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Medizin

01. Oktober 2018 Psoriasis: Risankizumab verbessert gesundheitsbezogene Lebensqualität

Im Rahmen der 27. Tagung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) in Paris wurden neue Daten zur Therapiebewertung aus Patientensicht (patient-reported outcomes, PROs) aus 3 Zulassungsstudien der Phase III vorgestellt, in denen Risankizumab, ein in der Prüfphase befindlicher Interleukin-23 (IL-23)-Hemmer, bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht wird. Patienten unter Behandlung mit Risankizumab berichteten über wesentliche Verbesserungen ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität, geistigen Gesundheit und Arbeitsproduktivität (1,2). Risankizumab ist von den Zulassungsbehörden nicht zugelassen, Sicherheit und Wirksamkeit dieses Wirkstoffs wurde noch nicht abschließend beurteilt.
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In den beiden Studien ultIMMa-1 und ultIMMa-2 berichtete nach 16 Wochen eine signifikant höhere Zahl an Patienten unter Behandlung mit Risankizumab im Vergleich zu Patienten, die Ustekinumab und Placebo erhielten, einen Gesamtscore von 0 auf der Psoriasissymptomskala (Psoriasis Symptom Score, PSS), d.h., sie waren laut dem Score zur Bewertung von Schmerzen, Rötung und Juckreiz symptomfrei (1). Im Vergleich zu Patienten unter Behandlung mit Ustekinumab berichtete eine signifikant höhere Zahl an Patienten unter Behandlung mit Risankizumab auch nach einem Jahr (52 Wochen) weiterhin von einem PSS-Score von 0.

In der IMMvent-Studie erreichte eine signifikant höhere Zahl an Patienten nach 16 Wochen unter Behandlung mit Risankizumab im Vergleich zu Patienten, die Adalimumab erhielten, beim Fragebogen zur Lebensqualität bei Hauterkrankungen (Dermatology Life Quality Index, DLQI) einen Score von 0 oder 1, d.h., dass die Psoriasis keinen negativen Einfluss mehr auf die Lebensqualität hatte (2). Die Patienten unter Behandlung mit Risankizumab hatten die Werte bzgl. der PROs in Woche 44 der IMMvent-Studie aufrechterhalten (2). Verbesserungen bei der Skala zur Erfassung von Angst und Depression (Hospital Anxiety and Depression Scale, HADS) und beim Fragebogen zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Work Limitations Questionnaire, WLQ), ein Instrument zur Beurteilung der Arbeitsproduktivität, wurden ebenfalls berichtet (1,2).

Die Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit aus den Studien ultIMMa-1 und ultIMMa-2 wurden kürzlich in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht (3). Die Ergebnisse zur Sicherheit aus allen 3 Phase-III-Studien wurden ebenfalls bereits veröffentlicht (3,4).

„Patienten unter Behandlung mit Risankizumab berichteten wesentliche Verbesserungen im Hinblick auf den Schweregrad der Psoriasis-Symptome und ihre Lebensqualität im Vergleich zu aktuellen Therapiestandards, was auch die Ergebnisse aller 3 Zulassungsstudien der Phase III belegen“, so Marek Honczarenko, MD, PhD, Vice President, Global Immunology Development von AbbVie. „Patienten mit Psoriasis suchen nach neuen Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sie nicht nur eine dauerhaft symptomfreie Haut erreichen, sondern zusätzlich ihre Lebensqualität verbessern. Diese Ergebnisse reihen sich in die bereits bestehende Evidenz von Risankizumab ein und zeigen, dass Risankizumab das Potenzial hat, eine wichtige Behandlungsoption für Patienten mit Plaque-Psoriasis zu eröffnen.“

PROs sind wichtig, um besser zu verstehen, wie Patienten die körperlichen, psychischen und sozialen Auswirkungen ihrer Erkrankung wahrnehmen. Diese als Bewertungsmaßstab für den Therapieverlauf zu nutzen, ermöglicht es Patienten, eine aktivere Rolle bei Therapieentscheidungen gemeinsam mit dem medizinischen Betreuungsteam einzunehmen (5).

„Psoriasis kann sich auf viele Aspekte des Lebens auswirken – sowohl auf körperlicher als auch psychischer Ebene“, sagt Prof. Dr. Matthias Augustin, Institutsdirektor, Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Universitätsklinikum Hamburg. „Die Verbesserungen bei der Lebensqualität, die Patienten bereits in Woche 16 und noch bis zu einem Jahr berichteten, zeigen, dass Risankizumab die Belastung im Alltag erheblich verringern kann. Das erweitert unsere Erkenntnisse über die klinische Wirksamkeit bei Psoriasis-Patienten.“

Quelle: AbbVie

Literatur:

(1) Augustin M et al. E-Poster #1996. 27. Tagung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV). September 2018.
(2) Crowley J et al. E-Poster #P1947. 27. Tagung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV). September 2018.
(3) Gordon K et al. Efficacy and safety of risankizumab in moderate-to-severe plaque psoriasis (UltIMMa-1 and UltIMMa-2): results from two double-blind, randomised, placebo-controlled and ustekinumab-controlled phase 3 trials. Lancet 2018;392(10148):650-661.
(4) Reich K et al. E-Poster #P1813. 27. Tagung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV). September 2018.
(5) Deshpande PR et al. Patient-reported outcomes: A new era in clinical research. Perspect Clin Res 2011;2(4):137-144.


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