Freitag, 7. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

15. Januar 2020 Rheuma: Salzarme Ernährung empfohlen

Menschen mit Bluthochdruck sollten sparsam mit Salz umgehen – das gilt gerade in den Zeiten, in denen maßvolle Ernährung häufig zu kurz kommt. Aber auch Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis sollten diesen Rat befolgen: Sie leiden häufig an Bluthochdruck und haben im Vergleich zu Blutdruck-Gesunden ein mehr als 4-fach höheres Risiko für Herzerkrankungen. Anlässlich der essensreichen Weihnachtstage weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) außerdem darauf hin, dass Studienergebnisse nahelegen, dass Menschen mit Rheuma sensibler auf Salz reagieren und schneller einen Bluthochdruck entwickeln als Menschen ohne Rheuma. Für sie ist eine salzarme Ernährung daher besonders wichtig.
Anzeige:
Bekannt ist: Eine hohe Natrium- und eine niedrige Kaliumaufnahme gehen mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck einher. Aus dem Natriumgehalt im Urin lässt sich der Salzkonsum der betreffenden Person berechnen. Studiendaten belegen jedoch, dass Rheumatiker trotz einer ähnlich hohen Natriumausscheidung und damit vergleichbarem Salzkonsum häufiger an Bluthochdruck leiden als Menschen ohne Rheuma. „Das deutet darauf hin, dass Menschen mit Rheuma sensibler auf Salz reagieren und demensprechend schneller Bluthochdruck entwickeln“, sagt Prof. Dr. med. Schulze-Koops, der die Rheumaeinheit am Uniklinikum München leitet.

Erhöhte gesundheitliche Risiken

Inwieweit übermäßiger Salzkonsum sich auf die Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis auswirkt oder die bereits vorhandene Erkrankung verstärkt, ist noch nicht abschließend untersucht. „Fest steht aber, dass Menschen mit Rheuma häufig deutlich erhöhte gesundheitliche Risiken durch Begleiterkrankungen erleiden. Sie sollten besonders darauf achten, beispielsweise Übergewicht oder eben Bluthochdruck zu vermeiden“, so Schulze-Koops, Präsident der DGRh.

Salzarme Ernährung 

Auch legt die Studie nahe, dass verstärkte Kaliumaufnahme das erhöhte Blutdruckrisiko wieder absenkt. Die DGRh empfiehlt daher Menschen mit Rheuma auf eine salzarme, gesunde Ernährung zu achten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt höchstens 5 Gramm Salz am Tag zu sich zu nehmen. Das entspricht etwas weniger als einem Teelöffel. Außerdem sollten Rheuma-Patienten auf Schweinefleisch verzichten und auf eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse und gesunden Fetten setzen. Besonders reich an Kalium sind Vollkornprodukte, Kartoffeln, Bananen, Spinat, Salat, Hülsenfrüchte, Kohl, Avocados und Nüsse. „Salzarme Ernährung ist vor allem eine Frage der Gewöhnung und fällt leichter, wenn man auf Fertigware wie beispielsweise Tiefkühlpizza, die häufig besonders viel Salz enthält, verzichtet“, so der Ratschlag des Rheuma-Experten.

Quelle: DGRh


Anzeige:
Basistext

Das könnte Sie auch interessieren

Augenärzte testen Kontaktlinsen mit UV-Schutz

Augenärzte testen Kontaktlinsen mit UV-Schutz
© HQUALITY - stock.adobe.com

Intensive ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts kann Bindehaut und Hornhaut am Auge schädigen. Jetzt testen Forscher, ob Kontaktlinsen mit eingebautem UV-Schutz solche Schäden verhindern können. Die Haftschalen wären hilfreich für Patienten, denen etwa nach einer Verätzung empfindliche Stammzellen der Hornhaut transplantiert wurden. Aber auch Außenarbeiter, die regelmäßig einer hohen UV-Bestrahlung ausgesetzt sind, könnten davon profitieren.   

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein
@ Von Schonertagen / Fotolia.com

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter...

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht
© imagesetc / Fotolia.com

Depressionen sind weltweit häufige Erkrankungen. Allein in Deutschland sind innerhalb eines Jahres rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Gleichzeitig ist die Dunkelziffer hoch: Oft werden depressive Erkrankungen nicht festgestellt, weil Betroffene keine fachliche Hilfe suchen oder die Krankheit nicht erkannt wird. Dabei stehen heute evidenzbasierte Therapieverfahren zur Verfügung, mit denen sich Depressionen in den meisten Fällen gut behandeln lassen.

App FURDY hilft, kommunikative Barrieren zu überwinden und kognitive Fähigkeiten zu fördern

App FURDY hilft, kommunikative Barrieren zu überwinden und kognitive Fähigkeiten zu fördern
© Christoph Noll (TAU)

Zum 11-jährigen Jubiläum des Masterstudiengangs Barrierefreie Systeme (BaSys) unter dem Motto „Eine Dekade BaSys 10+“ lädt die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) alle Interessierten ein, über eine inklusive Welt zu diskutieren. Erwartet werden dazu am 22. November 2016 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Vertreter/-innen verschiedener Interessenverbände, Studieninteressierte und Alumni. Auch Absolvent Benjamin Göddel wird vor Ort seine App FURDY präsentieren, die er entwickelt hat, um Autisten und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Rheuma: Salzarme Ernährung empfohlen "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden