen, von einer klinisch relevanten, höheren, krankheitsspezifischen HRQoL profitieren können. Diese PsA-Patienten, die gut auf Ustekinumab ansprachen, berichteten auch von einer besseren körperlichen Aktivität und weniger krankheitsbezogenen Schmerzen (gemäß HAQ-DI bzw. VAS) (2). Über die Hälfte der Patienten erreichte unter Ustekinumab nach 6 Monaten eine cDAPSA LDA (50,8%). Eine MDA (einschließlich der Patienten mit VLDA) erreichten knapp 3 von 10 Patienten (28,8%) (2).

Die neuen Real-World-Daten zu Ustekinumab bei PsA, die auf dem EULAR 2019 vorgestellt wurden, ergänzen die bestehende Evidenz aus den interventionellen Studien. Sie zeigen, dass Ustekinumab auch unter Praxisbedingungen eine hochwirksame und gleichzeitig sehr verträgliche Therapieoption sein kann, die PsA-Patienten die Chance auf eine hohe krankheitsbezogene Lebensqualität bietet (1,2).

Quelle: Janssen

Literatur:

(1) Wendler J et al., EULAR 2019, Abstract #AB0786.
(2) Gossec L et al, EULAR 2019, Poster #FR0436.


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