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Medizin

06. Dezember 2012 Rauchen verschlechtert Kognition

Rauchen schadet dem Gehirn, indem es die Gedächtnisleistung verschlechtert sowie das Lernen und das logische Denken negativ beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher am King's College London. Bei 8.800 Teilnehmern über 50 Jahren zeigte sich, dass hoher Blutdruck und Übergewicht das Gehirn ebenfalls, aber in einem geringeren Ausmaß, beeinflussen können.

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Der Lebensstil hat diesen aktuellen Erkenntnissen nicht nur Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Die Forscher untersuchten Zusammenhänge zwischen der Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls oder Schlaganfalls und dem Zustand des Gehirns. Daten über die Gesundheit und den Lebensstil der Teilnehmer wurden gesammelt und Gehirntests durchgeführt.

Dabei mussten neue Wörter gelernt oder so viele Tiere wie möglich in einer Minute genannt werden. Bei allen Teilnehmern wurden nach vier und acht Jahren erneute Tests durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass das Gesamtrisiko eines Schlaganfalls oder Herzanfalls in einem deutlichen Zusammenhang mit einem Abbau kognitiver Fähigkeiten stand. Das größte Risiko ist der starke Abbau der Leistungsfähigkeit.

Die Wissenschaftler konnten zudem eine konsistente Verbindung zwischen dem Rauchen und schlechteren Ergebnissen bei den Tests herstellen. Laut Alex Dregan, einem der Autoren der Studie, tritt der Abbau kognitiver Fähigkeiten mit dem Älterwerden immer häufiger auf. Immer mehr Menschen würden dadurch in ihrem Alltag und ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt.

"Wir haben eine Reihe von Risikofaktoren identifiziert, die mit einem rascheren Abbau kognitiver Fähigkeiten in Zusammenhang gebracht werden können. Sie alle könnten veränderbar sein. Wir müssen den Menschen bewusst machen, dass Änderungen des Lebensstils aufgrund des Risikos eines geistigen Abbaus notwendig sind", verdeutlicht Dregan.

Die Wissenschaftler können derzeit jedoch noch keine Aussagen darüber machen, wie sich ein Abbau der kognitiven Fähigkeiten auf den Alltag auswirkt. Sie wissen nicht, ob ein derartig früher Abbau zu Erkrankungen wie einer Demenz führen kann. Simon Ridley von Alzheimer's Research UK betont, dass Rauchen und Bluthochdruck mit einem erhöhten Risiko verminderter kognitiver Fähigkeiten sowie einer Demenz in Zusammenhang gebracht worden sind, berichtet die BBC.

Laut der Alzheimer's Society wird einer von drei Menschen über 65 Jahren an einer Demenz erkranken. Dieses Risiko könne jedoch durch einen gesunden Lebensstil positiv beeinflusst werden. Details der aktuellen Studie wurden im Fachmagazin Age and Ageing http://ageing.oxfordjournals.org veröffentlicht.

Quelle: Quele: pte


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