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Medizin

14. November 2018 Reizdarmsyndrom: Linderung mit anwendbarem Probiotikum

Im Rahmen des „Meeting of the Federation of Neurogastroenterology and Motility and Post-graduate Course on Gastrointestinal Motility” (FNM) stellte Prof. Dr. Eamonn Quigley* in einem Symposium** zum Reizdarmsyndrom (RDS) und der intestinalen Mikrobiota die gezielte Anwendung eines Probiotikums vor. Gestützt auf klinische Studien vereint es die Vorteile eines wirksamen und für alle Subtypen des RDS anwendbaren Probiotikums mit einer sicheren Anwendung.
 
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Der spezielle Bifidobacterium infantis Stamm 35624® wurde ursprünglich aus dem Ileum einer Probandin ohne gastrointestinale Erkrankungen isoliert. Wie Quigley in seinem Vortrag darstellte, zeigten Studien mit diesem Bakterium im Vergleich zum Placebo für die Dauer der Anwendung eine Abnahme der für das RDS typischen Symptome wie Abdominalschmerzen, Blähbauch und Unregelmäßigkeiten des Stuhlgangs (1).

Auch eine weitere Untersuchung mit 362 Probanden untermauerte diese Ergebnisse und belegte eine signifikante Verbesserung der Beschwerden bei einer täglichen Dosis von 1x108 Zellen und einer Anwendungsdauer von 4 Wochen. Ein entscheidender Vorteil des Bakteriums liegt laut des Experten in seiner Wirksamkeit bei allen Subtypen des RDS, die sich nach der jeweiligen Beschaffenheit des Stuhls (Diarrhö, Obstipation oder wechselnd) unterscheiden. Daher konnten nach 4 Wochen Behandlungsdauer ca. 60% der Probanden unterschiedlicher RDS-Typen eine generelle Verbesserung ihrer Symptome bejahen. In der Kontrollgruppe unter Placebo empfanden lediglich etwa 40% eine Reduzierung ihrer Beschwerden (2).

Voraussetzung für die Anwendung von B. infantis 35624® als Probiotikum ist seine Säure- und Galle-Resistenz, die es ermöglicht, den Gastrointestinaltrakt lebend zu passieren. Darüber hinaus zeigt sich der Stamm sensitiv gegenüber Antibiotika. Auch weist sein Genom weder Pathogenitätsinseln noch übertragbare Resistenz-Gene für Medikamente auf (3). Daher resümiert Quigley, dass durch die gründliche Charakterisierung und die Qualitätskontrolle des Stamms keine Sicherheitsbedenken bestehen und B. infantis 35624® aufgrund der beschriebenen Eigenschaften zu einer effektiven Linderung der RDS-Symptome unabhängig vom jeweiligen Subtypen beitragen kann.


* Eamonn Martin Quigley MD FRCP FACP MACG FRCPI; David M. Underwood Chair of Medicine in Digestive Disorders, Houston Methodist Hospital, Houston, Texas.
** FNM in Amsterdam; Industry sponsored Session am 31. August 2018: „Irritable Bowel Syndrome and the Gut Microbiota – implications for pathophysiology and management“; Thema: „Gut microbiota and the host response in IBS – from basic science to therapy“.

Quelle: Alflorex

Literatur:

(1) O‘ Mahony et al. Gastroeneterology 2005; 128:541-551.
(2) Whorwell et al. Am J Gastroenterol 2006; 101: 1581-1590.
(3) Collins et al. Microbial Ecol Health Dis 2002; 1481-1489 Dunne et al. Antonie van Leeuwenhoek 1999; 99:279-292 Dunne et al. Am J Clin Nutr 2001; 73(suppl):336S-3392S O‘ Mahony et al. Aliment Pharmacol Ther 2001; 15:1219-1225.


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