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Medizin

06. August 2020 Psoriasis-Arthritis: Langfristige Wirksamkeit unter Januskinase-Inhibitor Tofacitinib

Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) können auch langfristig von einer Therapie mit dem oralen Januskinase-Inhibitor (JAKi) Tofacitinib (Xeljanz®) profitieren. Dies zeigen Daten der dritten Interimsanalyse der noch laufenden, offenen Langzeitextensions (LTE)-Studie OPAL Balance: Ergebnisse zur Wirksamkeit der Tofacitinib-Therapie bei PsA konnten bis zum Monat 30 erhoben werden. Sicherheitsdaten liegen bis zum Monat 36 vor. Insgesamt zeigte Tofacitinib, das seit Juli 2018 zur Behandlung der aktiven PsA bei erwachsenen Patienten in Kombination mit Methotrexat (MTX) in der EU zugelassen ist, in dieser Interimsanalyse eine mit den Ergebnissen der Phase-III-Studien vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit (1).
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In die LTE-Studie OPAL Balance sind Patienten mit PsA aus den beiden Phase-III-Zulassungsstudien für Tofacitinib – OPAL Broaden (12-monatige Studie bei Tumornekrosefaktor (TNFi)-naiven Patienten) und OPAL Beyond (6-monatige Studie bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf mindestens einen TNFi) – eingeschlossen. Die Patienten hatten die betreffende Phase-III-Studie höchstens 3 Monate vor Eintritt in die LTE-Studie abgeschlossen oder diese aufgrund unerwünschter Ereignisse (UE), die nicht mit der Studienmedikation in Zusammenhang standen, abgebrochen.

Studiendesign und Endpunkte

Primäres Studienziel der offenen Verlängerungsstudie ist die Bewertung der langfristigen Sicherheit und Verträglichkeit von Tofacitinib bei PsA-Patienten im Erwachsenenalter. Die primären Endpunkte umfassen Inzidenz und Schweregrad von UE, die Inzidenz von Labor-Auffälligkeiten und die Veränderungen von Laborparametern vom Ausgangwert unter der Behandlung. UE und Labor-Auffälligkeiten werden bis zum Monat 36 berichtet, Veränderungen von Laborparametern vom Ausgangswert bis Monat 30. Das sekundäre Studienziel betrifft die langfristige Wirksamkeit (klinische Ergebnisse/Patienten-berichtete Ergebnisse [PROs]) des JAKi. Daten zur Wirksamkeit wurden bis Monat 30 erhoben, da über diesen Zeitpunkt hinaus die Fallzahlen für eine Analyse zu gering sind (n ≤ 50).
Insgesamt wurden 686 Patienten in die OPAL Balance (363 Patienten der OPAL Broaden, 323 der OPAL Beyond) eingeschlossen. 680 Patienten wurden zu Studienbeginn mit Tofacitinib 2 x 5 mg täglich behandelt. Die gesamte Tofacitinib-Behandlungsdauer in dieser Gruppe umfasst 686,9 Patientenjahre.
 
Sicherheitsdaten bis Monat 36 erhoben
 
Die Sicherheitsdaten aus der Interimsanalyse sind mit den Ergebnissen aus den Phase-III-Studien vergleichbar. Die Inzidenzrate (IR) (95%-KI) pro 100 Patientenjahre für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE) bis Monat 36 betrug 7,3 (5,4-9,7). Für UE, die zum Abbruch der Tofacitinib-Therapie führten, lag die IR bei 4,2 (2,8-6,0). Die IR für Herpes zoster (schwerwiegend und nicht schwerwiegend) betrug 1,3 (0,6-2,5), für schwerwiegende Infektionen und für maligne Erkrankungen außer nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) jeweils 0,9 (0,3-1,9) sowie für gravierende kardiovaskuläre Ereignisse 0,3 (0,0-1,0). In dieser Gruppe trat bei einem Patienten eine Lungenembolie auf, kein Patient hatte eine tiefe Venenthrombose, bei 2 Patienten kam es zu einer arteriellen Thromboembolie (IR 0,3 (0,0-1,0)). Bei den Laborparametern Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) kam es bis Monat 27 zu einem leichten Anstieg. Ab Monat 30 gingen die Werte wieder leicht zurück.
 
Wirksamkeit bei rheumatologischen und dermatologischen Endpunkten

 
Zur Beurteilung der Gelenksymptomatik wurden die Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) sowie die Psoriasis Arthritis Response Criteria (PsARC) herangezogen. Bei den mit Tofacitinib behandelten Patienten mit Ansprechen im ACR20/50/70 und nach PsARC konnte die Wirksamkeit bis Monat 30 aufrechterhalten werden. Auch bei den dermatologischen Endpunkten – Psoriasis Area and Severity Index 75 (PASI75) sowie in der allgemeinen ärztlichen Beurteilung der Psoriasis (PGA-PsO) – wurden Verbesserungen erzielt und über den Beobachtungszeitraum aufrechterhalten. Gleiches galt für den Leeds Enthesitis Index (LEI) und den Dactylitis Severity Score (DSS). Auch bei den zusammengesetzten Endpunkten Minimal Disease Activity (MDA) und Disease Activity in Psoriatic Arthritis (DAPSA) blieben die Verbesserungen vom Ausgangswert bis Monat 30 erhalten. Es wurden überdies PROs ausgewertet, u.a. mittels Health Assessment Questionnaire-Disability Index (HAQ-DI), Functional Assessment of Chronic Illness Therapy-Fatigue (FACIT-F) sowie die Einschätzung der Arthritis-bedingten Schmerzen durch den Patienten (Patient Assessment of Arthritis Pain). Wie in den Phase-III-Studien konnten auch in der LTE-Studie die Verbesserungen bei den PROs bis Monat 30 aufrechterhalten werden.

Quelle: Pfizer


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