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Medizin

25. April 2012 Rheumatoide Arthritis: Hausärzte und Rheumatologen gemeinsam für schnellere Diagnose und bessere Therapiekontrolle

Schmerzen und Unbeweglichkeit der Gelenke sowie allgemeine Abgeschlagenheit und Erschöpfung: Mit diesen Symptomen wenden sich viele Patienten erstmalig an ihren Hausarzt. Dieser kann anhand einer einfachen Tastuntersuchung und ersten Laborergebnissen schnell feststellen, ob ein Verdacht auf rheumatoide Arthritis vorliegt. Dann sollte der Patient beim Rheumatologen vorstellig werden. Dies ist umso wichtiger, da bei der entzündlich-rheumatischen Erkrankung eine rasche Diagnose und ein früher Therapiebeginn die Inflammation und letztlich die Gelenkzerstörung aufhalten können. Verordnet wird dafür in erster Linie eine Basismedikation, oftmals kombiniert mit einer niedrig dosierten Kortisongabe. So haben die Patienten eine gute Chance auf einen positiveren Krankheitsverlauf und eine aktive Lebensgestaltung mit weniger Einschränkungen im Alltag – sie profitieren also direkt von der guten Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Rheumatologe.
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Dass diese Zusammenarbeit nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern auch in der Praxis umgesetzt wird, berichtet Dr. Oliver Ranze, Allgemeinmediziner und Hausarzt aus Fulda: „Ich betreue derzeit zwölf Patienten mit rheumatoider Arthritis. Die meisten bekommen eine Basistherapie mit MTX und dazu niedrig dosiertes Kortison. Wenn durch den Rheumatologen eine Diagnose gestellt und eine Therapie begonnen wurde, sollte der Hausarzt diese fortführen, überwachen und den Verlauf der Erkrankung kontrollieren.“ Er sieht die Vorteile der hausärztlichen Betreuung vor allem darin, dass dieser die gesamte Krankengeschichte des Patienten kennt: „Hausärzte betrachten ihre Patienten ganzheitlich, da sie diese über Jahre in unterschiedlichen Lebensphasen be-gleiten.“ In besonders schweren Fällen treten auch spezialisierte Kliniken auf den Plan. Prof. Peter Kern vom Klinikum Fulda betont: „Eine stationäre Behandlung bei rheumatoider Arthritis ist immer dann angezeigt, wenn eine relevante Beteiligung innerer Organe vorliegt, eine Komplikation der Therapie im Sinne einer bedrohlichen Infektion oder Unverträglichkeit aufgetreten ist, die entzündlichen Schmerzen ambulant nicht beherrschbar oder ambulante Behandlungsmöglichkeiten auf Grund einer fortgeschrittenen Behinderung nicht mehr wahrnehmbar sind.“ Doch auch das Erkennen von Komplikationen und eine rasche Klinikeinweisung in Notfällen sind in der Regel nur möglich, wenn der Patient von einem funktionierenden Netzwerk betreut wird. Die Rheumatologin Dr. Brigitte Krummel-Lorenz berichtet aus dem Frankfurter Raum: „Im Großen und Ganzen klappt die Zusammenarbeit sehr gut. Wenn es mal nicht so gut läuft, ist natürlich der Rheumatologe wieder in der Verantwortung, zum Beispiel für Kontrolluntersuchungen oder die Beurteilung von Laborwerten. Aber es gibt wirklich feste Strukturen, in denen man sich aufeinander verlassen kann."

Gerade in ländlichen Gegenden, wo nach wie vor Rheumatologen fehlen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, ist die Qualifikation der Hausärzte im rheumatologischen Fachgebiet unbedingt notwendig. Je besser ein Hausarzt die ersten Anzeichen einer rheumatoiden Arthritis erkennt, umso gezielter kann er eingreifen – insbesondere wenn der Patient längere Zeit auf einen Termin beim Rheumatologen warten muss. Umgekehrt gibt es durch die richtige Einschätzung seitens des Hausarztes weniger Fehlüberweisungen zum rheumatologischen Facharzt. Prof. Klaus Krüger, Rheumatologe aus München, nimmt an dieser Stelle auch die Kollegen aus den Fachgesellschaften in die Pflicht: „Um das Wissen der verschiedenen Fachgruppen optimal vernetzen zu können, sollten auch die einzelnen Gesellschaften wie die DGRh die Thematik fokussieren und zum Beispiel rheumatologische Fortbildungen für Hausärzte anbieten. In der DGRh wurde eine solche Entwicklung in Gang gesetzt.“ Davon dürften letztlich vor allem die Patienten profitieren, so Krüger weiter.

Besonders effektive Entzündungshemmung

Allgemeinmediziner und Rheumatologen sehen in der Therapie mit niedrig dosierten Glukokortikoiden einen wichtigen Baustein einer erfolgreichen RA-Behandlung. Eine solche Langzeittherapie bietet gute Chancen, die Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis zu senken und die Lebensqualität zu erhöhen. Lodotra® (Prednison MR) verbessert die Aktivität von Patienten mit rheumatoider Arthritis besonders effektiv, da es eine Entzündungshemmung exakt zum Zeitpunkt der ansteigenden Entzündungsaktivität in der Nacht ermöglicht: Das Medikament wird abends um 22 Uhr eingenommen und wirkt aufgrund seiner programmierten Freisetzung um 2 Uhr nachts. So können Patienten mit rheumatoider Arthritis mit deutlich reduzierten Beschwerden in den Tag starten und alltägliche Aktivitäten besser meistern, wie klinische Studien zeigen.

Quelle: Rheumatalk „Gemeinsam für unsere Patienten: Hausärzte und Rheumatologen im Dialog“, veranstaltet von Mundipharma am 16.04.2012 in Wiesbaden.


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