Samstag, 24. August 2019
Navigation öffnen

Medizin

14. November 2018 Reizdarmsyndrom: Linderung mit anwendbarem Probiotikum

Im Rahmen des „Meeting of the Federation of Neurogastroenterology and Motility and Post-graduate Course on Gastrointestinal Motility” (FNM) stellte Prof. Dr. Eamonn Quigley* in einem Symposium** zum Reizdarmsyndrom (RDS) und der intestinalen Mikrobiota die gezielte Anwendung eines Probiotikums vor. Gestützt auf klinische Studien vereint es die Vorteile eines wirksamen und für alle Subtypen des RDS anwendbaren Probiotikums mit einer sicheren Anwendung.
 
Anzeige:
Fachinformation
Der spezielle Bifidobacterium infantis Stamm 35624® wurde ursprünglich aus dem Ileum einer Probandin ohne gastrointestinale Erkrankungen isoliert. Wie Quigley in seinem Vortrag darstellte, zeigten Studien mit diesem Bakterium im Vergleich zum Placebo für die Dauer der Anwendung eine Abnahme der für das RDS typischen Symptome wie Abdominalschmerzen, Blähbauch und Unregelmäßigkeiten des Stuhlgangs (1).

Auch eine weitere Untersuchung mit 362 Probanden untermauerte diese Ergebnisse und belegte eine signifikante Verbesserung der Beschwerden bei einer täglichen Dosis von 1x108 Zellen und einer Anwendungsdauer von 4 Wochen. Ein entscheidender Vorteil des Bakteriums liegt laut des Experten in seiner Wirksamkeit bei allen Subtypen des RDS, die sich nach der jeweiligen Beschaffenheit des Stuhls (Diarrhö, Obstipation oder wechselnd) unterscheiden. Daher konnten nach 4 Wochen Behandlungsdauer ca. 60% der Probanden unterschiedlicher RDS-Typen eine generelle Verbesserung ihrer Symptome bejahen. In der Kontrollgruppe unter Placebo empfanden lediglich etwa 40% eine Reduzierung ihrer Beschwerden (2).

Voraussetzung für die Anwendung von B. infantis 35624® als Probiotikum ist seine Säure- und Galle-Resistenz, die es ermöglicht, den Gastrointestinaltrakt lebend zu passieren. Darüber hinaus zeigt sich der Stamm sensitiv gegenüber Antibiotika. Auch weist sein Genom weder Pathogenitätsinseln noch übertragbare Resistenz-Gene für Medikamente auf (3). Daher resümiert Quigley, dass durch die gründliche Charakterisierung und die Qualitätskontrolle des Stamms keine Sicherheitsbedenken bestehen und B. infantis 35624® aufgrund der beschriebenen Eigenschaften zu einer effektiven Linderung der RDS-Symptome unabhängig vom jeweiligen Subtypen beitragen kann.


* Eamonn Martin Quigley MD FRCP FACP MACG FRCPI; David M. Underwood Chair of Medicine in Digestive Disorders, Houston Methodist Hospital, Houston, Texas.
** FNM in Amsterdam; Industry sponsored Session am 31. August 2018: „Irritable Bowel Syndrome and the Gut Microbiota – implications for pathophysiology and management“; Thema: „Gut microbiota and the host response in IBS – from basic science to therapy“.

Quelle: Alflorex

Literatur:

(1) O‘ Mahony et al. Gastroeneterology 2005; 128:541-551.
(2) Whorwell et al. Am J Gastroenterol 2006; 101: 1581-1590.
(3) Collins et al. Microbial Ecol Health Dis 2002; 1481-1489 Dunne et al. Antonie van Leeuwenhoek 1999; 99:279-292 Dunne et al. Am J Clin Nutr 2001; 73(suppl):336S-3392S O‘ Mahony et al. Aliment Pharmacol Ther 2001; 15:1219-1225.


Das könnte Sie auch interessieren

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht
© imagesetc / Fotolia.com

Depressionen sind weltweit häufige Erkrankungen. Allein in Deutschland sind innerhalb eines Jahres rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Gleichzeitig ist die Dunkelziffer hoch: Oft werden depressive Erkrankungen nicht festgestellt, weil Betroffene keine fachliche Hilfe suchen oder die Krankheit nicht erkannt wird. Dabei stehen heute evidenzbasierte Therapieverfahren zur Verfügung, mit denen sich Depressionen in den meisten Fällen gut behandeln lassen.

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet
@ deagreez / Fotolia.com

Eine neue Studie zur männlichen Fruchtbarkeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Human Reproductive Update", sorgt derzeit für Aufsehen. Die Untersuchungen von Mediziner Hagai Levine und seinem Team der Hebräischen Universität Jerusalem zeigen, dass die Spermienanzahl von Männern aus westlichen Ländern immer weiter abnimmt. Laut den Wissenschaftlern ist die Spermienanzahl pro Milliliter Sperma um etwa 52 Prozent gesunken. Bei der Gesamtzahl der Spermien pro Samenerguss gaben die Forscher sogar einen Rückgang von nahezu 60 Prozent an....

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung
© Konstantin Yuganov / fotolia.com

Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker (Foto), Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses...

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen
© Photographee.eu / Fotolia.com

In Deutschland ist jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen. Nach einer neuen DAK-Studie erfüllen 8,4 Prozent der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 bis 25 Jahren die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten „Internet Gaming Disorder Scale“. Bei den Betroffenen verursacht die exzessive Nutzung von Computerspielen massive Probleme. Der Anteil der betroffenen Mädchen und jungen Frauen liegt mit 2,9 Prozent deutlich niedriger. Das zeigt der Report „Game over“...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Reizdarmsyndrom: Linderung mit anwendbarem Probiotikum "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.